Chiang Mai

Endlich sind wir in Thailand angekommen und unser erstes Ziel war Chiang Mai.

Wir hatten uns dummerweise in Malaysia kein Geld mehr gewechselt. Wir hatten noch ein paar Indonesische Rupiah und wollten diese in Thailändische Baht umtauschen.

Gesagt getan. Immerhin hatten wir ein klitzekleines bisschen Bargeld. Wir haben uns als erstes um ein Transportmittel gekümmert. Denn hier wird man nicht von Taxifahrern überrumpelt, sondern es gibt viele kleine Ständchen an denen man sich informieren kann. Es gibt Shuttlevans, auf die man warten muss, bis genügend Leute sich dazu entschlossen haben. Aber wir hatten Glück und sind für die Hälfte des Preises zu unserer Unterkunft gebracht worden.

Wir waren noch immer total fertig von der einen Nacht am Flughafen und der eigentlich langen Anreise. Zum Glück durften wir noch etwas frühstücken und dann sind wir nur noch ins Bett gefallen.

Nachmittags wollten wir uns etwas zu essen holen, mussten aber zuerst noch Geld abheben.

BITTE BITTE! Wenn ihr nach Thailand reist – nehmt genügend Bargeld mit! Die ATM Gebühren sind super teuer!

Die ATM’s sahen alle nicht sonderlich einladend aus. Sie standen ungeschützt mitten auf der Straße. Aber so sind sie überall in Thailand, wie wir heute wissen. Das gemeine daran ist aber, dass jede Bank 220 THB zusätzlich als Gebühr verlangt. Das funktioniert so: ihr wollt 5.000 THB abheben, es werden aber nicht nur 5.000 THB abgebucht, sondern die Gebühr wird als Abbuchungsbetrag gesehen. Also wird an eure Heimatbank 5.220 THB abgebucht und dafür zahlt ihr dann noch zusätzlich den Prozentualen Betrag X oder eben die Mindestgebühr von 5 Euro oder so (das ist ja bekanntlich von Bank zu Bank unterschiedlich). Und weil wir das nicht glauben konnten, dass das jede Bank macht, haben wir sämtliche Thailändische Banken getestet. Jede Bank hat diese Gebühr.

Wir hatten aber noch immer ein paar Instantnudeln aus Indonesien und haben uns dann nur Getränke gekauft. Dafür reichte das Geld noch. Es hatte dann auch schon angefangen zu schütten. Blitz und Donner waren auch dabei. Also sind wir zurück in die Unterkunft.

An den Stadtmauern haben wir auch die Ninja Turtles gesehen 😀
Unser erster Tag in Chiang Mai war deshalb so halb zufriedenstellend. Die Geldbeschaffung hatte uns genervt, das Internet war nicht so dolle und vor allem hatten wir uns auf leckeres Thaiessen gefreut und es wurden wieder nur Instantnudeln.

Am nächsten Tag sind wir dann als erstes in eine Shoppingmall. Naja eigentlich nur, weil mein Freund etwas wegen unserer Bargeldnot herausgefunden hatte. Wir haben dort auch einen ganz tollen Supermarkt entdeckt und alles war wieder gut. Naja so halb. Wir waren wieder einmal tratschnass bis auf die Unterhose. Das Wetter in Chiang Mai war nicht sonderlich freundlich zu uns. Und die Geschäfte werden so derart heruntergekühlt, dass eine Erkältung vorprogrammiert ist.

Unser Tipp für Thailand: nehmt euren Reisepass und eure Kreditkarte und geht zu einer Bangkok Bank! Aber es muss eine Filiale sein, die ein Currency Exchange dabei stehen hat. Dort könnt ihr dann Bargeld abheben ohne diese ollen 220 THB extra zu zahlen. Wir hatten zwar keinen super Wechselkurs, aber die ANZ hat uns keinerlei Gebühren berechnet.

So, wir hatten also Geld, haben uns einen leckeren Snack gegönnt und sind dann mit unserem Einkauf zurück zur Unterkunft. Wir waren wieder glücklich. Und es wurde sogar noch besser, als wir ein richtig leckeres Thai essen gegessen hatten. Mein Freund ist wirklich super in der Recherche von Lokalen. Wir haben bisher (außer in Indonesien!) immer gut und trotzdem günstig gegessen. Aber vor allem auch Landestypisch. Und auch wenn wir bereits einige Wochen in Asien unterwegs waren, hing uns das asiatische Essen nicht zum Hals raus. Außer eben das komische Nasi Goreng aus Indonesien.

 

Gut gestärkt sind wir dann los marschiert und haben uns Chiang Mai angeschaut.

Unsere Unterkunft war direkt in der Altstadt. Man sieht auch überall noch Teile der Mauer. Wir hatten uns schon gewundert, warum es auf der Karte immer ein Quadrat ist. Die Altstadt ist wirklich ein Quadrat. Umgeben von eben diesen Mauern und einem Flussgraben.

Einige Tempel und viele Schritte später haben wir uns dann noch spontan entschieden auf den Nachtmarkt zu gehen.

Der Nachtmarkt in Chiang Mai ist riesig, sag ich euch. Und hier kann man sowohl die verrücktesten Sachen Essen, als auch Kleidung, Souvenirs etc. kaufen. Und was wir auch leider erst heute wissen und damals nicht wussten: in Chiang Mai bekommt man einfach alles viel günstiger als in anderen Orten Thailands.

Fix und fertig sind wir dann irgendwann spät Abends in die Unterkunft gekommen. Eigentlich wollten wir gar nicht so lange bleiben. Denn am nächsten Tag haben wir einen Tagesausflug nach Chiang Rai und das Goldene Dreieck gebucht.

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