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Gili Trawangan

Gili Trawangan zählt als die Partyinsel der bekannten drei Gili Inseln.

Wegen der Party hatten wir uns nicht für Gili T (Gili Trawangan) entschieden. Vielmehr weil es die größte Inseln ist und man hier eine größere Auswahl an Restaurants etc. hat. Es stand auch überall im Internet, dass man sich genügend Bargeld mitnehmen sollte, weil es kaum Geldautomaten gab. So ein quatsch. An jeder Ecke, in vielen Restaurants und und und gab es überall Geldautomaten und Wechselstuben.

Da wir noch immer unter Schock standen wegen der Unterkunft hatten wir uns auf den Weg gemacht, um nach einem netten Plätzchen für die kommenden Tage am Strand zu suchen.

Außerdem stand natürlich ganz vorne auf der Liste die Turtle Sanctuary. Die kleinen Schildis werden an den Stränden von Gili Trawangan aber auch von Lombok als Ei eingesammelt und in der Aufzuchtstation aufgepäppelt bis sie ca. 7 Monate alt sind.

Ganz toll, wie wir finden. Außerdem hatte es uns echt gefreut, dass es hier nicht nur überall Mülltonnen gab. Es hatte uns auch gefreut, dass diese auch benutzt wurden. Aber vor allem, dass sie aus altem Plastik gebastelt wurden. Beide Daumen hoch. Endlich eine Indonesische Insel die die Situation zu begreifen scheint.

Aber auch hier wurden wir wieder ständig wegen Touren etc. angesprochen. Wir haben 4 Tage die Gilis gebucht und wollten am nächsten Tag wirklich erst mal nur entspannen und nichts tun. Nach dem ganzen Vulkanausbruch hin und her auf Bali, haben wir einfach nur Ruhe gewollt.

Wir haben ein nettes Plätzchen an dem Turtle Point gefunden und somit sollten die kommenden Tage gerettet sein. Wir sind dann aber am gleichen Abend noch weiter gelaufen und haben innerhalb von zwei Stunden die ganze Insel einmal umrundet.

Für den Sonnenuntergang waren wir aber zu geschafft. Wir wollten nur noch etwas essen und wieder ins Bett. Leider.

Es sollte das Restaurant sein, indem wir auch unser Frühstück bekamen. Le petit Gili. Das Essen kam, es war okay. Immerhin bekamen wir als “Hotelgäste” noch einen Rabatt. Wir sind dann aber doch noch einmal über den Nachtmarkt in der Hoffnung etwas leckeres zu finden. Fehlanzeige.

Am Ende unsrer Kräfte sind wir dann ins Bett und wollten einfach nur noch schlafen. Aber HEY wir sind auf DER PARTYINSEL hier wird die Nacht zum Tag gemacht. Und es war nicht der Nachtmarkt, der uns auf Trapp gehalten hat, nein es waren die Mitarbeiter der Unterkunft und des Restaurants die Halli Galli auf der Straße gemacht haben. Aber als ob das nicht genug gewesen wäre, nein mitten in der Nacht da fängt auch der Muezzin an und ruft zu den Gebeten auf. Herrlich sag ich euch. Wenn man dann gerade wieder eingeschlafen ist, dann fängt der Gute nämlich wieder an und ruft zum Morgengebet auf. Jap.

Recht früh sind wir also zum Frühstück. Das Frühstück hat dem Namen “Le petit” mehr als alle Ehre gemacht. Satt geworden ist man davon nicht, aber krank, wie wir heute wissen.

Wir waren recht früh am Strand, haben uns einen Knautschsack mit Sonnenschirm für 1,50€ gemietet für den Tag und mein Freund ist mit seiner Schnorchelausrüstung in die weiten des Meeres. Im Laufe des Tages habe ich beobachtet wie die Tagestouren, die uns am Vortag angeboten wurden, genau an diesem Punkt anhielten. Mein Freund hatte eine Meeresschildkröte gesehen und mir ging es schon nicht mehr so gut. Also waren für uns die Ausflüge abgehakt. Denn als wir die Boote gesehen hatten, hatten wir echt keine Lust mehr. Voll, alt und abgenutzt ohne Ende.

Dementsprechend sahen alle Tage auf Gili Trawangan gleich aus. Frühstück, Strand, Abendessen, Bett, paar Stunden geschlafen mit dezenten Unterbrechungen und es ging wieder von vorne los.

Wir haben es nie geschafft den Sonnenuntergang zu sehen, weil wir meistens früh ins Bett sind, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

Mit jedem Tag ging es mir schlechter. Aber ich dachte, dass es an etwas anderem liegen würde. An eine Lebensmittelvergiftung wollte ich nicht denken. Wir hatten doch so aufgepasst… aber leider nicht genug, wie es sich später herausstellte.

Speedboat nach Gili

Der Tag war gekommen und wir sind mit dem Speedboat nach Gili gefahren.

Unser Frühstück gab es etwas früher. Zwischen 7 Uhr und halb 8 morgens sollten wir in Ubud abgeholt werden. Meine große Sorge waren die vielen Straßenhunde in Ubud. Ob diese morgens schon herumlungerten? Oder sogar vermehrt, weil es weniger Verkehr ist?

Vollgepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen – hinein ins in Paradies Feeling. Oder so ähnlich.

Bisher hatte ich nur gutes von den Gilis gehört. Und vor allem war man dort von dem Vulkan verschont.

Wir standen wirklich keine fünf Minuten draußen, da kamen schon die ersten Straßenhunde im Rudel auf uns zu. Just in dem Moment kam auch der Transferbus. Mein Gott war ich erleichtert.

Der Bus war voll bis obenhin und die Fahrt schien unendlich. Wir sind wieder einmal durch die Straßen und in weniger touristischen Gegenden. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Anscheinend versuchten die Balinesen ihren Müll in den Touristenstädtchen doch etwas besser in den Griff zu bekommen. Es war so vollgemüllt. Ekelhaft.

Die Nebenstraßen Balis – wunderschön nicht wahr?

Wir kamen am Hafen endlich an. Es war voll. Es war chaotisch und es war ätzend. Kein Mensch wusste was zu tun ist. Kein Mensch wollte Auskunft geben und es war wie auch bei der Anreise. Ich habe dann per Zufall gesehen, dass man sich Sticker holen musste, um dann zur Fähre zu dürfen.

Da saßen tatsächlich Menschen im Sand – ignorieren sie ihre Umgebung?

Wir sind ganz schnell dorthin gelaufen. Zum Glück. Wir haben es wie die anderen gemacht und uns durchgequetscht. Zum Glück. Wir sind noch auf das Speedboat nach Gili gekommen. Zum Glück. All die anderen, die weniger schnell und weniger Glück hatten wie wir, durften mit einem Kutter fahren.

Das Speedboat nach Gili war voll bis oben hin. Das Gepäck wurde einfach nur in eine Kammer geschmissen. Fast zwei Stunden waren wir dort. Die Ankunft auf Gili Trawangang war dann noch mal eine Runde chaotischer.

Mein Freund hatte nicht so viel Glück wie ich. Ich bin schnell mit den ganzen Taschen nach vorne Richtung Ausgang gekommen. Dann musste man an Deck auf einem ganz schmalen Pfad entlang. Und ich mit den ganzen Taschen – na toll. Zum Glück hatte mich meine Balance nicht verlassen. Das Gepäck wurde wieder einmal einfach nur in den Sand geschmissen. Eine Menschenmenge davor. Aber nicht mit unserem. Mein Freund war noch immer an Bord. Ich hatte die schwere Tasche mit Laptop etc. Mein Rucksack kam und ich ließ ihn mir direkt aufziehen. Der Typ schaute mich nur verwundert an. Mein Freund immer noch an Bord. Sein Rucksack kam. Scheiß drauf, den zieh ich jetzt auch noch an. Ich hatte vermutlich 60kg Gepäck auf mir, um mir oder auch einfach nur noch an mir. Der kleine Zwerg Sandy war kaum noch zu sehen, aber unser Gepäck wurde nicht in den Sand geschmissen oder gar geklaut.

Mit dem Speedboat nach Gili
Mein Freund lachte nur als er mich sah. Es war ja auch überhaupt nicht heiß oder so.

Wir hatten uns für eine Unterkunft in der Nähe des Hafens entschieden. Zum einen, weil wir noch einige Ausflüge nach Gili Air und Gili Meno machen wollten und zum anderen weil es auf den Gili Inseln keine motorisierten Transportmittel gibt. Und mit Pferdekutschen fahre ich nicht. Nicht, wenn die Pferde unterernährt und gequält aussehen. Und das tun sie auf den Gilis ganz extrem.

In dem “Hotel” angekommen wurde uns schon ganz anders. Aber wir wollten ohnehin mehr am Strand sein, als in dem Zimmer. Das Frühstück war inkludiert. Es gab einen Nachtmarkt um die Ecke und das Restaurant hat 24 geöffnet. Aber es sollte noch ein richtig böses Ende nehmen hier auf Gili Trawangan. Aber lest dazu mehr im nächsten Bericht.