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Der Abschied aus Kerikeri

Uns fiel der Abschied aus Kerikeri gar nicht so einfach. Nach 8,5 Monaten in Kerikeri, unser „home away from home“, die vielen Freundschaften, die ihren Ursprung hier hatten und viele Glückliche Momente war es Zeit abzureisen.

Für die letzten beiden Nächte in Kerikeri wurden wir von meinen Chefs vom Housekeeping eingeladen, diese bei STAY zu verbringen.

Hierzu wird es einen extra Bericht geben, sobald die Seite und die Berichte aufgearbeitet sind.

Richtig seltsam war der Auszug aus der Hone Heke Lodge. Als ich das Zimmer leer sah, ohne unsere Sachen darin, wusste ich innerlich, dass wir so ein tolles Zimmer vermutlich nirgends in Neuseeland mehr bekommen würden. Wir haben zwar immer geflucht, wie hoch doch die Miete ist, aber letzten Endes hatten wir einiges an Komfort.

Aber eins war ganz klar, in der Zeit in Kerikeri hat sich bei uns einiges angesammelt und wir mussten noch einiges an Ballast abwerfen.

Ich hatte zu Beginn überwiegend „Arbeitskleidung“ mitgenommen, von der ich mich ohne weiteres Trennen konnte. Aber wir hatten uns immer mal ein paar Kleinigkeiten angeeignet, von denen wir uns nicht mehr trennen wollten. Denn sie erinnern uns an unsere Zeit in Kerikeri.

Wenn wir weiter auf die Cook Islands geflogen wären mit 23kg Freigepäck und Handgepäck, wäre das absolut kein Problem gewesen. Aber da wir noch den kleinen Umweg über Asien planten und nur 20kg Gepäck gebucht haben, war das eine kleine Herausforderung.

Außerdem sind wir noch im Neuseeländischen Winter gereist und haben deshalb sowohl warme Kleidung, als auch Sommerkleidung dabei gehabt.

Deshalb war der Abschied aus Kerikeri auch damit verbunden, dass wir uns auch von vielen Dingen getrennt haben. Kleidungstücke gingen an Freunde. Gewürze und andere Lebensmittel gingen an Freunde. Küchenutensilien, die wir damals für das Kericentral gekauft hatten, haben wir in der Lodge gelassen. Und trotzdem hatten wir noch mehr als genug Gepäck. 😀

Freitagabends waren wir dann noch im Thai Restaurant essen. Freundlicherweise hat uns mein Chef das Entree ausgegeben. Wir wollten uns auch hier noch einmal von allen verabschieden.

Der letzte Tag in Kerikeri war mehr als verrückt.

Die letzten Vorbereitungen standen an, wir waren irgendwie total durcheinander und konnten es gar nicht glauben und vor allem musste niemand von uns arbeiten. Wir haben wie am Anfang alles zu Fuß abgeklappert und erledigt. Haben per Zufall noch ein paar Freunde im Supermarkt getroffen, bei denen wir uns verabschiedet haben. Und so war der letzte Tag in Kerikeri vollgepackt mit Emotionen, Erinnerungen, Abschieden und wie immer Zeitdruck.

Am Abend hatten uns dann noch Paula & Bill zu sich eingeladen und so haben wir den Abend gemütlich ausglingen lassen.

Ich möchte mich hierfür bei allen meinen Lesern herzlichst bedanken. Es war nicht geplant, dass wir so lange an ein und demselben Ort bleiben. Die ursprüngliche Reise war überhaupt nicht so lange geplant. Und auch wenn viele Lücken in den Berichten entstanden sind, die Zeit in den Bay of Islands ist vorerst vorbei. Vielen Dank auch hier für Euer Verständnis. Die nächsten Berichte werden chronologisch unsere weitere Reise beschreiben. Die Asienplanung haben wir noch immer nicht abgeschlossen, obwohl wir mittlerweile in Penang sind. Es lohnt sich dabei zu bleiben, denn jetzt geht das Abenteuer Weltreise erst richtig los. 🙂

Vielen Dank!

Paihia & Waitangi

Der Hafen von Paihia

Ungefähr 30 Minuten Fahrtzeit von Kerikeri liegen Paihia & Waitangi, direkt am Meer.

Waitangi ist der Geburtsort Neuseelands, denn hier haben die Maoris und die Briten den sogenannten Treaty of Waitangi nach langen Verhandlungen unterzeichnet. Deshalb ist der 6. Februar auch einer der wichtigsten Feiertage in Neuseeland, der sogenannte Waitangi Day. Die Waitangi Treaty Grounds ist der besagte Ort, an dem über 500 Maori Chiefs den Vertrag am 6. Februar 1840 unterzeichneten. Die ersten 43 Maoris haben widerwillig den Vertrag unterzeichnet. Einer von ihnen war Hone Heke. Mehr zu Hone Heke findet ihr in diesem Bericht hier.  Wir waren damals schon in Kerikeri, aber hatten kein Auto um dort hinzufahren. Deshalb haben wir diesen besonderen Tag leider verpasst.

Paihia in a nutshell: der Ballermann von den Bay of Islands.
Der Strand von Paihia

Es gibt hier unzählige Restaurants und Bars, die sich an der Strandpromenade wie eine Perlenkette aufreihen. Viele Backpacker sind am Wochenende dorthin gefahren, um feiern zu gehen. Aber das kam für uns nicht in Frage, da ich gerade am Wochenende sowohl im Housekeeping, als auch im Restaurant viel zu tun hatte.

Von Paihia aus fährt die Fähre nach Russell oder man kann von hier aus eben sehr viele Ausflüge machen. Delphin Watching, Bay of Islands Segeltour und vieles mehr.

Uns war Paihia viel zu touristisch. Es gibt wesentlich schönere Ecken und Strände in den Bay of Islands.
Sonnenuntergang

Wir waren auch nicht wirklich oft dort, einmal um es wenigstens gesehen zu haben. Dann haben wir von dort aus die Fähre nach Russel genommen und einmal habe ich eine Freundin nach Paihia gefahren, damit sie ihren Bus bekommt.

Also wenn ihr nach Neuseeland reist, könnt ihr Paihia & Waitangi guten Gewissens auch auslassen, verpasst habt ihr dort nicht viel 😀 Es gibt wie gesagt schönere Ecken in den Bay of Islands, die weniger touristisch aber wesentlich authentischer und idyllischer sind.

 

 

 

Die etwas andere Parkbank

Northland Beachloop

Scenic Drive Nortland Beachloop

Im Norden Neuseelands gibt es einige wunderschöne Buchten und so gibt es einen Scenic Drive den Northland Beachloop.

Surfer in Mautauri Bay
Muschelstrandabschnitt

Wir sind etwa 40 Minuten mit dem Auto Richtung Norden gefahren, bis der Scenic Drive beginnt. Die erste Bucht ist auch zugleich bei Touristen die Beliebteste: Matauri Bay. Die Straßen sind auch demnach regelrecht funkelnagelneu. Unterwegs kann man immer einmal anhalten und in die Ferne schweifen.

Wir hatten unwahrscheinliches Glück mit dem Wetter. Es war zum baden für uns zu kalt, aber die Surfer kamen voll auf ihre Kosten.

 

 

Parua Bay
Den Scenic Drive Northland Beachloop kann man locker an einem Tag abfahren.

Taiaue Bay

Man kann an den unterschiedlichsten Buchten halten und eben Rasten. Allgemein sind die Strände in Neuseeland nicht zu überfüllt. Und man wird nicht von unzähligen Souvenirhändler am Strand angequatscht, wie wir es aus Europa kennen. Aber man hat auch nicht in jedem Ort die Kulinarische Vielfalt wie wir sie kennen. Und so macht ein Tag an den Stränden auch manchmal ganz schön hungrig.

Fish’n Chips

Wir haben dann am Hafen in Whangaroa angehalten und uns dort eines der Besten Fish’n Chips gegönnt. Die Unterschiedlichen Buchten hatten die verrücktesten Namen und ehrlich gesagt hätte ich sie mir nicht merken können, wenn ich nicht die Karte dazu gehabt hätte.

Hafen von Whangaroa

Ein Tag am See

Es war ANZAC Day und sowohl mein Freund, als auch ich hatten frei…und so waren wir ein Tag am See.

Herbsttag in Neuseeland
Ein Tag am See

Wir wollten noch mal ans Meer und wären gerne hierhin gefahren und hätten das gemacht, aber wir haben den Hintern regelrecht nicht hochbekommen. Das war auch wirklich ein seltenes Phänomen, dass wir beide am gleichen Tag frei hatten.

 

 

 

Und so haben wir einfach nur den Tag genossen und gequatscht und sind dann spontan zur Sandy Road gefahren. Denn dort war dieser wunderschöne See gelegen, der in keinem Lonely Planet steht.

Es war ein traumhafter Tag am See. Die Sonne ging so langsam unter, es war ein schöner, warmer Herbsttag und so haben wir einfach nur die Natur genossen.

Dieser Bericht ist ja auch eigentlich kein Bericht, aber ich wollte euch diese wunderschönen Bilder nicht vorenthalten. 🙂 Manchmal, wenn man die Gelegenheit hat, sollte man die Einheimischen fragen. Meistens sind die schönsten Orte in keinem Reiseführer zu finden. Ich hatte mich mit meiner Kollegin von Chang Siam unterhalten, die in der Sandy Road wohnt. Per Zufall haben wir von diesem See gesprochen. Auch Freunde von uns haben einen wunderschönes Fleckchen Erde durch eine Empfehlung eines Kiwis entdeckt. Aber dorthin haben wir es auf dieser Reise leider nicht mehr geschafft, weil uns jedes Mal das Wetter in die Quere kam.

Ein Tag am See geht zu Ende
Auch den Schildis hat es gefallen 🙂

 

Im Sommer kann man hier wohl auch baden und es fahren auch Boote auf dem See. Was wir dann später auf der Karte gesehen haben, ist dieser See doch ganz schön groß.

 

 

 

Gartenarbeit bei STAY

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade diesen Bericht in meinen Entwürfen entdeckt und festgestellt, dass er in der Tat nicht online gegangen ist: deshalb gibt es keine Änderung an dem Bericht. 🙂

Die Liste der Beitragsreihe „She works hard for the money“ wird nun immer kleiner und ich erfreue mich daran, dass ich einen einigermaßen geregelten Arbeitstag habe, aber es gibt immer mal was zu tun, wie zum Beispiel die Gartenarbeit bei STAY.

Die Gartenanlage bei STAY hatte ich euch ja schon einmal gezeigt und die ganze Anlage ist einfach wunderschön. Aber der Eingangsbereich hat den Chefs nicht so gut gefallen und so sollte dieser nun etwas hübscher gestaltet werden.

Demnach hieß es für mich, Handschuhe an und ran an die Gartenarbeit bei STAY.

Eigentlich haben wir nur die Rindenmulch aus einem riesigen Haufen in viele kleine Haufen im Beet umgewandelt. Die kleinen Haufen wurden später noch verteilt und dann wurde der Rest aufgeteilt. Hört sich nicht viel an, aber das war schwerst Arbeit, die man sehr gerne unterschätzt.

Das Beet sieht tausendmal besser aus als vorher, aber den neuen Markierungen zu urteilen, wird auch hier wohl noch ein bisschen was erneuert und gepflanzt. Aber die Rindenmulchhaufen waren zunächst einmal meine Gartenarbeit bei STAY.

Wenn es soweit ist, dann lasse ich es euch natürlich wissen, zumindest, wenn ich dann noch dort arbeiten darf. So langsam wird es knapp mit meiner Zeit. Man darf nur bis zu maximal 6 Monaten bei einem Arbeitgeber arbeiten. Und STAY war mein erster, richtiger Job. Ich bin froh, wenn ich nicht mehr so viel putzen muss, aber alleine wegen den lieben Chefs und den netten Kollegen, werde ich sehr traurig darüber sein, wenn ich gehen muss. Aber bis dahin habe ich noch gute zwei Monate Zeit und die werden jetzt voll ausgenutzt.

Und deshalb fand ich auch meine zusätzlichen Stunden, die ich damit verbracht habe Wände und Decken im Haus zu putzen, mitgenommen. Die wurden mit Zuckerseife abgeschrubbt, weil die Maler kamen und das Dachgeschoss neu gestrichen haben.

Gartenarbeit bei STAY

Parrots Place

Eine weitere Attraktion in Kerikeri ist neben dem Stone Store auch der Parrots Place. Wie es der Name schon vermuten lässt, sind hier sehr viele Parrots zu Hause – also Papageie.

Die meisten sprechen auch, zumindest grüßen sie einen mit einem freundlichen „hello“ mit neuseeländischem Akzent 😀

Am Eingang kann man für $2 oder $4 Nüsse etc. zum füttern kaufen. Wir fanden das total toll und haben uns jeweils ein großes Schälchen Nüsse gekauft. Was ich später von einer lieben Instagram Followerin erfahren haben: darin waren Erdnüsse und man sollte Erdnüsse mit der Schale nicht unbedingt an die Papageie füttern. Das fand ich dann schon etwas krass. Wieso kann man, wenn man nur mit diesen Vögeln zusammen arbeitet, das zulassen?

Für die Zukunft werde ich so etwas nicht mehr unterstützen, bzw. dann direkt die Pfleger daraufhin ansprechen.

Also zurück zum eigentlichen. Direkt am Anfang durften wir dann ein paar Vögelchen auf den Arm nehmen 😀

Mein Freund, der Ara

Ich hatte meinen Freund den Ara, nachdem ich dann einen temperamentvollen Brasilianer an meine Freunde abgegeben habe. Denn der meinte auf der Suche nach einem Weibchen zu sein und hat uns regelrecht angeknabbert.

Alles in allem war es ein total schöner Nachmittag und wir hätten Stunden mit den Vögeln verbringen können.

Die Haltung im Parrots Place war bei manchen nicht ganz so schön, die Käfige waren relativ klein bzw. in manchen waren zu viele Vögel. Aber auch kurioserweise nur bei manchen.

Es gab einen Ara, dem man mit viel Vorsicht etwas zu knabbern geben konnte.
Der wahrscheinlich schönste Nussknacker der Welt

Ein wunderschönes Wesen, der mal eben so eine Walnuss mir nichts, dir nichts geknackt und gefuttert hat. Auch dieser Papagei war recht gesprächig. Aber anfassen sollte man ihn nicht. Nachdem ich gesehen hatte, wie er die Wallnuss knackte, wollte ich es auch gar nicht mehr wirklich.

 

 

Der etwas arg arrogante Kakadu

Man kann dort an den verschiedensten Vogelarten vorbei gehen, mit prachtvollem und kunterbuntem Gefieder. Im hinteren Bereich geht es in ein Gehege hinein, in dem die Vögel frei herum fliegen. Dort machen es sich dann auch die Vögel auf einem selbst gemütlich oder eben auf der Futterschale. Ganz nach dem Motto „Selbstbedienung“. Wir hatten einen wundervollen Nachmittag im Parrots Place. Die Sache mit dem Futter und manchen Käfigen war so naja, aber vielleicht kam die Message auch noch nicht in Neuseeland an – wer weiß das schon.

Parrots Place

 

Stone Store

Der Stone Store ist Neuseelands ältestes Gebäude aus Stein und aus dem Jahre 1836. Noch heute kann man dort Kleinigkeiten kaufen, aber vor allem Souvenirs. Im inneren sieht es noch immer aus wie früher und auch die Angestellten sind so gekleidet.

Souvenirs im Stone Store
Souvenirs im Stone Store
Mission House
Stone Store

Neben dem Stone Store ist noch das Mission House, das ältestes Gebäude Neuseelands aus dem Jahre 1822. Dort kann man auch eine Tour machen. Da ich ohnehin die Bücher zu Hone Heke gelesen hatte, haben wir diese Tour nicht gemacht.

 

Parkanlage
Der Stone Store an sich ist eigentlich nichts besonderes.
Der Stone Store liegt direkt am Kerikeri River

Zumindest haben wir das so empfunden. Aber wir haben auch in Deutschland und Europa ein paar wesentlich ältere Gebäude. Die Parkanlage um den Stone Store herum hingegen ist wunderschön. Direkt am Wasser und man kann dort auch grillen. Es gibt einen Walking Track der von den Rainbow Falls bis zu dem Stone Store geht.
Außerdem kann man von dort aus auch zum Parrots Place laufen. Wir hatten uns die Vögelchen und auch die Rainbow Falls jeweils an einem anderen Tag angeschaut.

Mein persönliches Highlight war aber der Wunschbrunnen.

Dieser sieht aus wie man ihn aus Märchen kennt und so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Ich hatte an dem Tag leider kein Bargeld dabei, also hatte ich innerlich den Wunschbrunnen erst einmal beschimpft oder mehr oder weniger mich selbst und habe es dann doch gewagt und mir etwas gewünscht.
Ca. 3 Tage später ist dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung gegangen.
Also bin ich noch einmal kurz vor unserer Abreise dorthin gefahren und habe ein paar goldenen Münzen hineingeworfen. Ein weiterer Wunsch ging in Erfüllung und die anderen, das werden wir sehen, wenn wir wieder in Deutschland sind.

Wunschbrunnen

Autokauf in Neuseeland

Heute gibt es mal wieder für work and holiday Reisende einen hoffentlich hilfreichen Bericht zum Thema: Autokauf in Neuseeland.

Wir wollten uns eigentlich kein Auto kaufen. Geplant war es zu arbeiten und dann mit dem Mietwagen oder bus zu verreisen.

Aber erstes kommt es anders und zweitens als man denkt!
Unser Mitsubishi Galant in der Lodge

Nachdem wir einige Jobangebote nicht realisieren kosten, weil wir kein eigenes Auto hatten und auch nicht mehr auf Dauer uns ein Auto leihen wollten für $50/ Woche, haben wir uns dann doch nach Autos umgesehen. (Wir durften mit dem Auto NUR zur Arbeit fahren und evtl. mit guter Laune zum Supermarkt – deshalb war es keine Option für uns).

Es war Sommer, die Lodge war voll mit Backpackern ohne Auto, die wie wir, dann doch noch eins Kaufen wollten. Und so kam es, wie es kommen musste:

die Nachfrage war größer als das Angebot, dementsprechend stieg der Angebotspreis. So viel von BWL versteht wohl auch jeder noch so dumme Backpacker.

Ich hatte den Job beim Thai Restaurant und habe ganz dringend ein Auto gebraucht – also drauf gepfiffen, wir haben den Mitsubishi gekauft.

Da er einen neuen WoF hatte bis Dezember (Warrant of Fitness – so eine Art neuseeländischer TüV) haben wir ihn in einer Werkstatt für $50 checken lassen.

man kann jeder Zeit diesen Check machen lassen und der ist auf jeden Fall ratsam vor jedem Autokauf, egal ob der WoF frisch ist oder nicht. Man weiß nämlich leider hier nie, wie genau der WoF gemacht wurde oder aber ob man einfach nur bisschen Glück hatte. Aber auch bei dem Check kommt es darauf an, wer man ist. Ein backpacker kriegt generell mehr drauf geschrieben, als ein Einheimischer. Deshalb: versucht immer einen Einheimischen mitzunehmen.

Und so hatten wir ein Auto gekauft. Der Papierkram für den Autokauf in Neuseeland ist absolut aber einfach.

Zwei Formulare gibt es: eins für den Verkäufer, dass das Auto verkauft wurde. Und eins für den Käufer, dass das Auto auf ihn angemeldet wurde. Das ganze kostet $9 und das wars- Und beide Formulare gibt es auf jeder Poststelle und werden dort auch abgegeben.

Eine Versicherung ist in Neuseeland keine Pflicht – aber auch nicht teuer.

Wir hatten keine. Aber auch nur, weil mir die Zeit gefehlt hatte, mich darum zu kümmern. Und für die 8km am Tag Hin und wieder zurück war es mir dann auch später zu blöd noch eine zu machen.

Ja es hätte schief gehen können. Aber ich kann stolz behaupten, dass ich eine gute Autofahrerin bin. Ich kann parken. Mein Auto einschätzen und ich fahre seit fast 12 Jahren Unfallfrei. Auf der „falschen Seite“ (also auf der linken Seite zu fahren oder mich neu einzuorientieren ist für mich auch nichts neues und von daher. Ich bin nur keine gute Beifahrerin – mein einziges Problem im Straßenverkehr 😀

Wir hatten zwar gesagt, dass wenn wir mit dem Auto reisen, wir es dann auf jeden Fall versichern lassen, aber dazu kam es ja nicht.

Das einzige, was es noch beim Autokauf in Neuseeland zu beachten gilt: Rego. Das ist im Prinzip eine Straßenzulassung. Diese kann man auch bei der Post verlängern oder eben online. Wir hatten für unseren Galant für ein halbes Jahr $60 bezahlt.

Alles in allem, war es ok. Aber da wir das Auto in der Nebensaison verkauft haben und die Lodge die Bedingungen für die Jobs geändert hat, gab es weder Backpacker ohne Auto, noch eine riesen Nachfrage. Das Auto haben wir deshalb leider mit einem fettem Minus und bitterem Nachgeschmack verkauft. 🙁 Aber es kann ja nicht immer alles rund laufen.

Außerdem wäre ein Mietwagen für die gesamte Zeit noch teurer gewesen.

Deshalb am Besten in der Nebensaison kaufen und in der Hochsaison verkaufen 😀 Und viel Zeit für den Autoverkauf einplanen. Am Besten stellt man das Auto dann mit einem „4 SALE“ Schild an den Straßenrand oder auf gut besuchte Parkplätze.

Unser Mitsubishi Galant

Kawakawa Hundertwasser Toiletten

Kawakawa Hundertwasser Toiletten

Es war ein verregneter Tag, als wir zum shoppen nach Whangarei fuhren und somit beschlossen wir einen kleinen Stopp bei den Kawakawa Hundertwasser Toiletten einzulegen.

Sicherlich wären die Toiletten schöner gewesen, wenn die Sonne durch die Fenster scheinen würde. Aber wir sprechen hier immer noch von Toiletten 😀 Ich finde es etwas seltsam, dass ein ziemlich bekannter Künstler irgendwo im nirgendwo Toiletten verschönert hat. Für eine kleine Pinkelpause auf der Fahrt in den Norden ist so eine hübsche, kunstvolle Toilette vielleicht doch mal ganz schön.

 

 

Kawakawa

 

Es gibt außerdem noch einen Park, den wir aber leider nicht besuchen konnten. Er war geschlossen. Winter und so. Da fragt man sich manchmal wirklich: wollen die Neuseeländer keine Touristen in der Offseason? Oder was für ein Problem haben sie, Geschäfte, Museen oder Attraktionen auch über Winter offen zu lassen? Das war dann das zweite Mal in Folge, dass wir etwas sehen wollten und nicht konnten, wegen dem Winter. Und weil wir das erleben durften, haben wir bei der Nordinseltour auch besser geplant, denn wir können so einiges nicht machen, weil es Winter ist. Sehr Schade, aber das ist leider die Realität.

 

Hundertwasser Park
So jetzt aber zu den eigentlich Kawakawa Hundertwasser Toiletten und zu einer zusammengefassten Übersetzung des Flyers:
Hundertwasser Toiletten
Hundertwasser Toiletten

„Friedensreich Hundertwasser, der österreichische Künstler hatte bereits in den 1970er Jahren eine Farm hier in Neuseeland bzw. in Kaurinui bei Kawakawa gekauft, wo er auch begraben wurde. Er wurde 1986 neuseeländischer Staatsangehöriger. Einige Stücke, die in den Toiletten verbaut sind, wurden von den Schülern aus Kawakawa angefertigt, die Ziegelsteine wurden von lokalen Gebäuden genommen und die Fenster wurden aus alten Glasflaschen hergestellt.“

 

Hundertwasser Toiletten
Hundertwasser Toiletten

Es ist hübsch anzusehen. Wenn man nach Kawakawa reinfährt (von Auckland/Whangarei aus) sieht man einen verzierten Bogen, der auf den Künstler aufmerksam macht.

Wenn man ohnehin durchkommt, kann man sich die Kawakawa Hundertwasser Toiletten einmal anschauen. Man muss aber aufpassen, denn durch Kawakawa ist man schnell durchgefahren 🙂

Russell

Wir waren ja einige Zeit in den Bay of Islands und dazu gehört auch einfach ein Besuch nach Russell.

Bay of Islands

 

Wir wollten uns einen schönen, gemütlichen Sonntagvormittag mit einem Spaziergang und einem Lunch gönnen. Deshalb sind wir mit dem Auto nach Paihia gefahren und sind dann mit der Passagierfähre nach Russell. Man kann auch ab Opua mit der Autofähre fahren, aber die fährt nicht so häufig und wir konnten das Auto in Paihia kostenlos parken.

Denn was ich wusste, aber mein Freund nicht: Russell ist winzig klein. 😀
Ehemaliges Polizeihaus

Wir sind also vom Fährterminal raus, einmal rechts gelaufen und standen nach kurzer Zeit schon vor dem Haratu – Maori Cultural & Craft Center.

Ein paar Schritte weiter an der ältesten Kirche Neuseelands und vorbei am Russell Museum. Dazwischen gabs immer mal ein paar kleine, schnuckelige Häuser. Aber jap das war es. Das ist Russell. Und der Eintritt in das Museum hätte $20 gekostet. Und das war echt klein. Wir sind auch nicht reingegangen, weil wir bei diesem Eintrittspreis einfach nur den Kopf schütteln konnten. Und wie auch uns ging es vielen anderen auch.

 

Russell
Der eigentliche Ausflugsgrund war ja aber Lunch bei Hone’s Garden. Das uns von meiner Chefin bei STAY empfohlen wurde.
Die Happy Ferry

Wir wären sehr gerne zu Hone’s Garden, aber das Restaurant war wegen der Winterzeit geschlossen. Oh man, ich kann euch sagen, wir haben uns mehr als geärgert. Nirgendwo im Internet stand, dass es geschlossen sein würde. Und da standen wir, mit leerem Magen vor einem geschlossenen Restaurant. Und irgendwie hatte alles zu, was einigermaßen nett aussah. Chowder wollten wir keine essen, also gab es einen Kaffee und nach einem weiteren kurzen Spaziergang durch Russell sind wir dann wieder mit der Fähre nach Paihia und haben dann am Ende doch zu Hause gegessen. 🙂