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Die längste Anreise

Wir haben es geschafft, wir sind zurück in Neuseeland und es war die längste Anreise überhaupt.

Am Mittwoch morgen wurden wir um 4 Uhr Ortszeit in Patong Beach (Deutsche Zeit Dienstagabend ca. 10 Uhr abends) abgeholt und zum Flughafen gefahren. Das Hotel war sehr hellhörig und irgendwas hat mich wachgehalten. Ich konnte einfach nicht schlafen. Die Fahrt war wieder nicht gerade günstig. 950 THB haben wir für 45 Minuten gezahlt.

Zudem dass mir ohnehin schon schlecht war und ich hundemüde war hat es in dem Taxi nach kaltem Rauch gestunken.

Wir haben eingecheckt und unser Gepäck wird bis Auckland durchgecheckt – juhu! Denn das bedeutet wir könnten evtl. in Kuala Lumpur raus in die Stadt.

Am Flughafen wurde es dann noch einmal nicht ganz so toll. Ich selbst habe kein Problem mit Menschen die etwas stämmiger sind. Manche reden auch von Fettleibigkeit. Man weiß nie, welches Schicksal dahinter steckt oder ob sich die Person selbst überhaupt unwohl fühlt oder nicht. Jeder darf mit seinem Körper selbst entscheiden, was er damit tut und kein anderer Mensch sollte ihn deshalb verurteilen. ABER! Wer morgens um 7 Uhr zum Frühstück ein fettes Brot mit einem Leberknödel isst (was ja bekanntlich stark riecht) und keine Rücksicht nimmt auf andere, das ist schon nicht schön. Der Mann kam aus Deutschland und saß im Rollstuhl. Und dann das. Und es war nicht nur ein solch streng duftendes Brot. Ein Brot nach dem anderen. Uns und vor allem mir wurde richtig schlecht. Der Mann hatte auch zwei Sitzplätze gebraucht.

Von dem Flug von Phuket nach Kuala Lumpur an sich habe ich nicht viel mitbekommen. Noch vor dem Start bin ich eingeschlafen und erst kurz vor der Landung wach geworden.

Aber das war auch erst der Anfang. Die längste Anreise hatte nämlich einen fast 13 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur.

Wir durften auf jeden Fall raus aus dem Transitbereich. Solange man uns lässt. Dieses Mal hatte man auch eine Zahlenfolge unter unserem Stempel geschrieben. Naja innerhalb von 7 Wochen dreimal einreisen ist ja auch etwas seltsam. 😀

Schnurstracks sind wir zum Geldautomaten und haben uns noch ein paar Ringit geholt und dann ab zum Busterminal, Ticket gekauft und dann ging es auch schon los in Richtung KL.

Eine Stunde sind wir reingefahren. Haben bei unserem Lieblingslokal noch einmal so richtig gut malaiisch gegessen. Eine Portion Putu Bamboo für den Flug. Einen frischen Smoothie zum erfrischen und dann sind wir wieder in die Shopingmall zurück.

Leider hatten wir es während unserer Asienreise nicht geschafft eine Durian zu essen. In Malaysia hatten wir es beim ersten mal nicht gemacht, weil wir es uns für Thailand aufheben wollten. Und in Thailand gab es die nur eingepackt und man konnte sie nirgends auf der Straße kaufen und essen. Und in den Hotels ist die Stinkfrucht verboten. Wir hatten gehofft noch einmal die Chance in KL zu bekommen, aber leider war jetzt die Saison vorbei. Beim nächsten Mal dann.

In der Shoppingmall sind wir noch einmal zu unserem Lieblingsdrogeriemarkt und haben ein paar Kleinigkeiten gekauft und sind durch die Gegend gebummelt. Danach ging es wieder zurück zum Flughafen.

Während dieser einen Stunde Fahrt haben wir ein abbrennendes Auto gesehen, ein letztes Mal die Palmenwälder bestaunt und die verrückte Fahrweise belächelt.

Am Flughafen selbst haben wir nicht mehr viel gemacht. Wir waren noch ein bisschen im Internet, haben uns einen total witzigen Kaffee bei Starbucks gegönnt und haben gechilled. Aber diese Starbucks-Konversation (auf englisch, ich habe es euch übersetzt) möchte ich euch nicht vorenthalten.  Vorneweg, bei Starbucks werden immer die Namen auf die Becher geschrieben.

Ich: Zwei kleine, frisch gekochte Kaffee bitte.

Sie: Was?

Ich: habe das ganze wiederholt.

Sie: Kenn ich nicht.

Ich: Da oben auf dem Schild steht es.

Sie: Oh okay. Der Name.

Ich: Sandy. S A N D Y

Sie: schreibt sehr langsam SALLY

Ich: Nein. SANDY. S A N D Y

Sie: streicht Sally durch und schreibt noch langsamer aber dafür richtig Sandy. Und für den anderen.

Ich: Den gleichen Namen (same name). Der andere ist zu kompliziert. (Mein Freund hat einen langen, italienischen Namen 😀 )

Sie: schreibt SAM.

Wir haben uns nicht mehr einbekommen vor lachen. So saßen also Sam und Sally bei Starbucks und haben 20 Minuten auf den frisch gekochten Kaffee gewartet. Aber wir hatten ja Zeit.

Zum ersten Mal wurden das Handgepäck gewogen. War ja klar, zum ersten Mal hatten wir ja  auch zu viel. Aber die Mitarbeiter schienen nur Asiaten mit Trolleys zu kontrollieren, denn wir wurden verschont. Zum Glück.

Der Duty Free ist dann für uns auch ausgefallen. Aber besonders war da eh nichts dran. Aber blöd war, dass wir dort kein Internet mehr hatten. Denn hier musste man wieder sämtliche Daten angeben. Also habe ich lieber kein Internet.

Die Zeit ging einfach nicht um. Die längste Anreise hatte sich hier an dieser Stelle gezogen wie Gummi.

Irgendwann wurde dann geboarded und wir durften in den Flieger. Es schien gerade das alle Pärchen (wir inklusive) hintereinander und keiner zusammen saß. Danke Air Asia! Nicht nur, dass eine unserer Lieblingstassen kaputt gegangen ist, wir konnten noch nicht einmal nebeneinander sitzen.

Letzten Endes war es auch nicht so schlimm, denn ich habe wieder nichts mitbekommen. Beim Start schon geschlafen und kurz vor der Landung bin ich wach geworden. Zwischendurch wurde ich mal Sekundenweise wach. Beim Essenverkauf – will ich nicht. Müll – hatte ich nicht. Arzt? Bin ich nicht. Der Flug war um wie nix.

Dann mussten wir wieder in Australien raus und durch die Sicherheitskontrolle. Mein Freund wurde zur besonderen Kontrolle ausgesucht beim Scanner. Und ich dann danach noch wegen keine Ahnung was. War aber alles gut.

Der Flug von Australien nach Neuseeland hingegen hat sich dann aber wieder gezogen wie Gummi. Dieses Mal wurde meinem Freund schlecht. Ich konnte nicht schlafen und ach alles doof. Vier Stunden später kamen wir dann endlich wieder in Auckland an.

Seit unserer letzten Einreise hatte sich einiges getan und es ging super schnell, denn es gab die Passkontrolle-Automaten. Yay! Unser Gepäck kam auch ganz schnell. Und war ja klar, meins wurde doppelt gecheckt, zumindest war ein Aufkleber drauf.

Dann sind wir auf Mietwagensuche.

Kleiner Tipp: es gibt die großen und bekannten Mietwagenanbieter direkt am Flughafen. Die haben aber auch ihren Preis. Wir sind dann mit einem Shuttle 10 Minuten (wegen dem Stau) raus gefahren und haben über $200 gespart bei zwei Tagen Anmietung.

Wir hatten ein Auto und los ging es. Die längste Anreise war noch nicht vorbei. Noch eineinhalb Stunden Autofahrt standen uns bevor. Es war mittlerweile Donnerstag Abend 18 Uhr (in Deutschland 8 Uhr morgens). Gegen 20 Uhr kamen wir dann in der Unterkunft an. Gepäck abgeliefert. Zu Pizza Hut gefahren, TV an, geduscht und gechilled.

Die längste Anreise war überstanden. Und wir waren endlich wieder in Neuseeland. Die Menschen haben uns freundlich empfangen, sie sprachen alle englisch, die Unterkunft (ein Motel) ist super sauber und total schön und alles ist perfekt.

Die längste Anreise unserer Weltreise über 36 Stunden on tour. Dreimal umsteigen. 4 Zeitzonen haben wir durchquert. Das sollte reichen. Und für uns war es das letzte Mal, dass wir solch eine Anreise gemacht haben.

 

Khao Lak

Weniger früh und weniger stressig ging es dann von Bangkok Don Mueang nach Phuket bzw. Khao Lak.

Unsere Airpass Flüge waren komplett aufgebraucht und somit haben wir mit Gepäck ca. 45 Euro für den Flug von Bangkok nach Phuket bezahlt. Eigentlich wollten wir nach Koh Samui, aber da der Rückflug von Koh Samui nicht so oft geht wie von Phuket und wir unsere Weiterflüge auf die Cook Islands nicht riskieren wollten, haben wir uns doch für Phuket entschieden.

Aber weil wir weniger Trubel wollten und einfach ein bisschen mehr Erholung und Entspannung suchten, sind wir ins nördlich gelegene Khao Lak gefahren.

Nach einer guten Stunde Flug durften wir dann noch zwei Stunden mit dem Van fahren. Wir haben den Transfer im Vorfeld gebucht. (Wegen der aktuellen Debatte wegen Werbung oder nicht Werbung, warte ich jetzt noch die Antwort des Unternehmens ab! Spätestens in dem Roomtour Bericht zum Hotel werde ich es dann evtl. namentlich erwähnen.)

Wir sind recht spät im Hotel angekommen und haben deshalb auch dort gegessen.

Das Essen war okay, nicht so mega lecker wie in Bangkok und die Portionen waren auch nicht so groß, aber für ein Hotel war es gut.

Die nächsten Tage verliefen wirklich immer und immer wieder gleich ab:

  • Aufstehen
  • Kaffee trinken
  • Blogbericht schreiben
  • frühstücken gehen (war weniger spektakulär)
  • eincremen
  • Pool/Strand (wobei eher Pool wegen mir und weil am Strand keine Liege und vor allem kein Schatten war)
  • Blogbericht schreiben / Bilder bearbeiten (am Pool 😀 )
  • duschen
  • umziehen
  • Essen gehen
  • Blogbericht schreiben
  • Tatort gucken

Wir haben aber diese eine Woche in diesem Rhythmus wirklich gebraucht. Einfach mal die Batterien wieder aufladen. Sachen aufarbeiten und die Seele baumeln lassen.

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich sehr viele Berichte in dieser einen Woche hochgeladen und ich habe auch alle Bilder bearbeitet bekommen. Auch diese habe ich hochgeladen und wieder heruntergeladen. Noch mehr hatte ich mich gefreut, dass ich noch per Zufall einen weiteren USB Stick gefunden habe. Somit hat sich das Thema Speicherplatzproblem endgültig für diese Reise erledigt. Denn ich konnte mein Handyspeicher leeren und auch von der Cloud.

Ich war aber auch total motiviert einiges abzuarbeiten, weil ich ja weiß, dass ich nicht gerade viel Zeit habe in Deutschland mich wieder einzuleben. Und diese Zeit möchte ich wirklich mit der Familie und Freunden verbringen und dann nicht viel über die Reise nachdenken und schreiben. Also ich mache das ja gerne, aber wir werden am 30.11.2017 in Frankfurt landen und am 1.12.2017 werde ich wieder anfangen zu arbeiten. Also das meine ich mit nicht viel Zeit. Bei mir geht es lückenlos weiter. Was sehr schön ist und ich auch sehr glücklich darüber bin. Ich war es schon als ich quasi über den Wolken den Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

So nun aber zurück zu Khao Lak. Die Tage vergingen super schnell. Khao Lak an sich ist ein sehr touristischer Ort. Viel zu entdecken gibt es hier direkt nicht. Man kann aber wie immer verschiedene Tagesausflüge machen.

Jetzt hatten wir aber unsere tolle Diamond noch immer im Hinterkopf und wir wollten Batterien aufladen, also stand für uns fest: keine Ausflüge.

Wir sind einmal zum Markt gelaufen. Das war heftig. dreieinhalb Kilometer ist ja nicht viel, aber in der staubig trockenen Luft und vor allem bei der Hitze war das schon anstrengend. Auf dem Markt selbst war es nicht so super spannend. Frisches Obst und Gemüse, aber auch frisches Fleisch und frischer Fisch. Und mit frischem Fisch meine ich so frisch, dass der noch lebte.

Außerdem gab es hier die tollen Insekten.

Probiert haben wir sie nicht – keine Angst. Wir sind zwar kulinarisch bisher ohne Scheu an viele Dinge heran, aber so was- nein danke. Ich habe mich schon für ein Bild überwinden müssen.

Es hätte ja sein können, dass so ein Vieh nicht ganz fritiert wurde und mich anspringt oder so. 😀

Es gab auch wieder die Tischdecken für das Thairestaurant. Also haben wir wieder nach dem Preis gefragt, Bilder gemacht und weitergeleitet an Neuseeland. Denn eine Antwort hatten wir noch immer nicht. Und siehe da, sie wollten es auch nicht mehr wegen der Versandkosten. Mir war es schon klar, als wir tagelang nichts von ihnen hörten, aber naja.

Mehr spannendes haben wir in Khao Lak nicht erlebt. Aber böse drum waren wir auch nicht. Wir haben ein bisschen Urlaub auf der Weltreise gehabt. Und ob ihr es glaubt oder nicht, das viele Reisen strengt mehr an, als arbeiten gehen.

Weiter ging es dann mit dem Taxi von Khao Lak zurück nach Phuket, mehr dazu im nächsten Bericht.

 

One night in Bangkok

Naja one night in Bangkok war es nicht, eher 6 Tage aber auf zwei Unterkünfte gesplittet.

Wir wurden von meinem ehemaligen Arbeitskollegen eingeladen bei seiner Schwester zu übernachten. Da sagt man natürlich nicht nein.

Gegen Nachmittag sind wir für 1700 THB zwei Stunden durch die Gegend gefahren. Naja genauer gesagt von Pattaya nach Bangkok. Die Fahrerin hatte keine Ahnung wo sie hin musste und es schien auch eher ein Kindertransportwagen gewesen zu sein als ein Taxi. Egal.

Wir kamen dann irgendwann in Bangkok an. Die Schwester meines ehemaligen Kollegen hatte für uns typisches Thai Essen gekauft und sich gefreut, dass wir scharf essen können. Das Essen war lecker. Das kleine Hindernis was wir hatten, die Schwester und ihr Sohn sprachen kaum englisch und wir überhaupt kein Thai. Aber mit Händen und Füßen und Gesten geht alles. Wir haben noch einen Moment Fernseh geschaut und dann sind wir auch schon ins Bett.

Am nächsten Tag hatte sie uns dann ein Taxi gerufen und uns gesagt, wo wir die Sachen für das Restaurant in Neuseeland kaufen konnten. Wir haben uns also ins Taxi gesetzt und sind in eine Shopping Mall. Aber diese Shopping Mall war gar nicht so unser Geschmack. Die war wirklich mehr für Leute die landestypische Ware einkaufen mussten und in größeren Mengen.

Wir kamen bei einer Schneiderin vorbei, denn ich wollte mir unbedingt ein typisches Thaikleid anfertigen lassen. Als wir ihr sagten, dass wir noch 4 Tage da sind, sagte sie so etwas wie dass sie das nicht schafft in der kurzen Zeit. Und ständig kam eine Anspielung auf meine Maße.

Thai Frauen sind nämlich ALLE total schmal. Hier gibt es keine dicken Menschen… von wegen!

Es war schon heftig, was man sich in diesen Geschäften gefallen lassen musste. Und ich finde da ist ein riesen Unterschied ob man selbst sagt, dass man etwas mehr Speck auf den Rippen hat oder ob man gesagt bekommt, dass man so kein Kleid bekommt, weil man zu dick ist. Denn ja die Thais sind auch sehr direkt.

Anyways, mir hatte das alles nicht zugesagt, was sie da raus gesucht hatte und deshalb war ich froh als sie sagte, dass sie es zeitlich nicht schaffen würde.

Die Sachen fürs Restaurant haben wir fotografiert. Free Wifi ist hierzulande echt rar. Bei KFC hätte man sogar die Reisepassaten angeben sollen – für ins wifi? Nie im Leben.

Wir haben dann noch einen DHL Shop gefunden und für den Versand nachgefragt. Denn eines war sicher, wir nehmen diese Sachen nicht in unserem Gepäck mit. Zum einen wegen der Versicherung und zum anderen, weil wir vielleicht selbst auch noch etwas einkaufen wollten. Und dann, wir haben einen Tag in einer uncoolen Mall verbracht für deren Sachen. Freundlichkeit hin oder her, aber irgendwann hört auch die Gutmütigkeit von mir auf.

Am Abend sind wir wieder zurück gefahren und Nut war ganz happy, dass wir es geschafft haben. Wir hatten ihr noch ein kleines Dankeschön in dieser Mall gekauft. Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter in die Stadt hinein Richtung Silom. Leider konnten wir uns persönlich nicht mehr verabschieden, aber wir haben meinem ehemaligen Kollegen noch einmal geschrieben und herzlich bedankt.

Endlich wieder Hotel und endlich wieder Internet.

Mein Freund ist natürlich direkt wieder auf Futtersuche im Internet. Und er hatte zwei Straßen weiter ein so tolles Lokal entdeckt. Es war so mega lecker und so ober mega günstig. Landestypisch, lecker und günstig. So was hatten wir seit Chiang Mai nicht mehr. Und in dieses Lokal sind wir auch jeden Tag gegangen. Und egal was wir bestellt haben, es war immer super lecker und wir haben nie mehr als 4€ gezahlt inkl. Getränke.

Papaya und Chili Mix für 50 Cent

Danach gab es dann immer noch Obst. Hier kriegt man für 0,50 € Obst in einer Tüte und dazu gibt es entweder ein Salz-Zucker-Gemisch oder Salz-Zucker-Chili Gemisch. Und das schmeckt ultra lecker in der Kombi mit dem kalten Obst. Das wird auf jeden Fall zu Hause wiederholt.

Per Zufall sind wir an einem Schneider vorbei der innerhalb von 12 Stunden anfertigt.

Also gingen wir hinein wegen meinem Kleid. Er sagte, dass er ja nach Maß schneidert und dass es kein Problem sei. Ich wollte es schlicht und einfach und so habe ich mir einen dunkelblauen Stoff ausgesucht und dazu gab es dann ein bisschen Gold an den Rand. Meinem Freund wollte er natürlich auch etwas anbieten und auch er hatte sich dann dazu entschlossen. Er bekommt einen Anzug. Der Preis war vollkommen in Ordnung. 9500 THB haben wir zusammen gezahlt. Und das Ergebnis ist zufriedenstellend. Zwar habe ich meine schlichten Knöpfe nicht bekommen, aber die kann man ja zur Not immer noch dran machen.

So gingen unsere Tage schneller in Bangkok rum als uns lieb war. Wir hatten ein tolles Lokal in dem wir uns richtig satt essen konnten. Das Streetfood Angebot war riesig und alles hat gepasst. Aber Sightseeing, darauf hatten wir verzichtet, denn das Wetter war alles andere als schön. Es hatte richtig heftig gewittert. Und so hatten wir uns ein paar ruhigere Tage gemacht.

Eine Sache wollte ich aber unbedingt sehen und das war das Unicorn Café.

Das Einhorn Café war in nicht so einer schönen Gegend, versteckt in einer Seitenstraße. Mein Freund hatte es mal im Fernsehen gesehen. Da sah es aber noch wesentlich schöner aus. Die Möbel sind zerrissen, die Kuscheltiere verbabbt und dreckig und irgendwie hatte mir das „Glitzer“ gefehlt.

Die Einhorntorte sah echt lecker aus. Crepetorte. Aber geschmeckt hat sie nach gar nichts. Immerhin war der Cappuccino gut gewesen. Und so sind wir 10Minuten und 270THB ärmer wieder raus. Die Bedienungen waren nicht nett und ach alles doof. Für diese 270 THB hätten wir einmal zu Abend essen können mit Vorspeise und Getränke. Aber was solls.

Es scheint, dass einfach alles, was für Touristen ist, eine reine Abzocke ist. Die Torte war ihr Geld nun wirklich nicht wert. Aber egal. Wir haben es gesehen und gut ist.

Am letzten Tag konnten wir dann noch das Kleid und den Anzug abholen und es hat perfekt gesessen. Wir waren überglücklich und hatten wieder eine Sache von der Bucketlist streichen können.

Leider hatten wir noch immer keine Antwort bekommen, ob denn die Versandpreise so in Ordnung seien für das Restaurant. Und somit hatten wir einen Tag in einer ollen Mall verschwendet und unnötig Taxigeld ausgegeben. Wir waren sehr enttäuscht, aber nun gut.

Wir waren eigentlich 6 Tage in Bangkok, viel gesehen haben wir nicht. Aber wir fanden es trotzdem schön dort. Das Hotel war super, das Essen war mit Abstand das beste Essen unserer gesamten Reise bisher und wir haben uns wieder einen kleinen Traum erfüllt.

Chiang Rai und das Goldene Dreieck

Meine Bedingung war es, wenn wir schon in die nördlichere Region reisen, dass wir uns auch Chiang Rai und das Goldene Dreieck anschauen.

Gesagt, getan haben wir einen Tagesausflug dort hingebucht. Ursprünglich geplant war eine Übernachtung in Chiang Rai zu machen. Gott sei Dank, hatte ich mich schnell von diesem Gedanken verabschiedet. Einfach aus Bequemlichkeit.

Wir wurden morgens um 7 Uhr an der Unterkunft abgeholt. Und nach uns noch viele weitere. Ich hatte gerade zu meinem Freund gesagt, dass sich die „Reiseleitung“ ja ruhig mal hätte vorstellen können. Als wir die letzte Mitreisende abholten.

Das englisch der Reiseleitung war bombastisch…schlecht. Ihr name: Diamond. Oh mein Gott. Zuerst hatte ich Dämon verstanden- was durchaus zu ihr gepasst hätte. Aber als sie dann sagte: „yea, shine blite like a diamon“ wusste ich was sie meinte. Die Thailänder verschlucken gerne die Endungen und sie hatte noch dazu ein „R“ Problem.

Nun gut, sie erklärte uns dann den Tagesablauf für nach Chiang Rai und das Goldene Dreieck.

 Der erste Halt waren die Hot Springs. Da wir in Rotorua waren, war das für uns keine Neuheit. Aber dass sie dort Eier kochten und eben Eier in Körbchen verkauften, das war mir neu.

Danach ging es weiter zum „White Tempel“. Und wisst ihr warum der weiße Tempel, weißer Tempel genannt wird? Wegen der weißen Farbe. Wow! Uns wurde in diesem Moment klar, wir haben die beste Reiseführerin überhaupt. Mehr hatte sie auch dazu nicht erklärt. Außer dass die Toiletten dort ein Highlight sind. Und warum? Diese sind nicht weiß, sondern gold.

 

Vorneweg ist zu sagen, dass man auch in Thailand angemessen Kleidung tragen muss, um in einen Tempel gehen zu dürfen. Ich hatte mir extra dafür eine Aladdin Hose für umgerechnet 3€ geholt, wie sie hier an jeder Ecke zu kaufen gibt.

Keine Ahnung was das darstellen sollte, denn unsere tolle Reiseleitung wusste es auch nicht.

Es waren massen vor diesem Tempel. Bilder machen war eine Katastrophe. Im Tempel selbst durfte man keine Bilder machen. Aber es war wirklich atemberaubend schön. Eben ganz anders auch zu unseren Kirchen.

 

 

 

Wir haben uns dann noch die Toiletten angeschaut und die Anlage und sind dann wieder zum Treffpunkt. Denn wirklich viel Zeit hatte man nicht.
Hellboy und Gollum waren wohl auch schon da 😀 Im Hintergrund sieht man auch das stille Örtchen…

Danach gab es Lunch. Ich hatte mich gerade von der Lebensmittelvergiftung erholt und angefangen „normal“ zu essen. Und das Essen war so ekelhaft. Mir war schlecht nur vom hinsehen und ich habe einen Löffel von meinem Fried Rice probiert und habs gerade stehen lassen. Mein Freund hatte sich eine Nudelsuppe geholt, die mindestens genauso eklig war. Aber das schlimme war einfach, dass es dort zuging wie in einer Irrenanstalt. Massen die alle fressen wollten. Sorry für diesen Ausdruck, aber es gibt dafür keine bessere Beschreibung.

Die Sitzreihe vor uns, aus unserer kleinen Gruppe, kam aus Myanmar. Naja eigentlich aus New York City 😀 Sie haben dort auch nichts gegessen und haben sich einfach nur geärgert.

Weiter ging es dann zum Blue Tempel. Und jetzt kommts. Wisst ihr warum man den blauen Tempel, blauen Tempel nennt? Ja richtig, wegen der grünen Farbe. Spaß beiseite. Wir kamen uns echt veräppelt vor. Mehr gab es wieder nicht zu diesem Tempel. Außer dass er wohl recht neu ist.

Hier durfte man auch Fotos drin machen. Nicht ganz so schön wie der andere, aber trotzdem auch noch schön.

 

Es war glühend heiß und wer war natürlich nicht eingecremt? Richtig, mein Freund und ich. Da kamen Erinnerungen an Mexiko auf. Aber zum Glück waren wir die meiste Zeit irgendwo drin oder aber vor allem im Auto. Denn auch für den Blue Tempel hatten wir nur 15 Minuten maximal Zeit.

Die Fahrt dauerte dieses Mal etwas länger und der nächste Halt war das Black House. Ich erspare euch jetzt die Frage, denn wir sind aus allen Wolken gekippt als sie das wieder mit der Farbe erklärte.

Ich fand es gar nicht toll und es hat mir überhaupt nicht gefallen. Für mich war das keine Kunst. Mein Freund fand es ganz toll. Er findet aber auch Krokodilleder ganz toll. Aber keine Angst – sowas kommt mir nicht ins Haus.

Man kann sich das so vorstellen. Es soll eine Kunstausstellung sein. In dieser Kunstausstellung sieht man Gebeine eines Elefanten, Geweihe und eben keine Ahnung wieviele gehäutete Schlangen und Krokodile. Ganz toll. Kann ich gerne drauf verzichten. Und als ich dann noch das Wolfsfell mit Kopf auf dem Tisch gesehen habe, war mir schlecht und ich wollte nur noch weg. Pfui.

War aber klar, dass wir dort dann ausnahmsweise 45 Minuten Zeit hatten oder? Oder es lag vielleicht daran, dass es dort auch ein Café gab…wer weiß.

Den nächsten Halt haben wir abgelehnt. Es ging zu einem Dorf in dem die sogenannten „Long Necks“ leben. Einem Stamm die sich zig Ringe um den Hals legen und damit dann verlängern. Wir hätten dafür extra zahlen müssen und vor allem waren wir schon bedient, als wir die Gegend gesehen hatten. Die erinnerte uns zu stark an Indonesien. Überall kranke, verkrüppelte und heruntergekommene Streuner. Müll lag überall herum, es hat bestialisch gestunken und wir waren einfach bedient.

Zum Glück aber hatten wir uns am Vortag in unserem Supermarkt selbst ein Lunchpaket zusammen gestellt. Man könnte meinen, ich hätte es geahnt.

Wir blieben also im Auto. Es war heiß und das Auto musste ausgemacht werden. Das macht gar nichts so lange ich nicht da raus muss. Wir hatten uns ein Bananenbrot gekauft und dieses war in einer Papierschale. Ich hatte dann diese leere Papierschale, an der wirklich nur noch Krümel waren, in einen Müllsack geworfen. Wir fuhren los als ich sah wie ein Streuner diese Papierschale gefressen hat. Papier? Und die anderen haben zugesehen und sich darüber noch köstlich amüsiert. Mir wurde schon wieder schlecht. Warum gibt man solchen Tieren dann nicht einfach einen Gnadenstoß, wenn man sich einen Dreck drum kümmert?

Jetzt hatten wir eine Weile zu fahren. Dann kamen wir endlich am Goldenen Dreieck an. Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Früher gab es wohl auch Tagestouren, wo man nach Myanmar durfte. Aber diese haben sie vermutlich wegen des Schmuggels raus genommen. Wir sind dann dort entlang haben uns die Gegend angeschaut. Sind unter dem Elefant durchgelaufen, damit wir ein langes Leben vor uns haben und haben uns zum Glück noch ein Eis gekauft. Man nennt es das Goldene Dreieck weil hier Myanmar, Laos und Thailand aufeinander treffen und nur durch den Mekong getrennt werden.

Und nach 20 Minuten ging dann auch die Fahrt wieder zurück. Man hätte auch noch eine Bootsfahrt auf dem Mekong machen können, aber dann wäre man länger unterwegs gewesen oder wie auch immer unsere Diamond hatte auch nicht wirklich danach gefragt, also war es eh egal.

Unser Tipp: schaut bei solchen Tagesausflügen nicht unbedingt auf den Preis. Eine gescheite Reiseleitung ist Goldwert. Wir wussten nach der Tour genauso viel wie vor der Tour und mussten uns alles selbst heraussuchen. Und vor allem wurden wir mehr durch die Gegend gescheucht, als das wir uns in Ruhe die Sehenswürdigkeiten anschauen konnten. Das war wirklich sehr schade.

Wir saßen dann noch 5 Stunden in dem extrem klimatisierten Van und sind wieder nach Chiang Mai gefahren. Um kurz vor 9 waren wir wieder in der Unterkunft. Zu kaputt um noch was essen zu gehen sind wir einfach nur noch in unser Zimmer, haben die Rucksäcke fertig gepackt und ins Bett. Denn am nächsten Tag ging es früh morgens für uns weiter  nach Pattaya.

Chiang Mai

Endlich sind wir in Thailand angekommen und unser erstes Ziel war Chiang Mai.

Wir hatten uns dummerweise in Malaysia kein Geld mehr gewechselt. Wir hatten noch ein paar Indonesische Rupiah und wollten diese in Thailändische Baht umtauschen.

Gesagt getan. Immerhin hatten wir ein klitzekleines bisschen Bargeld. Wir haben uns als erstes um ein Transportmittel gekümmert. Denn hier wird man nicht von Taxifahrern überrumpelt, sondern es gibt viele kleine Ständchen an denen man sich informieren kann. Es gibt Shuttlevans, auf die man warten muss, bis genügend Leute sich dazu entschlossen haben. Aber wir hatten Glück und sind für die Hälfte des Preises zu unserer Unterkunft gebracht worden.

Wir waren noch immer total fertig von der einen Nacht am Flughafen und der eigentlich langen Anreise. Zum Glück durften wir noch etwas frühstücken und dann sind wir nur noch ins Bett gefallen.

Nachmittags wollten wir uns etwas zu essen holen, mussten aber zuerst noch Geld abheben.

BITTE BITTE! Wenn ihr nach Thailand reist – nehmt genügend Bargeld mit! Die ATM Gebühren sind super teuer!

Die ATM’s sahen alle nicht sonderlich einladend aus. Sie standen ungeschützt mitten auf der Straße. Aber so sind sie überall in Thailand, wie wir heute wissen. Das gemeine daran ist aber, dass jede Bank 220 THB zusätzlich als Gebühr verlangt. Das funktioniert so: ihr wollt 5.000 THB abheben, es werden aber nicht nur 5.000 THB abgebucht, sondern die Gebühr wird als Abbuchungsbetrag gesehen. Also wird an eure Heimatbank 5.220 THB abgebucht und dafür zahlt ihr dann noch zusätzlich den Prozentualen Betrag X oder eben die Mindestgebühr von 5 Euro oder so (das ist ja bekanntlich von Bank zu Bank unterschiedlich). Und weil wir das nicht glauben konnten, dass das jede Bank macht, haben wir sämtliche Thailändische Banken getestet. Jede Bank hat diese Gebühr.

Wir hatten aber noch immer ein paar Instantnudeln aus Indonesien und haben uns dann nur Getränke gekauft. Dafür reichte das Geld noch. Es hatte dann auch schon angefangen zu schütten. Blitz und Donner waren auch dabei. Also sind wir zurück in die Unterkunft.

An den Stadtmauern haben wir auch die Ninja Turtles gesehen 😀
Unser erster Tag in Chiang Mai war deshalb so halb zufriedenstellend. Die Geldbeschaffung hatte uns genervt, das Internet war nicht so dolle und vor allem hatten wir uns auf leckeres Thaiessen gefreut und es wurden wieder nur Instantnudeln.

Am nächsten Tag sind wir dann als erstes in eine Shoppingmall. Naja eigentlich nur, weil mein Freund etwas wegen unserer Bargeldnot herausgefunden hatte. Wir haben dort auch einen ganz tollen Supermarkt entdeckt und alles war wieder gut. Naja so halb. Wir waren wieder einmal tratschnass bis auf die Unterhose. Das Wetter in Chiang Mai war nicht sonderlich freundlich zu uns. Und die Geschäfte werden so derart heruntergekühlt, dass eine Erkältung vorprogrammiert ist.

Unser Tipp für Thailand: nehmt euren Reisepass und eure Kreditkarte und geht zu einer Bangkok Bank! Aber es muss eine Filiale sein, die ein Currency Exchange dabei stehen hat. Dort könnt ihr dann Bargeld abheben ohne diese ollen 220 THB extra zu zahlen. Wir hatten zwar keinen super Wechselkurs, aber die ANZ hat uns keinerlei Gebühren berechnet.

So, wir hatten also Geld, haben uns einen leckeren Snack gegönnt und sind dann mit unserem Einkauf zurück zur Unterkunft. Wir waren wieder glücklich. Und es wurde sogar noch besser, als wir ein richtig leckeres Thai essen gegessen hatten. Mein Freund ist wirklich super in der Recherche von Lokalen. Wir haben bisher (außer in Indonesien!) immer gut und trotzdem günstig gegessen. Aber vor allem auch Landestypisch. Und auch wenn wir bereits einige Wochen in Asien unterwegs waren, hing uns das asiatische Essen nicht zum Hals raus. Außer eben das komische Nasi Goreng aus Indonesien.

 

Gut gestärkt sind wir dann los marschiert und haben uns Chiang Mai angeschaut.

Unsere Unterkunft war direkt in der Altstadt. Man sieht auch überall noch Teile der Mauer. Wir hatten uns schon gewundert, warum es auf der Karte immer ein Quadrat ist. Die Altstadt ist wirklich ein Quadrat. Umgeben von eben diesen Mauern und einem Flussgraben.

Einige Tempel und viele Schritte später haben wir uns dann noch spontan entschieden auf den Nachtmarkt zu gehen.

Der Nachtmarkt in Chiang Mai ist riesig, sag ich euch. Und hier kann man sowohl die verrücktesten Sachen Essen, als auch Kleidung, Souvenirs etc. kaufen. Und was wir auch leider erst heute wissen und damals nicht wussten: in Chiang Mai bekommt man einfach alles viel günstiger als in anderen Orten Thailands.

Fix und fertig sind wir dann irgendwann spät Abends in die Unterkunft gekommen. Eigentlich wollten wir gar nicht so lange bleiben. Denn am nächsten Tag haben wir einen Tagesausflug nach Chiang Rai und das Goldene Dreieck gebucht.

Eine Nacht am Flughafen

Der Tag war endlich gekommen und wir konnten Lombok hinter uns lassen.

Es war der erste Tag an dem das Essen drin blieb und ich keine Krämpfe mehr hatte. Iberogast und die Matschbananas haben ihre Arbeit geleistet. Dazu gab es immer noch den künstlichen Orangensaft mit Salz gemischt. Ich war so glücklich. Ich hatte wirklich Angst vor dem Flug und der Tatsache, dass es mir so schlecht ging.

Wir wurden früh morgens am Hotel abgeholt. Ein letztes Frühstück, ein letztes Mal Bananapancakes in Indonesien. Halleluja. Aber wir hatten eine Nacht am Flughafen zu überstehen.

Das schönste an unserem Indonesienaufenthalt war definitiv der Flug von Lombok nach Kuala Lumpur. Wir sind über die Gili Inseln geflogen, an Bali und seinem ollen Vulkan Agung vorbei und einfach nur über ein wunderschönes Meer. Der Flug war wirklich traumhaft, wie aus dem Bilderbuch.

 

 

In Kuala Lumpur hingegen hatte es geschüttet wie aus Kübel und es war grau.

Weniger schön, aber wir wollten eh die eine Nacht am Flughafen bleiben und nicht raus gehen. Die Fahrerei wäre einfach zu lang gewesen. Und auch wenn es nur ein paar Euros sind für in die Stadt zu fahren und wieder zurück, es sind ein paar Euros die einfach nicht sein mussten.

Wir haben uns als erstes KfC gegönnt, einfach weil es in Malaysia echt gut schmeckt und von Nasi Goreng & Co. hatten wir so die Schnauze voll.
Dieser „Teppich“ wurde aus Reiskörnern angefertigt

Nach unserem kleinen Snack sind wir durch die Shoppingmall gebummelt und haben uns den Flughafen genauer angeschaut. Man kann in KLIA2 so viel machen. Aber Schlafplätze sind wirklich eine Fehlanzeige. Wir hatten bei der Ankunft damals das Capsule Hotel gesehen und das wollte ich die ganze Zeit schon mal ausprobieren. Aber diese Preise dort gehen nach Stunden und sind außerirdisch. Also haben wir es gelassen.

Die Zeit ging recht schnell rum. Blöd war nur, dass man das Gepäck nicht abgeben konnte, wir mussten bis drei Stunden vor Abflug warten. Oh man.

Wir haben in einer Spielecke ein paar Körbe geschmissen und andere Kinderspiele gespielt. Und das umgerechnet für ein paar Cent. Leider hatte die Anzeige nicht ganz funktioniert, aber eins steht fest: mein Freund und ich müssen das ganz dringend noch einmal wiederholen. Denn ich habe gefühlt mehr Körbe geworfen. 😀

Die Geschäfte machten nach und nach zu und für uns war es auch schon wieder Zeit, auf Futtersuche zu gehen. Dieses Mal Mc Donalds. Ja wir haben uns super gesund ernährt, die eine Nacht am Flughafen. Aber wisst ihr wie gut so ein Burger schmeckt, wenn man zweieinhalb Wochen gar kein Fleisch gegessen hat? Der Wahnsinn sag ich euch.

Dann kamen die letzten drei Stunden. Die haben sich gezogen wie Gummi. Wir waren müde und nirgends konnte man sich hinlegen oder hinsetzen. Alles war belegt. So toll der Flughafen KLIA 2 auch ist mit seiner Shoppingmall, den Restaurants etc., aber es mangelnd definitiv an Sitzplätzen.

Es war so weit und die eine Nacht am Flughafen neigte sich dem Ende zu. Wir durften endlich einchecken. Wir sind direkt durch die Sicherheitskontrolle in der Hoffnung, dass es dort Liegeplätze oder wenigstens mehr Sitzplätze gab. Fehlanzeige. Auch der Zeitvertreib war nicht drin, denn alle Geschäfte waren noch geschlossen.

Wir hatten aber dennoch mal wieder Glück gehabt, denn wir waren die ersten an unserem Gate und hatten immerhin Sitzplätze. Die letzten zwei Stunden. uiuiuiui. Wir waren so geschlaucht.

Als wir dann im Flieger nach Chiang Mai saßen dauerte es keine 5 Minuten und wir waren eingeschlafen.

Wir hatten es geschafft, die eine Nacht am Flughafen war endlich überstanden. Aber warum das alles? Wir hätten auch einen späteren Flug von Lombok nach Kuala Lumpur nehmen können und somit die Zeit etwas verkürzen. Aber AirAsia ist nicht gerade die zuverlässigste Airline und wir wollten ganz sicher nicht irgendwo an einem Mini Flughafen festsitzen. Außerdem hatte es uns nur Zeit gekostet und Energie. Viel Energie. Aber kein Geld. Wir werden eine ähnliche Situation wieder haben, wenn wir zurück nach Neuseeland fliegen, aber dieses Mal über den Tag und das ist dann wesentlich angenehmer.

Schlimm, schlimmer Lombok!

Schlimm, schlimmer Lombok!

Das trifft es absolut auf den Punkt. Lombok ist für uns eindeutig die Insel der Superlative. Und garantiert nicht im positiven Sinne. Ich kann auch verstehen, wenn andere Lombok als das Inselparadies sehen, aber sicherlich nicht, wenn sie so viel schlechtes dort erlebt hätten, wie wir.

Es hatte alles damit angefangen, dass ich eine Lebensmittelvergiftung auf den Gilis mir zugezogen hatte. Natürlich schreit der Körper nicht sofort: Lebensmittelvergiftung. Es hatte alles mit der Allergie des Jahrhunderts angefangen. Ich war regelrecht ein Riesen Streuselkuchen.

Wir sind früh morgens aus dem „Hotel“ und zum Hafen. Die Tante an dem Schalter unfreundlich wie die Wutz. Aber, drauf gepfiffen, wir reisen ja eh ab. Die Touris die abreisen, die kann man ja schlecht behandeln. Es kam ein Boot an oder so. Ich sagte noch zu meinem Freund, dass wir damit sicherlich fahren werden. Er lachte und sagte nur „hoffentlich nicht“. Und was denkt ihr, wer recht hatte?

Wir mussten durch das Wasser und ins Boot klettern. Und das mit einem Rucksack und Handgepäck. Aber wir haben es geschafft. Einen richtigen Einstieg sucht man hier vergebens.

Wir haben zum Glück sogar noch einen Sitzplatz bekommen, andere durften stehen. Oh man. Die Überfahrt dauerte nicht lange.

Dann kamen wir an. Wie immer unzählige Menschen die einen anschreien, um ihr Angebot los zu werden für einen Transfer. Einer half mir vom Boot. Das Wasser war dreckig und ich war gar nicht happy. Der Typ, der mir vom Boot half, wollte, dass wir auf eine Pferdekutsche steigen. NO WAY! Nicht mit mir. Ich habe so lange hin und her diskutiert und trotzdem wollte er uns fahren. Aber als ich dann sagte, dass ich für diese Kutschfahrt kein Geld zahle, hatte er uns endlich in Ruhe gelassen. Weil eines ist ganz sicher „NO MONEY“ versteht kurioserweise jeder.

Also war ich wieder total genervt. Voller Allergie. Die Nerven blank. Ich wollte nur noch zu unserem gebuchten Transfer und ins Hotel. Mir ging es richtig schlecht. Ich hatte das Gefühl innerlich zu vertrocknen. Wir kamen dann am Café Lombok an und ein Typ hatte meinem Freund etwas ganz hektisch erzählt und ihn gebeten Platz zu nehmen. Er nahm das Ticket und auf einmal war er weg. Oh man, nicht schon wieder. Das waren meine Gedanken. Ich fragte dort die Kellnerinnen, ob sie den Mann kannten. Diese blöden Kühe haben nur dumm gelacht.

Also habe ich mich wieder hingesetzt. Mein Freund hatte Wasser geholt und mir wurde richtig übel. Die Allergie juckte wie verrückt.

Nach 15 Minuten ohne diesen Typen zu sehen, wollte ich die Mädels noch einmal fragen. Da kam aus dem hintersten Eckchen ein anderer Typ der mich direkt anfauchte. Mein Nerven waren blank und ich lasse mich von niemandem derart angehen. Kurzum wurde ich des Cafés verwiesen. Ich habe gekocht vor Wut. Aber ich wurde mir dessen bewusst, dass ich nur eine unter vielen bin und ganz sicher war die Polizei hier sehr korrupt. Und eines war sicher, ins Gefängnis wollte ich hier nicht.

Weil aber der kleine Mann mit einer Frau wie mir so gar nicht zurecht kam, musste er in sein Auto. Und als ich mit dem Typen, der mit unseren Tickets abgehauen war, gesprochen hatte, musste der andere seinen Motor voll aufdrehen und „drohte“ mich umzufahren. Angst hatte ich keine, weil ich wusste, dass dieses Würstchen einem eigentlich nur leid tun kann. Aber dafür verschwende ich keine Zeit. Der andere ist auch voll ausgerastet und wollte mich nicht mehr mitnehmen. Ich stand da und habe gekocht vor Wut, mit 30kg Gepäck auf dem Rücken, die Allergie hatte gejuckt und gebrannt wie Feuer, aber ich bin ruhig geblieben.

Zum Glück kam dann ein weiterer Mitarbeiter der mich ins Café Lombok bat. Keine hundert Zebras hätten mich da mehr rein bekommen, ich versuchte ihm zu erklären was passierte und er hatte dafür Verständnis. Wow! Ein Mensch auf Lombok, der Verständnis dafür hat? Der einem zuhört? Und der letzten Endes die Sache noch geklärt hatte? Vielen Dank. Ich habe noch Hoffnung, dass dieses Stückchen Erde vielleicht doch noch ganz gut werden könnte.

Er sagte mir dann freundlich, dass ich als Frau nicht so viel sagen dürfte auf Lombok. Bitte was???

Dieses ganze Theater war nur, weil ich als Frau etwas gesagt habe? Und das im Jahr 2017??? Oh verfluchte *PIEP* ihr könnt euch nicht vorstellen wie geladen ich war!

Schlimm, schlimmer Lombok! Aber sollte das schon das Ende der Superlative sein? Nein natürlich nicht.

Wir wurden dann in die Nähe des Hotels gefahren. Zugegeben, er wäre dort mit dem Minivan nicht hingekommen. Die Unterkunft, für die wir uns entschieden hatte lag mitten im nirgendwo. Umgeben von Müll. So eine Gegend würden wir in Deutschland Gosse schimpfen.

Das Hotel war komplett ummauert und man musste klingeln, um überhaupt hinein zu kommen. Was ein Glück.

Das Zimmer war groß und sauber. Der Polobereich war sehr einladend. Das Frühstück wurde dort zubereitet und Abendessen konnte man sich liefern lassen. Mein Freund hatte mir Hausarrest für den Tag erteilt. Aus Angst ich könnte doch noch in den Knast wandern. Weil ich als Frau meinen Mund auf mache. Pff.

Ich habe den Sonnenuntergang also wieder nur vom Hotel aus gesehen. Aber das war auch okay.

Am nächsten Tag ging die Allergie durch Lotion und Tabletten zurück, aber die Krämpfe und schmerzen ließen einfach nicht nach. Wir sind zum Supermarkt in den Ort. So schnell waren wir noch nie „einkaufen“ und wieder zurück. Wir hatten uns tatsächlich über den Dreck und die Umweltverschmutzung auf Bali geärgert? HAHAHA, wir sind auf der Indonesischen Insel der Superlative, hier sind die Leute nicht nur extrem falsch, extrem unfreundlich oder haben extreme Minderwertigkeitskomplexe, nein hier geht man noch extremer mit der Umwelt um. Man ist extrem egoistisch hier. Mülltonnen für was? Umweltschutz für was? Wir leben im hier und jetzt und das soll nicht mein Problem sein. So kommt mir die Denkweise vor.

Die Kühe, Ziegen und Hühnchen standen auf Müllweiden und haben gefressen. Die versifften und kranken Straßenhunde ebenfalls.

Kann mir bitte jemand erklären, wie man so etwas für gut empfinden kann? Machen andere Menschen an dieser Stelle einfach die Augen zu und ignorieren alles? Nein es tut mir leid, aber nach Lombok kriegt mich niemand mehr.

Für uns hatten sich der Sonnenuntergang und auch die pinken Strände erledigt. Wir haben das Hotel  bis zum Abflugtag gebucht und nicht mehr verlassen. Außer eben um zum Flughafen zu kommen.

In der selbigen Nacht noch ging es mir richtig schlecht. Ich hatte zum Glück in meiner Reiseapotheke Iberogast dabei.

Zum Frühstück hatte ich mir nur noch normale Pancakes bestellt und mir eine Banane zerdrückt. Abends zum Essen habe ich nur noch Pommes oder Knoblauchbrot gegessen. Ich dachte zuerst dass ich wieder eine Glutenallergie bekommen hatte, wegen dem ganzen Stress. Aber nachdem der Pancake mir nichts getan hatte, wusste ich, dass es die Lebensmittelvergiftung war.

Die genaue Ursache wissen wir nicht, aber es muss auf den Gilis passiert sein. So viel steht fest.

Schlimm, schlimmer Lombok! Für uns war es mit Abstand der schlimmste Stopp auf unsrer Reise bisher. Das Essen war eklig, die Umgebung war widerlich nur zum Glück war die Unterkunft gut gewesen. Wir waren aber mit dieser Unterkunft auch etwas über Budget.

Ich möchte an dieser Stelle nur eine Sache gerne klarstellen:

Ich bin eine ehrlich Haut und ich werde mich für nichts und niemandem auf der Welt verbiegen. Und auch wenn es dem ein oder anderen nicht gefällt, wir haben Indonesien so empfunden und daran lässt sich nichts rütteln. Ich hoffe, dass ihr dafür Verständnis habt, dass ich auf meinem Blog mit der knallharten Wahrheit heraus rücke. Ich bin weder eine Umweltaktivistin noch wurde ich für diese Reisen bezahlt. Aber ich bin ein Mensch mit einem gesunden Verstand und ich lebe und teile mir den Planeten Erde mit vielen Lebewesen, nicht nur Menschen. Vielleicht lebe ich auch etwas bewusster als andere, wieder andere leben noch bewusster als ich. Das streite ich nicht ab. Vielleicht haben auch andere wirklich diese Müllberge in Indonesien nicht so wahr genommen oder als derart störend empfunden, wie ich es habe. Das mag auch sein. Mich hat es ganz extrem gestört und deshalb hoffe ich, dass meine persönliche Meinung und meine persönliche Entscheidung mir nicht verübelt wird.

Es ist auch im Leben einer Miss Sandy nicht immer alles nur Friede, Freude Eierkuchen.

 

Gili Trawangan

Gili Trawangan zählt als die Partyinsel der bekannten drei Gili Inseln.

Wegen der Party hatten wir uns nicht für Gili T (Gili Trawangan) entschieden. Vielmehr weil es die größte Inseln ist und man hier eine größere Auswahl an Restaurants etc. hat. Es stand auch überall im Internet, dass man sich genügend Bargeld mitnehmen sollte, weil es kaum Geldautomaten gab. So ein quatsch. An jeder Ecke, in vielen Restaurants und und und gab es überall Geldautomaten und Wechselstuben.

Da wir noch immer unter Schock standen wegen der Unterkunft hatten wir uns auf den Weg gemacht, um nach einem netten Plätzchen für die kommenden Tage am Strand zu suchen.

Außerdem stand natürlich ganz vorne auf der Liste die Turtle Sanctuary. Die kleinen Schildis werden an den Stränden von Gili Trawangan aber auch von Lombok als Ei eingesammelt und in der Aufzuchtstation aufgepäppelt bis sie ca. 7 Monate alt sind.

Ganz toll, wie wir finden. Außerdem hatte es uns echt gefreut, dass es hier nicht nur überall Mülltonnen gab. Es hatte uns auch gefreut, dass diese auch benutzt wurden. Aber vor allem, dass sie aus altem Plastik gebastelt wurden. Beide Daumen hoch. Endlich eine Indonesische Insel die die Situation zu begreifen scheint.

Aber auch hier wurden wir wieder ständig wegen Touren etc. angesprochen. Wir haben 4 Tage die Gilis gebucht und wollten am nächsten Tag wirklich erst mal nur entspannen und nichts tun. Nach dem ganzen Vulkanausbruch hin und her auf Bali, haben wir einfach nur Ruhe gewollt.

Wir haben ein nettes Plätzchen an dem Turtle Point gefunden und somit sollten die kommenden Tage gerettet sein. Wir sind dann aber am gleichen Abend noch weiter gelaufen und haben innerhalb von zwei Stunden die ganze Insel einmal umrundet.

Für den Sonnenuntergang waren wir aber zu geschafft. Wir wollten nur noch etwas essen und wieder ins Bett. Leider.

Es sollte das Restaurant sein, indem wir auch unser Frühstück bekamen. Le petit Gili. Das Essen kam, es war okay. Immerhin bekamen wir als „Hotelgäste“ noch einen Rabatt. Wir sind dann aber doch noch einmal über den Nachtmarkt in der Hoffnung etwas leckeres zu finden. Fehlanzeige.

Am Ende unsrer Kräfte sind wir dann ins Bett und wollten einfach nur noch schlafen. Aber HEY wir sind auf DER PARTYINSEL hier wird die Nacht zum Tag gemacht. Und es war nicht der Nachtmarkt, der uns auf Trapp gehalten hat, nein es waren die Mitarbeiter der Unterkunft und des Restaurants die Halli Galli auf der Straße gemacht haben. Aber als ob das nicht genug gewesen wäre, nein mitten in der Nacht da fängt auch der Muezzin an und ruft zu den Gebeten auf. Herrlich sag ich euch. Wenn man dann gerade wieder eingeschlafen ist, dann fängt der Gute nämlich wieder an und ruft zum Morgengebet auf. Jap.

Recht früh sind wir also zum Frühstück. Das Frühstück hat dem Namen „Le petit“ mehr als alle Ehre gemacht. Satt geworden ist man davon nicht, aber krank, wie wir heute wissen.

Wir waren recht früh am Strand, haben uns einen Knautschsack mit Sonnenschirm für 1,50€ gemietet für den Tag und mein Freund ist mit seiner Schnorchelausrüstung in die weiten des Meeres. Im Laufe des Tages habe ich beobachtet wie die Tagestouren, die uns am Vortag angeboten wurden, genau an diesem Punkt anhielten. Mein Freund hatte eine Meeresschildkröte gesehen und mir ging es schon nicht mehr so gut. Also waren für uns die Ausflüge abgehakt. Denn als wir die Boote gesehen hatten, hatten wir echt keine Lust mehr. Voll, alt und abgenutzt ohne Ende.

Dementsprechend sahen alle Tage auf Gili Trawangan gleich aus. Frühstück, Strand, Abendessen, Bett, paar Stunden geschlafen mit dezenten Unterbrechungen und es ging wieder von vorne los.

Wir haben es nie geschafft den Sonnenuntergang zu sehen, weil wir meistens früh ins Bett sind, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Mit jedem Tag ging es mir schlechter. Aber ich dachte, dass es an etwas anderem liegen würde. An eine Lebensmittelvergiftung wollte ich nicht denken. Wir hatten doch so aufgepasst… aber leider nicht genug, wie es sich später herausstellte.

Speedboat nach Gili

Der Tag war gekommen und wir sind mit dem Speedboat nach Gili gefahren.

Unser Frühstück gab es etwas früher. Zwischen 7 Uhr und halb 8 morgens sollten wir in Ubud abgeholt werden. Meine große Sorge waren die vielen Straßenhunde in Ubud. Ob diese morgens schon herumlungerten? Oder sogar vermehrt, weil es weniger Verkehr ist?

Vollgepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen – hinein ins in Paradies Feeling. Oder so ähnlich.

Bisher hatte ich nur gutes von den Gilis gehört. Und vor allem war man dort von dem Vulkan verschont.

Wir standen wirklich keine fünf Minuten draußen, da kamen schon die ersten Straßenhunde im Rudel auf uns zu. Just in dem Moment kam auch der Transferbus. Mein Gott war ich erleichtert.

Der Bus war voll bis obenhin und die Fahrt schien unendlich. Wir sind wieder einmal durch die Straßen und in weniger touristischen Gegenden. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Anscheinend versuchten die Balinesen ihren Müll in den Touristenstädtchen doch etwas besser in den Griff zu bekommen. Es war so vollgemüllt. Ekelhaft.

Die Nebenstraßen Balis – wunderschön nicht wahr?

Wir kamen am Hafen endlich an. Es war voll. Es war chaotisch und es war ätzend. Kein Mensch wusste was zu tun ist. Kein Mensch wollte Auskunft geben und es war wie auch bei der Anreise. Ich habe dann per Zufall gesehen, dass man sich Sticker holen musste, um dann zur Fähre zu dürfen.

Da saßen tatsächlich Menschen im Sand – ignorieren sie ihre Umgebung?

Wir sind ganz schnell dorthin gelaufen. Zum Glück. Wir haben es wie die anderen gemacht und uns durchgequetscht. Zum Glück. Wir sind noch auf das Speedboat nach Gili gekommen. Zum Glück. All die anderen, die weniger schnell und weniger Glück hatten wie wir, durften mit einem Kutter fahren.

Das Speedboat nach Gili war voll bis oben hin. Das Gepäck wurde einfach nur in eine Kammer geschmissen. Fast zwei Stunden waren wir dort. Die Ankunft auf Gili Trawangang war dann noch mal eine Runde chaotischer.

Mein Freund hatte nicht so viel Glück wie ich. Ich bin schnell mit den ganzen Taschen nach vorne Richtung Ausgang gekommen. Dann musste man an Deck auf einem ganz schmalen Pfad entlang. Und ich mit den ganzen Taschen – na toll. Zum Glück hatte mich meine Balance nicht verlassen. Das Gepäck wurde wieder einmal einfach nur in den Sand geschmissen. Eine Menschenmenge davor. Aber nicht mit unserem. Mein Freund war noch immer an Bord. Ich hatte die schwere Tasche mit Laptop etc. Mein Rucksack kam und ich ließ ihn mir direkt aufziehen. Der Typ schaute mich nur verwundert an. Mein Freund immer noch an Bord. Sein Rucksack kam. Scheiß drauf, den zieh ich jetzt auch noch an. Ich hatte vermutlich 60kg Gepäck auf mir, um mir oder auch einfach nur noch an mir. Der kleine Zwerg Sandy war kaum noch zu sehen, aber unser Gepäck wurde nicht in den Sand geschmissen oder gar geklaut.

Mit dem Speedboat nach Gili
Mein Freund lachte nur als er mich sah. Es war ja auch überhaupt nicht heiß oder so.

Wir hatten uns für eine Unterkunft in der Nähe des Hafens entschieden. Zum einen, weil wir noch einige Ausflüge nach Gili Air und Gili Meno machen wollten und zum anderen weil es auf den Gili Inseln keine motorisierten Transportmittel gibt. Und mit Pferdekutschen fahre ich nicht. Nicht, wenn die Pferde unterernährt und gequält aussehen. Und das tun sie auf den Gilis ganz extrem.

In dem „Hotel“ angekommen wurde uns schon ganz anders. Aber wir wollten ohnehin mehr am Strand sein, als in dem Zimmer. Das Frühstück war inkludiert. Es gab einen Nachtmarkt um die Ecke und das Restaurant hat 24 geöffnet. Aber es sollte noch ein richtig böses Ende nehmen hier auf Gili Trawangan. Aber lest dazu mehr im nächsten Bericht.

Abzocke in Ubud

Wir waren ja quasi schon vorgewarnt, aber dann kam doch die große Abzocke in Ubud.

Als wir den Transfer buchten für auf die Gilis zu fahren, hatte uns die Besitzerin des Homestays auch angeboten einen Tagesausflug zu machen.

Für uns war klar: nach Bali möchten wir so schnell nicht mehr wieder kommen. Und wenn, dann nur für einen Strandurlaub nach Nusa Dua. Wir hatten mehr als genug.

Die Menschen schienen auf den ersten Blick sehr freundlich, aber die Situation mit dem Vulkanausbruch und die Tatsache, dass sie alles nur nett belächelnden, anstatt mit der Wahrheit raus zu kommen, hatte uns gar nicht gefallen.

Die abendlichen Zeremonien wurden immer länger und lauter und es schien aggressiver. Natürlich haben wir kein Wort verstanden, aber wir haben es gehört. Die Balinesen selbst hatten Angst vor einem möglichen Vulkanausbruch, nur wollten sie die Touristen und ihr Geld nicht verlieren. Das ist Fakt.

Wir sind also morgens mit einem privaten Fahrer zuerst zu den Reisterrassen gefahren. Das Wetter war sehr bescheiden, aber okay.

Die Tegalalang Reisterrassen sind eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, neben den unzähligen Tempeln, in Bali. Natürlich konnte man auch hier wieder eine kleine Spende hinterlassen, wenn man Fotos machen wollte. Als ob. Ich mache schon Werbung genug, wenn ich es auf meinem Blog, auf Instagram und Facebook veröffentliche. Ich finde das mehr als frech. Ich könnte es noch verstehen, wenn wirklich was gemacht werden würde, aber so wie es dort aussah, wurde nie wieder etwas gemacht. Wie überall in Bali war auch hier alles sehr stark vermüllt.

Weiter ging es dann zu einer Plantage. Unter anderem für Zimt, Bananen und Kaffee. Und nicht irgendein Kaffee, es war der bekannte Indonesische Kaffee Luwak. Es gibt eine besondere Raubkatzen Rasse, die die Kaffeefrüchte frisst und fast wieder im Ganzen ausscheidet. Die Bohnen werden dann gründlich gewaschen, von der Hülse entfernt, geröstet und gemalen. Und tata man hat den angeblich Weltbesten Kaffee.

Luwak – der beste Kaffee der Welt und ratet mal, wem er so gar nicht gemundet hat. 🙁

Wir bekamen eine kostenlose Kaffee und Teeprobe, aber für den Luwak Kaffee mussten wir umgerechnet über 5 Euro zahlen. Auf Grund der Tatsache, dass wir Reisgebäck bekamen und auch die anderen Sorten gratis testen konnten, haben wir es als nicht soooo schlimm empfunden. Man „durfte“ noch durch den Shop gehen. Zum Glück hatten wir eine gute Entschuldigung, warum wir den Kaffee nicht kaufen würden. Wir haben einfach kein Platz in unserem Rucksack und ich glaube, die Neuseeländer sehen so etwas gar nicht gerne.

Holy Spring Tempel

Die Reise ging weiter zu einem Tempel. Der Eintritt umgerechnet 1€ pro Person. Also es ging. Mal wieder nicht so viel. Das gute war, dass man die Tücher zum umbinden kostenlos bekam. Zwar waren die auch nicht sauber, aber immerhin kostenlos. Natürlich konnte man auch hier wieder etwas spenden.

Die heilige Quelle. So hieß der Tempel und die Anlage war voll mit Touristen. Nein sie war überfüllt. Es war wirklich nicht schön. Überall gerangel und geschupse und ach es war uns zu viel.

Wir wollten nichts wie raus. Und was war. Man musste 10 Minuten durch einen Markt laufen, um zum Ausgang zu gelangen. Es war so nervig. „Miss Souvenir. Cheap cheap. Good price. one hundret.“.

Die Abzocke in Ubud war aber hier noch nicht am Höhepunkt angekommen.

Wieder einmal total genervt kamen wir ins Auto. Der nächste Stopp hätte der Elefanten Tempel sein sollen, aber wir haben dankend abgelehnt. Der Fahrer war aber nett und so ziemlich der einzige, der relativ normal auf die Frage nach dem Vulkanausbruch reagiert hatte. Der Agung Vulkan ist ein Heiliger Berg für die Balinesen. Denn auch dort ist nicht nur der größte Tempel, sondern auch DER Tempel schlechthin. Der aber nur für die Gläubigen ist und nicht für Touristen. Aha, deshalb also immer dieses blöde darüber hinweg lachen.

Unser nächster Halt waren die Tegenungan Wasserfälle. Es waren wieder nur 1€ Eintritt. Aber für sich Wasserfälle anzuschauen? Himmelarschundzwirn. Wir haben uns die schönsten Wasserfälle völlig umsonst in Neuseeland angeschaut. Einer schöner als der andere. Kaum eine Menschenseele. Und hier? Hier bezahlt man für ein verdrecktes Stück Land, das einem die Tränen in die Augen schießen bei so viel Müll, der in der Natur liegt. Ein Wasserfall an dem man nicht baden durfte  (und wir wären auch nicht einmal mit den Füßen an das Wasser so haben wir uns geekelt). Es war voll mit Menschen. Man hatte nur wenige Sekunden, um ein Bild zu machen, an dem keiner durchgelaufen ist.

Wir waren angeekelt, genervt und für uns war ab diesem Tag klar: nie wieder Ubud. Die Abzocke in Ubud war somit auf dem absoluten Höhepunkt.

Für was nutzen die Menschen dort den Eintritt? Weder für eine gescheite Müllentsorgung, noch für Instandhaltung. Es war ekelhaft. Und selbst jetzt, bin ich wieder wütend darüber, was der Natur hier angetan wird. Und wie sehr man die Touristen dort ausnutzt. Vor allem bekam man wirklich überall dort, wo viele Touristen sind diese Satay Spieße. Uns war nur schlecht. Den ganzen Tag.

Der Fahrer wollte uns noch ein paar Geschäfte zeigen, in denen wir Souvenirs kaufen konnten. Da wir aber noch immer das gleiche Problem hatten und uns die Geschäfte auch überhaupt nicht gefallen hatten, sind wir wieder einmal mit leeren Händen aus den Geschäften. Wir wollten nur noch zurück zum Homestay, unsere Sachen packen und Bali hinter uns lassen.