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Die längste Anreise

Wir haben es geschafft, wir sind zurück in Neuseeland und es war die längste Anreise überhaupt.

Am Mittwoch morgen wurden wir um 4 Uhr Ortszeit in Patong Beach (Deutsche Zeit Dienstagabend ca. 10 Uhr abends) abgeholt und zum Flughafen gefahren. Das Hotel war sehr hellhörig und irgendwas hat mich wachgehalten. Ich konnte einfach nicht schlafen. Die Fahrt war wieder nicht gerade günstig. 950 THB haben wir für 45 Minuten gezahlt.

Zudem dass mir ohnehin schon schlecht war und ich hundemüde war hat es in dem Taxi nach kaltem Rauch gestunken.

Wir haben eingecheckt und unser Gepäck wird bis Auckland durchgecheckt – juhu! Denn das bedeutet wir könnten evtl. in Kuala Lumpur raus in die Stadt.

Am Flughafen wurde es dann noch einmal nicht ganz so toll. Ich selbst habe kein Problem mit Menschen die etwas stämmiger sind. Manche reden auch von Fettleibigkeit. Man weiß nie, welches Schicksal dahinter steckt oder ob sich die Person selbst überhaupt unwohl fühlt oder nicht. Jeder darf mit seinem Körper selbst entscheiden, was er damit tut und kein anderer Mensch sollte ihn deshalb verurteilen. ABER! Wer morgens um 7 Uhr zum Frühstück ein fettes Brot mit einem Leberknödel isst (was ja bekanntlich stark riecht) und keine Rücksicht nimmt auf andere, das ist schon nicht schön. Der Mann kam aus Deutschland und saß im Rollstuhl. Und dann das. Und es war nicht nur ein solch streng duftendes Brot. Ein Brot nach dem anderen. Uns und vor allem mir wurde richtig schlecht. Der Mann hatte auch zwei Sitzplätze gebraucht.

Von dem Flug von Phuket nach Kuala Lumpur an sich habe ich nicht viel mitbekommen. Noch vor dem Start bin ich eingeschlafen und erst kurz vor der Landung wach geworden.

Aber das war auch erst der Anfang. Die längste Anreise hatte nämlich einen fast 13 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur.

Wir durften auf jeden Fall raus aus dem Transitbereich. Solange man uns lässt. Dieses Mal hatte man auch eine Zahlenfolge unter unserem Stempel geschrieben. Naja innerhalb von 7 Wochen dreimal einreisen ist ja auch etwas seltsam. 😀

Schnurstracks sind wir zum Geldautomaten und haben uns noch ein paar Ringit geholt und dann ab zum Busterminal, Ticket gekauft und dann ging es auch schon los in Richtung KL.

Eine Stunde sind wir reingefahren. Haben bei unserem Lieblingslokal noch einmal so richtig gut malaiisch gegessen. Eine Portion Putu Bamboo für den Flug. Einen frischen Smoothie zum erfrischen und dann sind wir wieder in die Shopingmall zurück.

Leider hatten wir es während unserer Asienreise nicht geschafft eine Durian zu essen. In Malaysia hatten wir es beim ersten mal nicht gemacht, weil wir es uns für Thailand aufheben wollten. Und in Thailand gab es die nur eingepackt und man konnte sie nirgends auf der Straße kaufen und essen. Und in den Hotels ist die Stinkfrucht verboten. Wir hatten gehofft noch einmal die Chance in KL zu bekommen, aber leider war jetzt die Saison vorbei. Beim nächsten Mal dann.

In der Shoppingmall sind wir noch einmal zu unserem Lieblingsdrogeriemarkt und haben ein paar Kleinigkeiten gekauft und sind durch die Gegend gebummelt. Danach ging es wieder zurück zum Flughafen.

Während dieser einen Stunde Fahrt haben wir ein abbrennendes Auto gesehen, ein letztes Mal die Palmenwälder bestaunt und die verrückte Fahrweise belächelt.

Am Flughafen selbst haben wir nicht mehr viel gemacht. Wir waren noch ein bisschen im Internet, haben uns einen total witzigen Kaffee bei Starbucks gegönnt und haben gechilled. Aber diese Starbucks-Konversation (auf englisch, ich habe es euch übersetzt) möchte ich euch nicht vorenthalten.  Vorneweg, bei Starbucks werden immer die Namen auf die Becher geschrieben.

Ich: Zwei kleine, frisch gekochte Kaffee bitte.

Sie: Was?

Ich: habe das ganze wiederholt.

Sie: Kenn ich nicht.

Ich: Da oben auf dem Schild steht es.

Sie: Oh okay. Der Name.

Ich: Sandy. S A N D Y

Sie: schreibt sehr langsam SALLY

Ich: Nein. SANDY. S A N D Y

Sie: streicht Sally durch und schreibt noch langsamer aber dafür richtig Sandy. Und für den anderen.

Ich: Den gleichen Namen (same name). Der andere ist zu kompliziert. (Mein Freund hat einen langen, italienischen Namen 😀 )

Sie: schreibt SAM.

Wir haben uns nicht mehr einbekommen vor lachen. So saßen also Sam und Sally bei Starbucks und haben 20 Minuten auf den frisch gekochten Kaffee gewartet. Aber wir hatten ja Zeit.

Zum ersten Mal wurden das Handgepäck gewogen. War ja klar, zum ersten Mal hatten wir ja  auch zu viel. Aber die Mitarbeiter schienen nur Asiaten mit Trolleys zu kontrollieren, denn wir wurden verschont. Zum Glück.

Der Duty Free ist dann für uns auch ausgefallen. Aber besonders war da eh nichts dran. Aber blöd war, dass wir dort kein Internet mehr hatten. Denn hier musste man wieder sämtliche Daten angeben. Also habe ich lieber kein Internet.

Die Zeit ging einfach nicht um. Die längste Anreise hatte sich hier an dieser Stelle gezogen wie Gummi.

Irgendwann wurde dann geboarded und wir durften in den Flieger. Es schien gerade das alle Pärchen (wir inklusive) hintereinander und keiner zusammen saß. Danke Air Asia! Nicht nur, dass eine unserer Lieblingstassen kaputt gegangen ist, wir konnten noch nicht einmal nebeneinander sitzen.

Letzten Endes war es auch nicht so schlimm, denn ich habe wieder nichts mitbekommen. Beim Start schon geschlafen und kurz vor der Landung bin ich wach geworden. Zwischendurch wurde ich mal Sekundenweise wach. Beim Essenverkauf – will ich nicht. Müll – hatte ich nicht. Arzt? Bin ich nicht. Der Flug war um wie nix.

Dann mussten wir wieder in Australien raus und durch die Sicherheitskontrolle. Mein Freund wurde zur besonderen Kontrolle ausgesucht beim Scanner. Und ich dann danach noch wegen keine Ahnung was. War aber alles gut.

Der Flug von Australien nach Neuseeland hingegen hat sich dann aber wieder gezogen wie Gummi. Dieses Mal wurde meinem Freund schlecht. Ich konnte nicht schlafen und ach alles doof. Vier Stunden später kamen wir dann endlich wieder in Auckland an.

Seit unserer letzten Einreise hatte sich einiges getan und es ging super schnell, denn es gab die Passkontrolle-Automaten. Yay! Unser Gepäck kam auch ganz schnell. Und war ja klar, meins wurde doppelt gecheckt, zumindest war ein Aufkleber drauf.

Dann sind wir auf Mietwagensuche.

Kleiner Tipp: es gibt die großen und bekannten Mietwagenanbieter direkt am Flughafen. Die haben aber auch ihren Preis. Wir sind dann mit einem Shuttle 10 Minuten (wegen dem Stau) raus gefahren und haben über $200 gespart bei zwei Tagen Anmietung.

Wir hatten ein Auto und los ging es. Die längste Anreise war noch nicht vorbei. Noch eineinhalb Stunden Autofahrt standen uns bevor. Es war mittlerweile Donnerstag Abend 18 Uhr (in Deutschland 8 Uhr morgens). Gegen 20 Uhr kamen wir dann in der Unterkunft an. Gepäck abgeliefert. Zu Pizza Hut gefahren, TV an, geduscht und gechilled.

Die längste Anreise war überstanden. Und wir waren endlich wieder in Neuseeland. Die Menschen haben uns freundlich empfangen, sie sprachen alle englisch, die Unterkunft (ein Motel) ist super sauber und total schön und alles ist perfekt.

Die längste Anreise unserer Weltreise über 36 Stunden on tour. Dreimal umsteigen. 4 Zeitzonen haben wir durchquert. Das sollte reichen. Und für uns war es das letzte Mal, dass wir solch eine Anreise gemacht haben.

 

Abflug ins nächste Abenteuer

Wir hatten nun fast alle Orte auf der Nordinsel gesehen, die wir sehen wollten und darum hieß es in Auckland wieder für uns Abflug ins nächste Abenteuer.

Asien wir kommen zurück.

Die Busfahrt von Tauranga nach Auckland bzw.  Manukau verlief ohne Probleme. Wir mussten nur noch an einer Shoppingmall umsteigen. Was für uns ja auch kein großes Problem ist. Wir sind ja schon kleine bzw. große Shopaholics 😅

Da wir eh jede Menge Zeit hatten sind wir also noch einmal durch die Shoppingmall und dann sind wir irgendwann zum Flughafen.

Am Flughafen ging dann der Stress erst richtig los.

Wir hatten zwar sehr viel Balast abgeworfen. Dinge die wir aufgebraucht haben, Kleidung die wir nicht mehr tragen können usw.

Es kam aber auch noch viel neues dazu. Und es ist doch ein Unterschied ob man 23kg Freigepäck plus Handgepäck hat oder ob man nur noch 20kg hat. Zudem wird bei Air Asia kein Unterschied zwischen der kleinen Handtasche oder Laptoptasche und dem Handgepäck gemacht. Maximal 7kg. Das hatten wir vorher auch nicht.

Abflug ins nächste Abenteuer, das hieß für uns erstmal ausmisten. Wieder einmal.

Am Ende hatte alles geklappt und gerade rechtzeitig, dass wir uns noch relativ am Amfang in die Schlange stellen konnte. Denn der Onlinecheckin war ja eine Fehlanzeige bei uns 😓

Die Welt ist ein Dorf. Und Neuseeland ein Dörfchen.

Mittendrin standen Freunde von uns aus Kerikeri, die wie wir, nach Kuala Lumpur wollten. Bei ihnen ging es dann aber weiter nach Vietnam. Es ist immer wieder schön, jemanden zu treffen.

Leider haben wir nicht in der Nähe gesessen, aber wir haben uns dann noch mal in Australien gesehen. Denn dort mussten wir alle aus dem Flieger, durch die Kontrolle und wieder rein in den Flieger 🙈

Wieder im Flieger drin, saß eine kleine, ältere Asiatin neben mir. Ich fragte sie etwas auf englisch und da gab sie mir doch tatsächlich die Antwort auf deutsch. Da saß eine Berlinerin neben mir. 😅

Glücklicherweise. Denn die Gute konnte kein englisch und unser Flug hatte verspätung, ergo war ihr Weiterflug nach Vietnam gefährdet. Vor uns saßen Australier und die Frau kam augenscheinlich auch aus Vietnam, also haben wir beide kurzum die Übersetzungen übernommen.

Ich hoffe, dass sie ihren Flug noch bekommen hat, denn schnell genug im Transitbereich war sie mit uns.

Kuala Lumpur war unser Zielflughafen und somit der Abflug ins nächste Abenteuer gut überstanden.

Tauranga

Unsere vorerst letzte Nacht in Neuseeland haben wir in Tauranga verbracht. Tauranga ist ebenfalls eine größere Stadt. Das wahre Schätzchen liegt jedoch etwas weiter außerhalb in Maunganui.

Ich bin wirklich nicht der Wanderbegeisterte oder Bergsteiger Typ. Ich hätte mir zwar auch sehr gerne das Tongariro Crossing angesehen, aber das ging leider nicht wegen Winter und so. Aber den Mount Maunganui, den habe ich mir nicht entgehen lassen. Wir sind nach dem Frühstück von Tauranga aus mit dem Bus nach Maunganui gefahren. Man kann wohl in zwei verschiedene Richtungen gehen und einmal nur um den Berg herumlaufen und einmal eben hoch. Wir wollten eigentlich nur den Berg hinauf, haben uns aber dann für den falschen Weg oder aber auch den richtigen Weg entschieden.

Achtung! Wegen Erdrutsch und einem entwurzelten Baum ist der Weg gesperrt.


Das war das erste Schild, das wir gesehen haben, wir wollten es uns genauer anschauen und haben es riskiert. Was konnten wir außer Zeit schon groß verlieren. Menschen mit matschigen Hosen und Schuhen rieten uns, umzudrehen, es sei denn wir wollten genauso aussehen wie sie. Wir gingen weiter. Dann kamen wir an die Stelle. Zwei Männer standen vor der Absperrung. Durch den Matsch wollten wir nicht. Die Felsen am Meer sahen aber relativ trocken und sicher aus.

No risk – no fun.

 

Ich habe zwar mit großen Felsen auf denen ich herum kletterte keine so guten Erfahrungen {Babybeulen in Portugal – meine Familie fängt jetzt sicherlich an zu schmunzeln 😀 kurzum, ich war schon immer ein kleiner Wirbelwind und wollte wohl nicht als Kind auf meine Eltern hören und bin in Portugal auf ein paar Felsen unglücklich gedotzt und hatte ein paar Babybeulen abbekommen (= ich kleines Wurm und Spitzname Baby, hatte ein paar Beulen) aber HEY ich lebe noch, also alles halb so schlimm). So weiter im Text. Mein Freund und ich sind dann an den Felsen herum geklettert und die zwei Neuseeländer haben unser kleines Abenteuer begleitet. Zusammen sind wir dann auch auf der anderen Seite ganz ohne matschige Klamotten oder Babybeulen angekommen. Der Weg alleine am Meer um den Berg herum war schon traumhaft. Und dann haben wir auch den Weg gefunden, um auf den Berg hinauf zu gehen.

Ich hasse Treppen. So viel kann ich euch sagen. Und da waren viele Treppen. Steile Treppen und nicht so schöne Treppen. Aber ich habe es geschafft.

Oben wurden wir dann mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Aber seht selbst.

Der Weg hinunter war aber auch nicht sonderlich angenehm, weil einem ständig die Jogger auf die Nerven gingen und anrempelten. Einmal so arg, dass ich etwas lauter gesagt habe, dass der nächste, der mich anstupst, von mir angestupst wird und schneller den Berg runter geht, als ihm lieb ist. Das war schon arg rücksichtslos von den ollen Joggern. Aber wir sind unten gut angekommen und einen Jogger habe ich auch nicht fliegen sehen. 😀

 

Wir sind dann wieder mit dem Bus zurück nach Tauranga und haben uns dort noch ein letztes Mal Fish’n Chips an der Wharf gegönnt. In der Unterkunft angekommen haben wir uns geduscht, den Rucksack gepackt und sind früh ins Bett.

Wir hatten traumhaftes Wetter in Tauranga und Neuseeland hat sich noch einmal von seiner schönsten Seite für uns gezeigt, bevor das nächste Abenteuer Asien losgehen soll.

Hobbiton

Hobbiton

Unser persönliches Highlight auf unserer Neuseelandreise war in Matamata das Hobbiton.

Wie bereits in dem Bericht aus Hamilton erwähnt, hätte man auch von dort oder Rotorua aus hinfahren können. Aber nicht ohne Auto und nicht zur Dinner Banquettour.

Diese hat uns in der Offseason trotzdem noch $192 pro Person gekostet, aber es war jeden Cent wert.

Wir kamen sehr früh morgens im Backpackers an und konnten nicht vor 14 Uhr einchecken. Das war echt ärgerlich, aber naja. Wir hätten uns auch schon duschen und fertig machen können, aber wir wollten halt nicht unseren gesamten Rucksack mitten im Ruheraum ausräumen. Das Gute war, dass ich somit noch Zeit hatte, den Speicher auf meinem Handy zu entrümpeln und unsere Air Asia Flüge buchen konnte. Um halb vier nachmittags sind wir dann in Matamata mit dem Hobbiton Shuttle abgeholt worden.

 

Diese Landschaft dort ist wirklich wahnsinnig schön.

Der Souvenirladen und das Café hingegen eher weniger. Um 4.45 Uhr wurden wir dann dort wieder von einem Reisebus abgeholt und sind zum Hobbiton gefahren.

Es war unglaublich. Ich habe versucht mir die Herr der Ringe anzusehen, aber fand den ersten Teil schon so schlecht, dass ich mir die anderen erst gar nicht mehr angeschaut habe. Und auch den Hobbit habe ich nicht gesehen. Die ersten Hobbitbegeisterten sind herum gesprungen, haben Szenen nachgespielt usw. Mein Freund hingegen findet die Filme allesamt total klasse, aber auch er war erstaunt darüber was die Führerin erzählte und fragte und dass fast alle die Antwort kannten.

Ich kam mir da schon ein bisschen fehl am Platz vor, aber ich fand es dort auch richtig toll. Emotional wurde ich nicht, aber ich habe es genossen und unzählige Fotos geknippst.

DAS Motiv in Hobbiton (warum wisst ihr sicherlich eher als ich 😀 )

 

Es steckt einfach so viel Liebe im Detail. Und sowas mag ich ja total gerne.

Richtig toll wurde es dann als die Sonne unterging und das Wetter hatte ausnahmsweise erbarmen mit uns. Es war traumhaft. Aber wir wurden alle hungrig. Jeder hatte uns erzählt, dass wir pappsatt werden würden und selbst Rugby Teams das Buffet nicht komplett aufessen konnten. Da haben sie aber die Rechnung ohne meinen Freund gemacht. 😀

 

Das Buffet war großartig, aber Zeit für Bilder machen blieb nicht, denn jeder wollte nur noch ran an den Speck.

Die Qualität des Bildes litt unter dem Hunger aller

Lammhaxen, Rindergulasch, Brathähnchen, Würstchen, aber auch Süßkartoffelpüree, Gemüse, gefüllte Pepperoni und und und. Es hat uns an nichts gefehlt. Die Neuseeländer neben uns haben sich über die Lammhaxen hergemacht, während mein Freund seine Vorliebe im Rindergulasch fand. Ich hatte mir überwiegend Hähnchen, Gemüse und Salat genommen. Aber dieser Süßkartoffelpüree. Lecker.

Der Tourguide war sichtlich begeistert, wie viel wir doch gegessen hatten. Und hätten wir noch mehr Zeit gehabt, dann wäre es auch sicherlich leer geworden. Es blieb am Ende noch ein halbes Hähnchen und ein paar Würstchen und Salat über. 😂

 

 

 

Und dann kam das Dessert. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine absolute Zuckerschnute bin und Dessert geht immer. Und da hab ich dann auch voll zugeschlagen. Von kleinen Tarts über Bratapfel bis Pavlova und Käse mit Crackern war alles dabei. Wir haben alles probiert und bis auf ein wenig Käse (Blauschimmel und so einen mega Stinkekäse) und Pavlova ist nicht viel übrig geblieben.

Ich weiß von nix 😀

Nur bei den Getränken haben sie etwas gegeizt. Jeder Besucher bekam nur ein Cider oder ein Ale, der Rest musste getrennt gezahlt werden. Und so gut hatte uns das nicht geschmeckt. Zum Dessert gab es noch Kaffee und Tee. Das einzige was ich zu bemängeln hätte: ein bisschen mehr Zeit zwischen und nach dem Essen wäre ganz nett gewesen.

 

Danach sind wir noch einmal durch die kleinen Gässchen gelaufen und haben auf dem Festplatz einen Kreis gebildet.
Die Tourguides haben irgendwas gesungen und getanzt (Hobbitfans haben mitgesungen – mein Freund und ich nicht, weil wir es nicht kannten) und dann ging es zurück zum Bus. Am Haupteingang sind wir dann noch einmal umgestiegen und wurden wieder zurück zur Unterkunft in Matamata Hobbiton gefahren.

Unser Tag fing sehr früh (halb 5) an und gegen 11 Uhr abends sind wir zur Unterkunft gekommen. Es war dennoch kurzum ein perfekter und unvergesslicher Tag im Hobbiton.

 

Wai-O-Tapu

Es hat geschüttet wie aus Kübel und trotzdem haben wir die Wai-O-Tapu Tour gemacht.

Bei der Buchung konnten wir zwischen einer Halbtags und Ganztagstour wählen. Der Preis war der selbe. Also haben wir die Ganztagstour gebucht. Eigentlich wollten wir auf den Rainbow Mountain, aber das war bei dem Wetter regelrecht ins Wasser gefallen. Und auch die alternativen Hot Pools kamen nicht für uns in Frage. Denn dort ist alles Naturbelassen und wir hätten irgendwie trocknen müssen, bevor wir in den Bus gegangen wären und das war bei dem Schutt nicht möglich.

Wir haben trotzdem alles aus dem Tag herausgeholt was ging. 🙂

Der erste Stopp war bei einem riesigen See aus blubberndem Schlamm. Es sah toll aus, aber es hat gestunken wie die Pest.

Der zweite Stopp war dann bei dem Lady Knox Geysir. Dieser bricht jeden Tag gegen 10.15 Uhr aus. Sommer wie Winter. Die Kuriosität wurde dann durch einen extrem überdrehten und selbstverliebten Guide erklärt. Der Geysir bricht aus, weil dieser Typ in Orange das so möchte. Das war mehr als enttäuschend. Aber nun ja.

Der dritte und letzte Stopp war dann im eigentlichen Wai-O-Tapu Thermalwonderland. Und Wonderland war dieses Mal nicht übertrieben.

Es war wunderschön und die Farben der Natur waren gigantisch. Der Regen hatte uns nicht weiter interessiert. So beeindruckt waren wir. Unzählige Bilder habe ich gemacht und eins war schöner, als das andere. Aber ich lasse an dieser Stelle die Bilder für sich sprechen.

Der berühmte Champagnepool

Des Teufelsbad 🙂

Nachdem wir wieder vom Wai-O-Tapu Thermalwonderland zurück gefahren sind haben wir uns fertig gemacht und sind in den Polynesian Spa. Ein Spa unter den Top 10 weltweit.  Wir haben und leider gefragt, wer da gevoted hat. Er war schön, aber jetzt nicht atemberaubend. Aber nun ja. Wir waren entspannt. Sind zum Backpacker und haben unseren Rucksack mal wieder gepackt. Denn am nächsten morgen mussten wir früh raus und es wurde ein langer Tag…

Rotorua

Man kann Rotorua nicht von weitem sehen, aber sicherlich riechen. 😀

Die Stadt ist umgeben und selbst im Zentrum voll von Thermalquellen. Aber diese stinken teilweise extrem nach Schwefel…oder eben faule Eier. Dennoch ist es eine schöne und vor allem sehr saubere und gepflegte Stadt. Unsere Unterkunft war direkt am i-Site bzw. der Bushaltestelle.

 

 

 

Wir haben eingechecked und direkt wieder einen Freund aus Kerikeri getroffen. Der hat sich hier nieder gelassen und arbeitet im Backpackers – so klein ist die Welt. 😀

An der Rezeption haben wir die Wai-O-Tapu Tour für den nächsten Tag gebucht. Für den ersten Tag in Rotorua stand nur ein Stadttour an. Wir sind also durch den Stadtpark und wie sollte es anders sein: es fing an zu regnen.

 

Mir kam es so vor, als würde der Regen den Gestank etwas mildern. Außerdem waren wir so fasziniert von den blubbernden Schlammlöchern und Thermalquellen, dass wir gut abgelenkt waren.

 

Wir sind dann weiter in das Maori Village und haben dann endlich am See die berühmten schwarzen Schwähne gesehen.

Wir hatten zwar schon welche in Taupo gesehen, aber nicht aus der Nähe. In dem Maori Village kann man ebenfalls eine Tour machen und sich dann noch einen traditionellen Hakka anschauen.

 

 

 

Tigers und Lemon, Lime Bitters

Wir hatten uns aber mit unserem Freund und seiner Freundin für Abends in der „Eat Streat“ verabredet. Es ist eine Art Flaniermeile mit Restaurants und Bars. Aber eben relativ überschaubar. Zusammen sind wir dann in dorthin und haben etwas getrunken. Mein Freund Bier und ich hatte einen Lemon, Lime & Bitters. Ein sehr beliebtes Getränk in Neuseeland.

Hamilton

Wir haben auf unserer Nordinseltour einen Stop in Hamilton eingelegt. Wieso, weshalb, warum, wussten wir auch nicht wirklich, aber jeder Sprach von Hamilton.

Hamilton liegt südlich von Auckland und ist neben Rotorua, Tauranga und Matamata oftmals Ausgangspunkt für zum Hobbiton.

Wir sind zwar von Taupo aus durch Rotorua gefahren, aber dann eben weiter. Wir mussten die Zeit anders planen und die $5 Tickets waren auch anders nicht verfügbar.

Hamilton selbst ist eine Stadt. Eine Stadt in der viele Businessleute unterwegs sind. Und auch auf unsere Frage am Infoschalter: was kann man in Hamilton sehen? Gab es folgende Antwort:

„Ähm ja, man kann sich den Botanischen Garten anschauen. Und da ist noch „The Base“. Eine riesige Einkaufsmall.“

Okay, also sind wir zunächst mit dem Bus zur Quantum Lodge in der Wendi arbeitet. Wendi hatte für meine Chefs aus dem Housekeeping das Management übernommen, als diese in den Urlaub gefahren sind. Als sie hörte, dass mein Freund und ich für eine Nacht nach Hamilton kommen, hat sie uns direkt einen Schlafplatz angeboten. Ich hatte nur drei- viermal mit ihr gearbeitet. Aber sie ist eine sehr nette Frau und versteht etwas von ihrem Beruf. Sie und ihr Mann haben das Jobangebot in Hamilton bekommen und haben deshalb ihr Motel in Kerikeri verkauft.

Wendi und ihr Mann hatten ihren freien Tag und so sagte sie der Dame an der Rezeption, dass wir kommen und in ihrem Gästezimmer schlafen dürfen. Wir hatten die ganze Wohnung im Prinzip für uns alleine. Für meinen Freund war es besonders seltsam, da er weder Wendi noch Tony kannte. Und selbst für mich war es etwas ganz neues.

Wir haben uns dann frisch gemacht und eine Kleinigkeit gegessen und dann wollten wir uns die riesige Shoppingmall in Hamilton mal genauer anschauen.

Also klein war sie wirklich nicht, dass muss man sagen. Und auch die Geschäfte waren echt nett. Aber wir hatten noch immer das Problem „Ballast abwerfen“ und keinen neuen dazu bekommen, also musste wir eisern bleiben.

Der Tag ging rum wie nix und ich hatte noch die Chance eines „privaten Badezimmers“ genutzt um mir die Haare zu färben und einen Beautytag einzulegen. Als dann Tony und Wendi nach Hause kamen, hatten wir uns noch mit ihnen ein wenig zusammen gesetzt und gequatscht.

Alles in allem war der Aufenthalt in Hamilton eigentlich echt schön, auch wenn wir nichts Tourimäßiges gemacht haben, war es trotzdem toll mal nichts zu tun.

Aber vor allem war es toll, wie herzlich und freundlich die Kiwis sind. Denn wir haben noch von den Besitzern ihre Unterkunft in Coromandel angeboten bekommen und sind am nächsten Morgen mit dem Porsche Cayenne zum Busbahnhof gefahren worden. Könnte schlimmer sein, würde ich sagen. 🙂

Als wir dann aber auf den Bus warteten, wurden wir von einem etwas seltsamen „Bro“ nach Gras gefragt. Just in diesem Moment ist auf der anderen Straßenseite ein Freund von uns aus Kerikeri gelaufen. Mein Freund hatte mit ihm zusammen auf dem Kiwiorchard gearbeitet. Dieser Freund ist Australier und sieht eher aus, als wäre er aus Jamaika – um die Kurve zu kriegen mit dem Gras. 😛 Er ist den ganzen Weg von Kerikeri bis Hamilton gelaufen. Jap genau, gelaufen. Und er will weiter laufen bis nach Wellington. Er hatte sich riesig gefreut uns zu sehen und war selbst etwas über den Maori erschrocken, der ihn grüßte und direkt nach Gras fragte. 😀

Aber so sind sie halt, die Bros 😀

Taupo

Von Wellington aus ging die Busfahrt nach Taupo.

Taupo ist eine Stadt direkt am gleichnamigen Lake Taupo.

Und eigentlich ist es wundeschön dort. Wir hatten nur leider etwas Pech mit dem Wetter. Es hat geregnet, es war kalt und alles war bäh. Wir wollten unwahrscheinlich gerne zu den Huka Falls, aber zu Fuß konnten wir das nicht mehr machen. Ich hatte im Internet gelesen, dass es auch einen Bus dorthin gibt, aber leider hatte ich die Zeiten nicht nachgeschaut. Denn dieser Bus fährt einmal am Tag. Wir haben ein Taxi gesehen, aber nur bei der Ankunft, danach nicht mehr. Und auch die Leute in der Unterkunft haben uns nicht weiterhelfen können.

Also sind wir nur durch die Stadt und den Regen, haben etwas gegessen und waren spazieren. Am nächsten Morgen sind wir dann extra früher aufgestanden und wollten es noch einmal versuchen, aber auch hier hatte das Wetter nicht mitgespielt und es war auch wieder kein Fahrer weit und breit zu finden.

Deshalb war unser Aufenthalt in Taupo kurz und schmerzhaft. Denn ich habe mich geärgert, dass uns die Mitarbeiter an der Rezeption nicht sagten, dass man das Eisblaue Wasser nur wenige Schritte vom Supermarkt aus sehen kann. Denn nur deshalb wollten wir zu den Huka Falls. Als wir dann mit dem Bus über die Brücke fuhren, hatten wir uns mehr als nur geärgert, aber naja so ist das halt. Taupo ist definitiv am schönsten, bei schönem Wetter. Und die Attraktionen leider auch. Aber auf Grund der Lage tendiert das Wetter leider weniger zu Sonnentage im Winter.

Wir werden es sicherlich noch einmal hier versuchen, aber dann ganz sicher im Sommer.

Taupo am Lake Taupo

Power Touri Tag in Wellington

Im Prinzip hatten wir nur einen vollen Tag und deshalb musste ein power touri Tag in Wellington her.

Cable Cars in Wellington

Wir sind früh morgens los und sind mit den Cable Cars von der Stadt aus zur Endhaltestelle gefahren. Die Cable Cars in Wellington haben nur 2 Stationen und kosten auch nur $4 pro Erwachsener und Strecke. Man fährt an Graffiti vorbei und durch bunt beleuchtete Tunnel bis man schließlich an der Spitze ankommt. Dort wartet auch schon das Cable Car Museum auf einen. Der Eintritt ist kostenlos.

Im Außenbereich hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt (bei schönem Wetter sicherlich noch mehr).

Ausblick auf die Stadt

Man kann sich das Planetarium ansehen oder durch den Botanischen Garten zurück zur Stadt laufen.

Wir hatten uns für den Botanischen Garten entschieden. Die Anlage ist wunderschön angelegt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man hier im Sommer bei schönem Wetter  gut die Zeit vertreiben kann. Gerade auch Familien.

Das einzig weniger schöne, wir mussten einmal über einen Friedhof laufen und das mag ich ja so gar nicht gerne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

The Beehive

Aber naja. In der Stadt angekommen haben wir eine kostenlose Tour durch das Parlament gemacht. Das Gebäude ist leider nicht sonderlich hübsch. Bilder durfte man natürlich keine machen. Aber es war mal ganz interessant zu sehen, wie die Räumlichkeiten dort aussehen. Außerdem ist die Bauweise sehr interessant. Denn diese ist besonders Erdbebenressistent.

 

 

 

 

Nach der Parlamentstour sind wir am Hafen vorbei und haben uns noch das Wellington Musuem angeschaut.

Ja das war okay, okay langweilig würde ich sagen. Aber auch dieser Eintritt war frei und von daher, hat es nicht sonderlich weh getan. Geplant war eigentlich zum Mount Victoria Logout zu gehen, aber da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, haben wir ein Museum mehr angeschaut.

 

 

 

In das Te Papa Museum wollte aber mein Freund nicht rein. Aber wir hatten auch mehr als genug aus unserem power touri Tag in Wellington raus geholt.

Wir sind dann wieder in die Unterkunft, haben unsere Rucksäcke gepackt und sind noch ein bisschen durch die Cuba Street geschlendert. Die Flaniermeile in Wellington. 🙂

Eat Drink and Be Welly

Nach unserem ungeplanten, langen Aufentahlt in Kerikeri, sollte es dann für zwei Tage heißen: Eat Drink and Be Welly.

Wir sind mit dem Sleeper Bus von Auckland nach Wellington (Welly) gefahren.
Eat Drink and Be Welly

Dort hatten wir auch sehr viel Glück mit der Unterkunft, denn wir konnten direkt um 9 Uhr morgens schon einchecken. Nach eins, zwei Kaffee und den heißgeliebten Gingerkisses, sind wir etwas durch die Stadt geschlendert. Und mussten noch die Papiere für den Autoverkauf bei der Post abgeben.

Es gibt einen Bericht zum Autokauf und Verkauf in Neuseeland, indem alles steht, was man zu diesem Thema wissen muss. Hier geht es zu dem Bericht.

Das kulinarische Angebot in Wellington ist sehr vielfältig und an jeder Ecke bekommt man einen guten Kaffee.

Also eigentlich die perfekte Stadt für uns, aber es war schon sehr windig und kalt.

Wir haben unsere Informationen eingeholt und den Rest des Abends nur entspannt. Die Abreise und der Abschied aus Kerikeri und auch die Busfahrt waren doch anstrengender als gedacht und so haben wir uns einen gemütlichen Abend gegönnt.

Da wir noch einige Lebensmittel hatten, haben wir selbst gekocht, Espresso getrunken und eben ganz nach dem aktuellen Motto:

Eat Drink and Be Welly den Abend sanft ausglingen lassen.