Speedboat nach Gili

Der Tag war gekommen und wir sind mit dem Speedboat nach Gili gefahren.

Unser Frühstück gab es etwas früher. Zwischen 7 Uhr und halb 8 morgens sollten wir in Ubud abgeholt werden. Meine große Sorge waren die vielen Straßenhunde in Ubud. Ob diese morgens schon herumlungerten? Oder sogar vermehrt, weil es weniger Verkehr ist?

Vollgepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen – hinein ins in Paradies Feeling. Oder so ähnlich.

Bisher hatte ich nur gutes von den Gilis gehört. Und vor allem war man dort von dem Vulkan verschont.

Wir standen wirklich keine fünf Minuten draußen, da kamen schon die ersten Straßenhunde im Rudel auf uns zu. Just in dem Moment kam auch der Transferbus. Mein Gott war ich erleichtert.

Der Bus war voll bis obenhin und die Fahrt schien unendlich. Wir sind wieder einmal durch die Straßen und in weniger touristischen Gegenden. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Anscheinend versuchten die Balinesen ihren Müll in den Touristenstädtchen doch etwas besser in den Griff zu bekommen. Es war so vollgemüllt. Ekelhaft.

Die Nebenstraßen Balis – wunderschön nicht wahr?

Wir kamen am Hafen endlich an. Es war voll. Es war chaotisch und es war ätzend. Kein Mensch wusste was zu tun ist. Kein Mensch wollte Auskunft geben und es war wie auch bei der Anreise. Ich habe dann per Zufall gesehen, dass man sich Sticker holen musste, um dann zur Fähre zu dürfen.

Da saßen tatsächlich Menschen im Sand – ignorieren sie ihre Umgebung?

Wir sind ganz schnell dorthin gelaufen. Zum Glück. Wir haben es wie die anderen gemacht und uns durchgequetscht. Zum Glück. Wir sind noch auf das Speedboat nach Gili gekommen. Zum Glück. All die anderen, die weniger schnell und weniger Glück hatten wie wir, durften mit einem Kutter fahren.

Das Speedboat nach Gili war voll bis oben hin. Das Gepäck wurde einfach nur in eine Kammer geschmissen. Fast zwei Stunden waren wir dort. Die Ankunft auf Gili Trawangang war dann noch mal eine Runde chaotischer.

Mein Freund hatte nicht so viel Glück wie ich. Ich bin schnell mit den ganzen Taschen nach vorne Richtung Ausgang gekommen. Dann musste man an Deck auf einem ganz schmalen Pfad entlang. Und ich mit den ganzen Taschen – na toll. Zum Glück hatte mich meine Balance nicht verlassen. Das Gepäck wurde wieder einmal einfach nur in den Sand geschmissen. Eine Menschenmenge davor. Aber nicht mit unserem. Mein Freund war noch immer an Bord. Ich hatte die schwere Tasche mit Laptop etc. Mein Rucksack kam und ich ließ ihn mir direkt aufziehen. Der Typ schaute mich nur verwundert an. Mein Freund immer noch an Bord. Sein Rucksack kam. Scheiß drauf, den zieh ich jetzt auch noch an. Ich hatte vermutlich 60kg Gepäck auf mir, um mir oder auch einfach nur noch an mir. Der kleine Zwerg Sandy war kaum noch zu sehen, aber unser Gepäck wurde nicht in den Sand geschmissen oder gar geklaut.

Mit dem Speedboat nach Gili
Mein Freund lachte nur als er mich sah. Es war ja auch überhaupt nicht heiß oder so.

Wir hatten uns für eine Unterkunft in der Nähe des Hafens entschieden. Zum einen, weil wir noch einige Ausflüge nach Gili Air und Gili Meno machen wollten und zum anderen weil es auf den Gili Inseln keine motorisierten Transportmittel gibt. Und mit Pferdekutschen fahre ich nicht. Nicht, wenn die Pferde unterernährt und gequält aussehen. Und das tun sie auf den Gilis ganz extrem.

In dem “Hotel” angekommen wurde uns schon ganz anders. Aber wir wollten ohnehin mehr am Strand sein, als in dem Zimmer. Das Frühstück war inkludiert. Es gab einen Nachtmarkt um die Ecke und das Restaurant hat 24 geöffnet. Aber es sollte noch ein richtig böses Ende nehmen hier auf Gili Trawangan. Aber lest dazu mehr im nächsten Bericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn + 1 =