Hamilton

Wir haben auf unserer Nordinseltour einen Stop in Hamilton eingelegt. Wieso, weshalb, warum, wussten wir auch nicht wirklich, aber jeder Sprach von Hamilton.

Hamilton liegt südlich von Auckland und ist neben Rotorua, Tauranga und Matamata oftmals Ausgangspunkt für zum Hobbiton.

Wir sind zwar von Taupo aus durch Rotorua gefahren, aber dann eben weiter. Wir mussten die Zeit anders planen und die $5 Tickets waren auch anders nicht verfügbar.

Hamilton selbst ist eine Stadt. Eine Stadt in der viele Businessleute unterwegs sind. Und auch auf unsere Frage am Infoschalter: was kann man in Hamilton sehen? Gab es folgende Antwort:

„Ähm ja, man kann sich den Botanischen Garten anschauen. Und da ist noch „The Base“. Eine riesige Einkaufsmall.“

Okay, also sind wir zunächst mit dem Bus zur Quantum Lodge in der Wendi arbeitet. Wendi hatte für meine Chefs aus dem Housekeeping das Management übernommen, als diese in den Urlaub gefahren sind. Als sie hörte, dass mein Freund und ich für eine Nacht nach Hamilton kommen, hat sie uns direkt einen Schlafplatz angeboten. Ich hatte nur drei- viermal mit ihr gearbeitet. Aber sie ist eine sehr nette Frau und versteht etwas von ihrem Beruf. Sie und ihr Mann haben das Jobangebot in Hamilton bekommen und haben deshalb ihr Motel in Kerikeri verkauft.

Wendi und ihr Mann hatten ihren freien Tag und so sagte sie der Dame an der Rezeption, dass wir kommen und in ihrem Gästezimmer schlafen dürfen. Wir hatten die ganze Wohnung im Prinzip für uns alleine. Für meinen Freund war es besonders seltsam, da er weder Wendi noch Tony kannte. Und selbst für mich war es etwas ganz neues.

Wir haben uns dann frisch gemacht und eine Kleinigkeit gegessen und dann wollten wir uns die riesige Shoppingmall in Hamilton mal genauer anschauen.

Also klein war sie wirklich nicht, dass muss man sagen. Und auch die Geschäfte waren echt nett. Aber wir hatten noch immer das Problem „Ballast abwerfen“ und keinen neuen dazu bekommen, also musste wir eisern bleiben.

Der Tag ging rum wie nix und ich hatte noch die Chance eines „privaten Badezimmers“ genutzt um mir die Haare zu färben und einen Beautytag einzulegen. Als dann Tony und Wendi nach Hause kamen, hatten wir uns noch mit ihnen ein wenig zusammen gesetzt und gequatscht.

Alles in allem war der Aufenthalt in Hamilton eigentlich echt schön, auch wenn wir nichts Tourimäßiges gemacht haben, war es trotzdem toll mal nichts zu tun.

Aber vor allem war es toll, wie herzlich und freundlich die Kiwis sind. Denn wir haben noch von den Besitzern ihre Unterkunft in Coromandel angeboten bekommen und sind am nächsten Morgen mit dem Porsche Cayenne zum Busbahnhof gefahren worden. Könnte schlimmer sein, würde ich sagen. 🙂

Als wir dann aber auf den Bus warteten, wurden wir von einem etwas seltsamen „Bro“ nach Gras gefragt. Just in diesem Moment ist auf der anderen Straßenseite ein Freund von uns aus Kerikeri gelaufen. Mein Freund hatte mit ihm zusammen auf dem Kiwiorchard gearbeitet. Dieser Freund ist Australier und sieht eher aus, als wäre er aus Jamaika – um die Kurve zu kriegen mit dem Gras. 😛 Er ist den ganzen Weg von Kerikeri bis Hamilton gelaufen. Jap genau, gelaufen. Und er will weiter laufen bis nach Wellington. Er hatte sich riesig gefreut uns zu sehen und war selbst etwas über den Maori erschrocken, der ihn grüßte und direkt nach Gras fragte. 😀

Aber so sind sie halt, die Bros 😀

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