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Die längste Anreise

Wir haben es geschafft, wir sind zurück in Neuseeland und es war die längste Anreise überhaupt.

Am Mittwoch morgen wurden wir um 4 Uhr Ortszeit in Patong Beach (Deutsche Zeit Dienstagabend ca. 10 Uhr abends) abgeholt und zum Flughafen gefahren. Das Hotel war sehr hellhörig und irgendwas hat mich wachgehalten. Ich konnte einfach nicht schlafen. Die Fahrt war wieder nicht gerade günstig. 950 THB haben wir für 45 Minuten gezahlt.

Zudem dass mir ohnehin schon schlecht war und ich hundemüde war hat es in dem Taxi nach kaltem Rauch gestunken.

Wir haben eingecheckt und unser Gepäck wird bis Auckland durchgecheckt – juhu! Denn das bedeutet wir könnten evtl. in Kuala Lumpur raus in die Stadt.

Am Flughafen wurde es dann noch einmal nicht ganz so toll. Ich selbst habe kein Problem mit Menschen die etwas stämmiger sind. Manche reden auch von Fettleibigkeit. Man weiß nie, welches Schicksal dahinter steckt oder ob sich die Person selbst überhaupt unwohl fühlt oder nicht. Jeder darf mit seinem Körper selbst entscheiden, was er damit tut und kein anderer Mensch sollte ihn deshalb verurteilen. ABER! Wer morgens um 7 Uhr zum Frühstück ein fettes Brot mit einem Leberknödel isst (was ja bekanntlich stark riecht) und keine Rücksicht nimmt auf andere, das ist schon nicht schön. Der Mann kam aus Deutschland und saß im Rollstuhl. Und dann das. Und es war nicht nur ein solch streng duftendes Brot. Ein Brot nach dem anderen. Uns und vor allem mir wurde richtig schlecht. Der Mann hatte auch zwei Sitzplätze gebraucht.

Von dem Flug von Phuket nach Kuala Lumpur an sich habe ich nicht viel mitbekommen. Noch vor dem Start bin ich eingeschlafen und erst kurz vor der Landung wach geworden.

Aber das war auch erst der Anfang. Die längste Anreise hatte nämlich einen fast 13 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur.

Wir durften auf jeden Fall raus aus dem Transitbereich. Solange man uns lässt. Dieses Mal hatte man auch eine Zahlenfolge unter unserem Stempel geschrieben. Naja innerhalb von 7 Wochen dreimal einreisen ist ja auch etwas seltsam. 😀

Schnurstracks sind wir zum Geldautomaten und haben uns noch ein paar Ringit geholt und dann ab zum Busterminal, Ticket gekauft und dann ging es auch schon los in Richtung KL.

Eine Stunde sind wir reingefahren. Haben bei unserem Lieblingslokal noch einmal so richtig gut malaiisch gegessen. Eine Portion Putu Bamboo für den Flug. Einen frischen Smoothie zum erfrischen und dann sind wir wieder in die Shopingmall zurück.

Leider hatten wir es während unserer Asienreise nicht geschafft eine Durian zu essen. In Malaysia hatten wir es beim ersten mal nicht gemacht, weil wir es uns für Thailand aufheben wollten. Und in Thailand gab es die nur eingepackt und man konnte sie nirgends auf der Straße kaufen und essen. Und in den Hotels ist die Stinkfrucht verboten. Wir hatten gehofft noch einmal die Chance in KL zu bekommen, aber leider war jetzt die Saison vorbei. Beim nächsten Mal dann.

In der Shoppingmall sind wir noch einmal zu unserem Lieblingsdrogeriemarkt und haben ein paar Kleinigkeiten gekauft und sind durch die Gegend gebummelt. Danach ging es wieder zurück zum Flughafen.

Während dieser einen Stunde Fahrt haben wir ein abbrennendes Auto gesehen, ein letztes Mal die Palmenwälder bestaunt und die verrückte Fahrweise belächelt.

Am Flughafen selbst haben wir nicht mehr viel gemacht. Wir waren noch ein bisschen im Internet, haben uns einen total witzigen Kaffee bei Starbucks gegönnt und haben gechilled. Aber diese Starbucks-Konversation (auf englisch, ich habe es euch übersetzt) möchte ich euch nicht vorenthalten.  Vorneweg, bei Starbucks werden immer die Namen auf die Becher geschrieben.

Ich: Zwei kleine, frisch gekochte Kaffee bitte.

Sie: Was?

Ich: habe das ganze wiederholt.

Sie: Kenn ich nicht.

Ich: Da oben auf dem Schild steht es.

Sie: Oh okay. Der Name.

Ich: Sandy. S A N D Y

Sie: schreibt sehr langsam SALLY

Ich: Nein. SANDY. S A N D Y

Sie: streicht Sally durch und schreibt noch langsamer aber dafür richtig Sandy. Und für den anderen.

Ich: Den gleichen Namen (same name). Der andere ist zu kompliziert. (Mein Freund hat einen langen, italienischen Namen 😀 )

Sie: schreibt SAM.

Wir haben uns nicht mehr einbekommen vor lachen. So saßen also Sam und Sally bei Starbucks und haben 20 Minuten auf den frisch gekochten Kaffee gewartet. Aber wir hatten ja Zeit.

Zum ersten Mal wurden das Handgepäck gewogen. War ja klar, zum ersten Mal hatten wir ja  auch zu viel. Aber die Mitarbeiter schienen nur Asiaten mit Trolleys zu kontrollieren, denn wir wurden verschont. Zum Glück.

Der Duty Free ist dann für uns auch ausgefallen. Aber besonders war da eh nichts dran. Aber blöd war, dass wir dort kein Internet mehr hatten. Denn hier musste man wieder sämtliche Daten angeben. Also habe ich lieber kein Internet.

Die Zeit ging einfach nicht um. Die längste Anreise hatte sich hier an dieser Stelle gezogen wie Gummi.

Irgendwann wurde dann geboarded und wir durften in den Flieger. Es schien gerade das alle Pärchen (wir inklusive) hintereinander und keiner zusammen saß. Danke Air Asia! Nicht nur, dass eine unserer Lieblingstassen kaputt gegangen ist, wir konnten noch nicht einmal nebeneinander sitzen.

Letzten Endes war es auch nicht so schlimm, denn ich habe wieder nichts mitbekommen. Beim Start schon geschlafen und kurz vor der Landung bin ich wach geworden. Zwischendurch wurde ich mal Sekundenweise wach. Beim Essenverkauf – will ich nicht. Müll – hatte ich nicht. Arzt? Bin ich nicht. Der Flug war um wie nix.

Dann mussten wir wieder in Australien raus und durch die Sicherheitskontrolle. Mein Freund wurde zur besonderen Kontrolle ausgesucht beim Scanner. Und ich dann danach noch wegen keine Ahnung was. War aber alles gut.

Der Flug von Australien nach Neuseeland hingegen hat sich dann aber wieder gezogen wie Gummi. Dieses Mal wurde meinem Freund schlecht. Ich konnte nicht schlafen und ach alles doof. Vier Stunden später kamen wir dann endlich wieder in Auckland an.

Seit unserer letzten Einreise hatte sich einiges getan und es ging super schnell, denn es gab die Passkontrolle-Automaten. Yay! Unser Gepäck kam auch ganz schnell. Und war ja klar, meins wurde doppelt gecheckt, zumindest war ein Aufkleber drauf.

Dann sind wir auf Mietwagensuche.

Kleiner Tipp: es gibt die großen und bekannten Mietwagenanbieter direkt am Flughafen. Die haben aber auch ihren Preis. Wir sind dann mit einem Shuttle 10 Minuten (wegen dem Stau) raus gefahren und haben über $200 gespart bei zwei Tagen Anmietung.

Wir hatten ein Auto und los ging es. Die längste Anreise war noch nicht vorbei. Noch eineinhalb Stunden Autofahrt standen uns bevor. Es war mittlerweile Donnerstag Abend 18 Uhr (in Deutschland 8 Uhr morgens). Gegen 20 Uhr kamen wir dann in der Unterkunft an. Gepäck abgeliefert. Zu Pizza Hut gefahren, TV an, geduscht und gechilled.

Die längste Anreise war überstanden. Und wir waren endlich wieder in Neuseeland. Die Menschen haben uns freundlich empfangen, sie sprachen alle englisch, die Unterkunft (ein Motel) ist super sauber und total schön und alles ist perfekt.

Die längste Anreise unserer Weltreise über 36 Stunden on tour. Dreimal umsteigen. 4 Zeitzonen haben wir durchquert. Das sollte reichen. Und für uns war es das letzte Mal, dass wir solch eine Anreise gemacht haben.

 

Eine Nacht am Flughafen

Der Tag war endlich gekommen und wir konnten Lombok hinter uns lassen.

Es war der erste Tag an dem das Essen drin blieb und ich keine Krämpfe mehr hatte. Iberogast und die Matschbananas haben ihre Arbeit geleistet. Dazu gab es immer noch den künstlichen Orangensaft mit Salz gemischt. Ich war so glücklich. Ich hatte wirklich Angst vor dem Flug und der Tatsache, dass es mir so schlecht ging.

Wir wurden früh morgens am Hotel abgeholt. Ein letztes Frühstück, ein letztes Mal Bananapancakes in Indonesien. Halleluja. Aber wir hatten eine Nacht am Flughafen zu überstehen.

Das schönste an unserem Indonesienaufenthalt war definitiv der Flug von Lombok nach Kuala Lumpur. Wir sind über die Gili Inseln geflogen, an Bali und seinem ollen Vulkan Agung vorbei und einfach nur über ein wunderschönes Meer. Der Flug war wirklich traumhaft, wie aus dem Bilderbuch.

 

 

In Kuala Lumpur hingegen hatte es geschüttet wie aus Kübel und es war grau.

Weniger schön, aber wir wollten eh die eine Nacht am Flughafen bleiben und nicht raus gehen. Die Fahrerei wäre einfach zu lang gewesen. Und auch wenn es nur ein paar Euros sind für in die Stadt zu fahren und wieder zurück, es sind ein paar Euros die einfach nicht sein mussten.

Wir haben uns als erstes KfC gegönnt, einfach weil es in Malaysia echt gut schmeckt und von Nasi Goreng & Co. hatten wir so die Schnauze voll.
Dieser „Teppich“ wurde aus Reiskörnern angefertigt

Nach unserem kleinen Snack sind wir durch die Shoppingmall gebummelt und haben uns den Flughafen genauer angeschaut. Man kann in KLIA2 so viel machen. Aber Schlafplätze sind wirklich eine Fehlanzeige. Wir hatten bei der Ankunft damals das Capsule Hotel gesehen und das wollte ich die ganze Zeit schon mal ausprobieren. Aber diese Preise dort gehen nach Stunden und sind außerirdisch. Also haben wir es gelassen.

Die Zeit ging recht schnell rum. Blöd war nur, dass man das Gepäck nicht abgeben konnte, wir mussten bis drei Stunden vor Abflug warten. Oh man.

Wir haben in einer Spielecke ein paar Körbe geschmissen und andere Kinderspiele gespielt. Und das umgerechnet für ein paar Cent. Leider hatte die Anzeige nicht ganz funktioniert, aber eins steht fest: mein Freund und ich müssen das ganz dringend noch einmal wiederholen. Denn ich habe gefühlt mehr Körbe geworfen. 😀

Die Geschäfte machten nach und nach zu und für uns war es auch schon wieder Zeit, auf Futtersuche zu gehen. Dieses Mal Mc Donalds. Ja wir haben uns super gesund ernährt, die eine Nacht am Flughafen. Aber wisst ihr wie gut so ein Burger schmeckt, wenn man zweieinhalb Wochen gar kein Fleisch gegessen hat? Der Wahnsinn sag ich euch.

Dann kamen die letzten drei Stunden. Die haben sich gezogen wie Gummi. Wir waren müde und nirgends konnte man sich hinlegen oder hinsetzen. Alles war belegt. So toll der Flughafen KLIA 2 auch ist mit seiner Shoppingmall, den Restaurants etc., aber es mangelnd definitiv an Sitzplätzen.

Es war so weit und die eine Nacht am Flughafen neigte sich dem Ende zu. Wir durften endlich einchecken. Wir sind direkt durch die Sicherheitskontrolle in der Hoffnung, dass es dort Liegeplätze oder wenigstens mehr Sitzplätze gab. Fehlanzeige. Auch der Zeitvertreib war nicht drin, denn alle Geschäfte waren noch geschlossen.

Wir hatten aber dennoch mal wieder Glück gehabt, denn wir waren die ersten an unserem Gate und hatten immerhin Sitzplätze. Die letzten zwei Stunden. uiuiuiui. Wir waren so geschlaucht.

Als wir dann im Flieger nach Chiang Mai saßen dauerte es keine 5 Minuten und wir waren eingeschlafen.

Wir hatten es geschafft, die eine Nacht am Flughafen war endlich überstanden. Aber warum das alles? Wir hätten auch einen späteren Flug von Lombok nach Kuala Lumpur nehmen können und somit die Zeit etwas verkürzen. Aber AirAsia ist nicht gerade die zuverlässigste Airline und wir wollten ganz sicher nicht irgendwo an einem Mini Flughafen festsitzen. Außerdem hatte es uns nur Zeit gekostet und Energie. Viel Energie. Aber kein Geld. Wir werden eine ähnliche Situation wieder haben, wenn wir zurück nach Neuseeland fliegen, aber dieses Mal über den Tag und das ist dann wesentlich angenehmer.

Malakka

Nach einer sehr ereignisreichen Busfahrt sind wir dann nach 12,5 Stunden in Malakka angekommen.

Ziemlich spät haben wir eingecheckt und eigentlich wollten wir ursprünglich nur eine Nacht hier bleiben, haben uns dann aber doch für zwei Nächte entschieden – falls etwas schief geht. Und nein, wir haben das ganze Entertainment Paket von Transnasional nicht dazu gebucht und vorher gewusst. 😀

Leider hatten wir bei unseren zahlreichen online Buchungen (weil meistens super kurzfristig und so) oft überlesen oder gar nicht gesehen, dass es viele Zimmer ohne Fenster gibt. Natürlich, wie soll es anders sein bei so viel Glück an einem Tag: Das Zimmer war ohne Fenster. Na ganz toll. Und sauber ist anders.

Als dann mein Freund die Decke zurück geschlagen hat und wir Fußabdrücke auf dem Laken gesehen haben, ist mir dezent der Kragen geplatzt.

Wir sind wieder zur Rezeption, dann habe ich mal eben erwähnt dass ich im Housekeeping und im Reisebüro gearbeitet habe und das inakzeptabel ist und siehe da: ein Upgrade auf ein großes, naja sauberes Zimmer mit Fenster. Und auf einmal ist uns das Personal regelrecht in den Hintern gekrochen. Wir bekamen extra Wasser, alles wurde extra sauber gemacht und tausend Mal nachgefragt, ob alles okay ist.

Zu kaputt um noch auf Futtersuche zu gehen, sind wir genervt, durchgefroren, hundemüde, ausgehungert, aber immerhin geduscht ins Bett.

Der nächste und letzte Tag in Malakka kann ja nur besser werden.

Wir haben uns bei McDonalds ein Frühstück genehmigt, denn wir wussten ja nicht wo wir hin gehen können und hatten auch immer noch keine großartige Lust richtig Ausschau zu halten.

 

Vom Taxifahrer wussten wir das „Malakka a World Heritage City“ ist. Very clean. Aber das stimmte. Für Malaysia war es sehr sauber. Und so sind wir einfach nur durch die Stadt geschlendert, haben uns die bunten Tuk Tuk ähnlichen Fahrzeuge angeschaut und sind eben auf Busticketsuche. Wer hätte denn schon einen Ticketverkaufschalter in einem Foodcourt in einem Krankenhaus erwartet? Alleine schon Foodcourt in einem Krankenhaus. Wir haben uns gekringelt vor lachen. Aber immerhin stand unserer Busfahrt nach Singapore nichts mehr im Weg. Wir konnten zur Bushaltestelle laufen, haben die Tickets ohne Gebühren und ohne Internet buchen können.

Am Abend sind wir noch einmal durch die Straßen und haben uns die Altstadt noch einmal angeschaut. Auf eine Bootsfahrt haben wir verzichtet, wir sind lieber gelaufen. Die Bewegung hatte uns nach dem vielen sitzen echt gut getan.

 

Außerdem wollten wir auch relativ früh ins Hotel zurück, denn am nächsten Tag ging es nach Singapore und somit zum absoluten Highlight während unseres Asientrips: das Formel 1 Rennen.

Aber dazu demnächst mehr auf meinem Blog.

Busfahren in Malaysia

Nach unserem Städtetrip in Kuala Lumpur hieß es für uns mal wieder Busfahren, aber dieses Mal durch Malaysia.

Von Kuala Lumpur nach Penang sind wir mit der Busgesellschaft „Nice“ gefahren. Und die waren auch wirklich nice 😀
Busfahren in Malaysia ist wirklich gut und günstig. Und diese Natur…

Es gab sogar Bordentertainment, Wasser und Kekse. Also sogar mehr als bei Air Asia. Die Fahrt hat uns RM 57 pro Person also ca. 11€ gekostet. Insgesamt für 4Stunden Fahrt. Wobei wir die meiste Zeit eh geschlafen haben.

Dann haben wir von Penang nach Malacca Transnasional gebucht. Die einzige Gesellschaft ab Penang Island.

Eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist schön… NICHT

Es fing damit an, dass wir um 8.30 Uhr morgens abfahren. Um 8.00Uhr sollte man sich am Counter melden. Passdaten etc. müssen bei der Buchung angegeben werden! 8.00 Uhr kein Mensch da. 08.05 Uhr ein Mensch da- kein Schlüssel. 08.10 Uhr zwei Menschen da, aber Schlüssel IM Büro 🙈 Spätestens 15 Minuten vor der Abfahrt sollte man alles geklärt haben. Okay. Der Gute guckt aufs Ticket, sagt ist alles gut, wir sollen unten warten. 08.25 Uhr kein Bus da. Büro noch immer zu. 08.30 Uhr Bus kommt. Der Fahrer will noch immer nichts sehen und wir sind insgesamt 3 Leute in einem riesigen Reisebus. Wir sind dann um 08.37 Uhr los gefahren. Naja also das geht ja noch.

Dann mussten wir tanken. Bei laufendem Motor. So machen das alle hier. Vielleicht 30 Minuten weiter haben wir dann wieder angehalten.

Es wurde nichts gesagt. Wir haben 30 Minuten nichts ahnend da gesessen. Eine Stunde und dann hat die andere Passagierin mal nachgefragt, was denn los sei. Der Mechaniker ist auf dem Weg. Der Busfahrer spricht kaum englisch und sein Copilot auch nicht. Na ganz toll. Das Gute war, ich habe alle Blogberichte aufarbeiten können und einen Teil der Bilder bearbeitet. Das Schlechte, ohne Internet kann ich nichts hochladen. Und noch schlechter: mein Freund wurde hungrig. Eineinhalb Stunden nichts. Dann kam der Mechaniker. Nach zwei Stunden wurde die andere Passagierin in einen anderen Bus gebracht. Supernicebus. Zweieinhalb Stunden nichts. Dann habe ich mal mit Händen und Füßen gefragt, wann wir denn los fahren oder ob ein anderer Bus uns abholt. Da hat der Busfahrer mal herzlich gelacht.

Drei Stunden. Ein anderer Bus kam für nach Kuala Lumpur. Wieder Transnasional und die Freude hielt sich in Grenzen. Wir müssen also in Kuala Lumpur umsteigen.

Während der ganzen Zeit lief der Motor. Aber mit dem Motor ist was nicht in Ordnung. Da fehlen einem manchmal echt die Worte. Wir waren aus einem Gefrierschrank in den nächsten gestiegen. Immerhin machte der neue Busfahrer halt an einer Raststätte an der wir uns etwas zu essen holen konnten. Es wurden dann die heißgeliebten Pitu Bamboo. Richtig satt machen die nicht, aber auf alles andere hatten wir keine Lust. Eigentlich hätten wir nur noch eine Stunde Busfahrt vor uns gehabt. Jetzt lagen wieder mindestens 5 Stunden vor uns.

Irgendwo im Nirgendwo haben wir dann um 18 Uhr angehalten. Sehr viele Busse von Transnasional standen in diesem Busterminal.

Wir durften umsteigen. Dieses mal in einen funkelnagel neuen Bus. Zwei Fahrer, aber wieder sprach keiner wirklich englisch. Dann kam ein Stau nach dem anderen. Ich hatte mittlerweile zwei Cardigans an und mich und meinen Freund mit dem Schal zugedeckt. Wir waren durchgefroren, müde und erschöpft. Also wer Busfahren in Malaysia auf seiner Reiseplanung stehen hat: schön warm anziehen. Es wurde dunkel und irgendwann hat man die leuchtenden Gebäude und Straßen von Malakka gesehen. Wir hielten an einer Tankstelle. Aber schon wieder tanken, das kam uns spanisch vor.

Die Fahrer mussten nach dem Weg fragen. Uns ist in diesem Moment alles aus dem Gesicht gefallen, wir wussten nicht ob wir lachen oder weinen sollen.

Irgendwann stand der riesen Reisebus mit zwei Fahrgästen und zwei Fahrern mitten auf der Straße und musste in eine andere Straße hineinmanövrieren. Dann die Rettung. Ein Motorrollerverleih schickte einen Fahrer voraus der uns zur Haltestelle bringen soll. Kann ja nichts mehr schief gehen… sollte man meinen. Aber wir haben die wahrscheinlich dabbischsten Fahrer allerzeiten erwischt. Und zwischen heißen Diskussionen und viel Gegiggel der Fahrer haben sie den Eingang für zum Busterminal nicht gefunden. Also wieder eine extra Runde. Dann hatte er den Eingang gefunden für den gesamten Platz, aber nicht den für die Busse. Also wieder eine Extrarunde und viel Wartezeit.

Nach 12,5 Stunden Busfahren, oder im Bus warten, aber vor allem frieren, kamen wir endlich an. Mir hatte die Klimaanlage ganz schön zu schaffen gemacht und ich war am Ende meiner Kräfte. Ich vermute, dass die Busfahrer etwas zu den Taxifahrern gesagt hatten, denn der Preis war ausnahmsweise direkt fair und wir mussten nicht handeln. Die Fahrer haben sich bei uns bedankt und haben sich gefreut, dass wir doch noch in Malakka angekommen sind und haben uns eine gute Weiterreise gewünscht.

Der Taxifahrer hat uns noch eine private Stadtführung gegeben und dabei wollten wir nur noch ins Bett.

Gegen halb zehn haben wir dann im Hotel eingechecked. Den Bericht zum Aufenthalt in Malakka findet ihr demnächst hier.

Dann stand vorerst das letzte Mal Busfahren in Malaysia an: für nach Singapore.

Per Zufall habe ich im Internet gesehen, dass ganz in der Nähe von unserem Hotel ein Busterminal sein musste. Also sind wir herum geirrt. Schilder Fehlanzeige. Nach langem Suchen und Fragen haben wir dann im Footcourt vom Krankenhaus, neben dem 7 Eleven ein Ticketschalter gefunden. 😀

Die Tickets hatten den gleichen Preis wie im Internet, also haben wir sie dort gebucht. Unser favorisierter Bus war bereits ausgebucht, also mussten wir den um 7.30 Uhr am nächsten Morgen nehmen.

Immerhin konnten wir dorthin laufen und sind somit sehr günstig von Malakka nach Singapore gekommen. RM 25 pro Person, also ca. 5€ p.P. Und die Sitze waren bequem, man konnte sich fast hinlegen und sie hatten eine Massagefunktion 😍

Aber die Ausreise und Einreise war anstrengend. Deshalb geht es hier demnächst zu einem gesonderten Bericht. Also Busfahren in Malaysia kann wirklich sehr unterschiedlich sein.

Streetart in Georgetown

Nach unserem Aufenthalt in Kuala Lumpur ging es weiter nach Penang zur Streetart in Georgetown.

Ich warne direkt vorne weg: dieser Bericht wird etwas länger. Aber da wir 3 Tage in Penang waren und auch eigentlich nur wegen der Streetart in Georgetown und dem Strand packe ich dieses Mal alles in einen Bericht 🙂

Wir sind mit dem Bus von Kuala Lumpur direkt nach Penang gefahren. Einen genaueren Bericht zum Busfahren in Malaysia findet ihr hier auf meinem Blog.

An der Bushaltestelle angekommen wurde man natürlich direkt mit Taxiangeboten überrumpelt, aber dieses Mal waren wir gut vorbereitet und wurden nicht über den Tisch gezogen. Ganz im Gegenteil wir haben sogar im Nachhinein erfahren, dass wir einen sehr guten Preis ausgehandelt haben. Das hat uns schon mal gut getan.

Die Busfahrt war doch etwas anstrengender als gedacht und weil man im Hotel eine Kaution hinterlegen musste für den Schlüssel und Touristenabgaben neuerdings hat und die nur in Bargeld bezahlt werden können, mussten wir also auf ATM Suche gehen. Gar nicht mal so einfach. Aber immerhin haben wir dieses Mal darauf gepfiffen nach einem ANZ ATM zu schauen. Denn laut ANZ (Neuseeländische Bank) gibt es in ganz Asien überall ATMs an denen man kostenlos abheben kann. Es gab keinen einzigen in Kuala Lumpur und auch nicht in Penang. Auch das haben wir vorher nachgeschaut.

Wir sind dann mal wieder durch eine Shopping Mall, haben etwas gegessen und haben eben das Geld abgehoben. Danach sind wir wieder ins Hotel gedabbelt und da war auch schon der erste Tag vorbei.

Am nächsten Morgen sind wir dann eben durch die Stadt, Richtung Hafen und haben mit der Streetart Tour angefangen. Man bekommt in Georgetown überall Stadtpläne auf denen diese Kunstwerke genau eingezeichnet sind. Wer die Künstler sind etc. steht aber leider nicht dabei. Und wirklich Fußgänger freundlich macht es das auch leider nicht. Aber wir waren abgehärtet von KL. 😀

 

 

Das erste Bild war wirklich witzig und okay. Erschrocken hat uns aber die Umgebung.

Es ist ein Weltkulturerbe. Das mag ja sein, aber wir haben uns gefragt, wie man es tolerieren kann, dass hier so derart die Umwelt verschmutzt, nein zugemüllt wird. Ich stand am Wasser und mir kamen die Tränen, mir wurde schlecht und ich wollte nichts mehr als weg von diesem Ort. Ich werde keine Bilder von diesem Dreck hochladen. Ich hatte mich schon darüber zu sehr bei den Batu Caves geärgert. Und der Strand hatte sich für uns somit auch erledigt, denn eins war sicher: hier wäre ich noch nicht einmal mit den Füßen ins Wasser. Ich bin keine Umweltaktivistin, aber so etwas zu unterstützen, nein das werde ich gewiss nicht. Wir haben dort nichts gekauft und waren ganz schnell wieder weg.

UNESCO World Heritage Site Chew Jetty

Die Altstadt in Georgetown ist eigentlich auch nur dank der vielen Straßenkunstwerke ganz nett und es macht Spaß durch die kleinen Gässchen zu laufen, um die eigentlichen Kunstwerke zu entdecken. Meistens jedoch entdeckt man auch sehr viel, dass noch nicht auf den Karten ist. Denn immer mehr Künstler verschönern die Stadt mit ihren Werken.

 

 

Ich finde auch, dass man in Deutschland an einigen Orten mehr Streetart zulassen könnte.

Wir haben zum Beispiel in der Nähe in Mainz-Kastel am Brückenkopf wunderschönes Graffiti. Es gibt einen Unterschied zwischen Geschmiere und Kunst. Und ganz ehrlich so eine Marge inmitten der Stadt ist doch auch ganz witzig. Vielleicht nicht gerade in der Nähe unseres Doms in Mainz, aber es gäbe doch sicherlich ein paar Plätzchen in der hippen Neustadt.

Wie findet ihr die Streetart in Georgetown? Hier ein paar weitere Bilder

 

Damit waren wir zwei Tage beschäftigt und haben trotzdem nicht alles gesehen. Wir waren zwar auch Abends auf einem Markt, aber der war eher nervig und es gab nur knock-offs. Da wir so etwas nicht tragen, war es eher uninteressant für uns. Man kann sich außerdem in Penang verschiedene Tempel oder Butterflyparks etc. anschauen, aber das hatte uns nicht interessiert.

Der nächste Stopp war dann Malakka. Aber diese Busfahrt dorthin, die war lustig. Im Nachhinein. 😀 Aber lest dazu mehr im nächsten Bericht.

Kuala Lumpur

Am zweiten Tag in Kuala Lumpur haben wir nichts weiter besonderes getan, als wieder einmal die Stadt zu erkunden.

Wir sind dieses Mal aber zu den Petronas Towers mit der MRT gefahren. Also ich könnte hier ausholen, wie toll die Haltestellen dort sind. Gepflegt, sauber, normal riechend oder auch teilweise besser als auf der Straße und vor allem sicher und keine Obdachlosen.

Da könnte sich so manch eine Verkehrsgesellschaft bzw. Stadt mal ein Scheibchen von abschneiden. Schwarz fahren ist auch hier nicht wirklich einfach, denn man muss jedes Mal durch ein kleines Gate. In so vielen Städten der Welt gibt es das, ich frage mich wirklich warum Deutschland nicht dazu fähig ist oder warum es das in Deutschland einfach nicht gibt.

Sogar Achterbahnen gibt es in den Shoppingmalls

Aber nun gut, das tut jetzt hier nichts zur Sache. Wir sind also mit einem Token (so heißen die Chips die man am Fahrscheinautomaten bekommt) für ein paar Cent nach KLCC gefahren. Man kommt in einer Mall an. Was für eine Überraschung. Kuala Lumpur scheint nur aus Shoppingmalls zu bestehen.

Wir sind also etwas herum geschlendert und dann haben wir die Straße überquert und sind zu den Petronas Towers. Und wie soll es sein – hier ist eine größere und noch schönere Shoppingmall. 😀

Wenn man rechtzeitig Tickets bucht, kann man auch auf eine Aussichtsplattform. Das haben wir aber nicht gemacht. Zum einen, weil wir es nicht wussten und zum anderen weil wir so etwas lieber spontan entscheiden. Wer möchte sich denn schon so etwas bei Regen ansehen? Eben- wir auch nicht.

Die Parkanlage drum herum ist wirklich schön und es gibt auch sehr viel für Kinder und Familien.

Auf der Suche nach einem kleinen, feinen Lokal sind wir dann von einer Shoppingmall in die nächste gekommen und irgendwann standen wir dann doch in einer riesigen Foodstreet drin. Das Essen sah fast überall echt lecker aus, aber wir sind zum Geheimtipp von unseren Freunden, die wir am Flughafen wieder getroffen haben.

 

Es war der hammer und mega lecker. Ich persönlich wäre vermutlich nicht rein gegangen, wenn die Bewertungen und die Empfehlung nicht so gut gewesen wären.

Wenn ich eines in Kuala Lumpur gelernt habe, dann das man die Restaurants nicht nur nach seinem „Äußeren“ bewerten soll.

Als es dann dunkel wurde sind wir wieder zu den Petronas Towers zurück. Denn dort gibt es jeden Abend eine Art Springbrunnen Show. Und Hochhäuser und bunte Lichter, das ist genau meins.

 

 

Abends sind wir dann nur noch ins Bett gefallen. Am nächsten morgen sollte es zu den Batu Caves gehen. Wieso wir uns mehr geärgert haben, lest ihr dann im nächsten Bericht.