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Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos

Der Tag war gekommen und wir mussten Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos.

Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen. Das ist echt super einfach und super günstig in Singapore. Und ich würde auch behaupten die schnellste Variante. Nicht unbedingt die bequemste. Denn die Züge sind kontinuierlich brechend voll, obwohl sie alle 2 Minuten fahren.

Changi Airport ist mit Abstand der beste Flughafen, an dem ich jemals abgeflogen bin – natürlich neben Frankfurt 😛

Wir hatten absolut keine Probleme gehabt. Wir haben wie immer unser Gepäck vorher gewogen, umgepackt, haben dann unsere Bordkarten am Self-Check-In Automaten drucken lassen und auch unsere Bagtags. Da wir mit Air Asia fliegen haben wir uns für den billigsten Anbieter entschieden und Null Service.

Unser erster Flug mit dem Asean Air Pass. Ich werde hierzu einen weiteren Bericht zu Airpässen verfassen. Aber zunächst kommen die eigentlichen Länderberichte.

Wir haben an einem Automaten das Gepäck aufs Band, eingescanned und tschüss lieber Rucksack. Eine Dame stand noch dabei uns hätte uns helfen können, aber es hatte alles super funktioniert.

Gut gestärkt sind wir dann durch die Passkontrolle und hinein in den schönsten Shoppingflughafen. So tolle Geschäfte und wirklich gute Preise. Aber wir wollten uns ja nicht wieder vollstopfen, also sind wir hart geblieben.

Wer einen längeren Aufenthalt hat, ja der kann sich auch in die Liegen legen und schlafen. Oder er läuft durch die verschiedenen Grünanlagen und und und. Langweilig wird es in Changi sicherlich nicht.

An jedem Gate ist eine Sicherheitskontrolle. Das geht mega schnell, keine unnötigen schlangen und ach es war alles super. Wir haben dann nur noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt und dann wurde auch schon geboarded.

Der Flug war super und alles war perfekt. Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos. Jap und jetzt kommt der Chaos Teil.

Wir sind aus dem Flieger raus – Außenposition. Ein Bus kam, die ersten Passagiere sind rein. Wir standen in der prallen Sonne und mussten auf einen anderen Bus warten. locker 15 Minuten. Unglaublich. Dann kamen wir in einer Halle an und man hat überhaupt nicht verstanden, wo welche Reihe eigentlich ist und für wen diese ist. Egal, es sah überall gleich viel aus, wir stellen uns in der Mitte an.

Eine Stunde später haben wir viele an uns vorbei gehen sehen und es war in der Tat so, dass unsere Schlange einfach nicht schneller voran kam. Nach eineinhalb Stunden sind wir dann in eine andere gewechselt und dann hatte es noch eine halbe Stunde gedauert, bis wir durch waren. Also so etwas habe ich noch nicht erlebt. Obwohl die Schlange unendlich weiter ging und immer mehr Leute ankamen, haben manche Mitarbeiter einfach den Schalter zu gemacht und Feierabend gemacht. Ersatz oder Schichtwechsel schien ein Fremdwort.

Selten war ich so genervt wie bei dieser Ankunft. Der Beamte hatte mich noch nicht einmal angeschaut.

Das Gepäck wurde schon vom Band geholt, denn es hatte alles zu lange gedauert. Bei manchen wurde das Gepäck aufgebrochen. Anscheinend war das aber bei uns zu kompliziert, weil wir ein Travelcover um die Rucksäcke drum haben. Zum Glück!

Draußen angekommen sah man nur eine Menschenmasse die einem zuschrie „TAXI – MISS TAXI – SHEEP SHEEP“ Also ich wurde zur Miss Taxi gewählt oder wie? Oder eher zum Schaf? Oder sollte das ein günstiges Taxi sein? 😀

Am Geldautomaten hatte uns dann eine Deutsche angesprochen, wie das mit den Taxipreisen so wäre und weil wir ungefähr unsere Strecke kannten und ihr unseren Preis sagten, wusste sie in etwa, wie weit sie runter handeln müsste. Ja nicht nur wir sind unvorbereitet mal irgendwo angekommen.

Mittlerweile war es spät und wir waren mal wieder hundemüde. Der Fahrer war aber sehr nett und hatte sich total gefreut, dass wir gerne die Musik anhaben wollten.

Es war schon fast dunkel als wir im Homestay angekommen sind. Zum Glück konnten wir aber dort auch noch etwas essen. Denn auf Erkundungstour wollten wir nicht mehr. Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos, das trifft es für die Reise von Singapore nach Bali wirklich am Besten.

Der letzte Tag in Singapore

Der letzte Tag in Singapore war eindeutig zu schnell da. Das ganze Wochenende war trotz dem weniger schönen Ausgang des Rennens grandios und unvergesslich.

Für Singapore hatten wir noch eine ganz wichtige Sache vor: Ballast abwerfen. Eigentlich eher nach Hause schicken. Wir hatten im Internet gelesen, dass es von Singapore aus am günstigsten ist ein Paket nach Deutschland zu schicken.

Wir haben 5kg Winterklamotten und Dinge, die wir als Souvenir unterwegs gekauft hatten und nicht mehr herumschleppen wollten nach Hause geschickt. Eigentlich hätten wir auch locker 10kg schicken können.

5kg leichter und ca. 80 Singapore Dollar ärmer sind wir dann noch durch die Stadt und ihre tausende Malls geschlendert. Und nein wir haben nichts neues gekauft. 😀

Der letzte Tag in Singapore war sehr gechilled. Das Wetter war aber grauenvoll. Es hatte den ganzen Tag geschüttet wie aus Kübel. Das war echt weniger schön.

Das einzig wirklich produktive, neben dem verschicken, wir hatten es geschafft unsere Unterkunft für Bali (am nächsten Tag!!!) zu buchen. Mittlerweile sind wir mit gemischten Gefühlen in Richtung Indonesien weiter gereist. Wir haben oft gehört, dass Touris dort sehr gerne über den Tisch gezogen werden und und und. Deshalb hatte ich mich auch direkt um den Transfer gekümmert und der Besitzer des Homestays in das wir uns gebucht hatten, wird uns am Flughafen abholen. Na immerhin.

Singapore in a nutshell: Wir fanden Singapore echt schön. Für meinen Freund ist es vielleicht ein bisschen zu organisiert, aber für mich perfekt. Die meisten Menschen waren freundlich, es war überall sauber und man kommt mit englisch sehr gut voran. Ja das ist leider nicht selbstverständlich in asiatischen Ländern. Eine Frau hatte mir sogar beim überqueren der Straße einen Platz unter ihrem Regenschirm angeboten. Das war echt schön. In Singapore leben die unterschiedlichsten Kulturen zusammen. Es ist bunt und friedlich. Und das fasziniert mich so an dieser Stadt.

Marina Bay Sands

Singapore Grand Prix Formel 1

Es war soweit, das große Rennen: Singapore Grand Prix Formel 1. Ganz am Anfang unsrer Beziehung haben wir mal über ein paar Dinge gesprochen, die wir unwahrscheinlich gerne tun würden.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass eines der ersten Dinge, die mein Freund sagte „Singapore Grand Prix Formel 1 das tolle Nachtrennen“ war. Jetzt war es soweit.
Es war gar nicht einfach Bilder zu machen – aber Videos 🙂

Kurioserweise kommt man im Ausland ziemlich günstig an Formel 1 Tickets ran. So habe ich damals für Melbourne vielleicht 50€ für den Renntag gezahlt und jetzt haben wir für das ganze Wochenende und mit Sitzplätzen 200€ pro Person gezahlt. Das einzige was übertrieben teuer ist, sind die Trikots, Mützen und andere Mitbringsel. Aber nun ja.

Das Wochenende verlief für unseren Sebastian echt gut und für uns auch. Wir hatten einigermaßen Glück mit dem Wetter und haben tagsüber die Stadt erkunden können. Wir brauchen nicht darüber reden wie kaputt wir abends dann ins Bett gefallen sind. 😀

Und dann kam der Regen. Nein kein Regen, es war ein riesen Schutt. Wir hatten öfters tagsüber mal eine Gewitterwolke gehabt und die hatte sich dann meistens nach einer Stunde verzogen. Aber dieses Gewitter hatte es mehr als in sich.

Schon auf dem Weg zur Rennstrecke hatte es geschüttet wie aus Kübel. Weshalb wir uns doch noch einen weitere Regenschirm kauften. Der hatte $3 gekostet. Bei der Rennstrecke kostet ein Plastikponcho $4 – also von daher hatte sich jemand im Hostel über einen neuen Schirm freuen können, denn $4 zum Einmal verwenden von Plastik – das geht gar nicht.

Und weil wir keine Taschentücher mehr dabei hatten, habe ich mir kurzerhand die Handtasche vollgestopft mit Toilettenpapier. Der Blick von dem Security war Goldwert 😀

Fakt ist, wir hatten keinen nassen Hintern, haben den Herrschaften in der Umgebung noch etwas abgeben können – die waren auch happy und die Stühle wurden auch mal sauber gemacht. 😀

Es hatte sich wieder etwas beruhigt und nur gefusselt. Die Aufwärmrunde ging los und alles schien super. Dann kam der Start. Wir sind fast aus allen Wolken gefallen, als wir gesehen haben, dass beide Ferraris aus dem Rennen waren. Und das noch in der ersten Runde. Unglaublich.

Dementsprechend waren wir auch nur noch halbherzig dabei. Das Wetter wurde aber zum Glück besser und so konnten wir noch das Feuerwerk am Ende sehen. Wäre das auch noch ausgefallen, wäre ich super traurig gewesen.

 

Singapore

Ich war bereits bei meiner ersten Weltreise für ein paar Tage in Singapore und es hatte mir damals schon sehr gut gefallen.

Marina Bay Sands
Der eigentliche Grund warum wir auch die Reise verlängert haben war die Asienplanung und eben ganz explizit wegen dem Formel 1 Rennen in Singapore.

Wir haben es zwar nie wirklich geschafft eine ordentliche Bucketlist aufzuschreiben, aber so manches haben wir auf dieser Weltreise abgehakt. Vielleicht schaffen wir es aber auch irgendwann sie mal ordentlich zu führen.

Das Frühstück in der Unterkunft war inklusive – na immerhin. Aber wirklich besonders war das nicht. Erdnussbutter und Marmelade oder Haselnussaufstrich 😀

Relativ gut gestärkt sind wir dann Richtung Marina Bay Sands. Denn ich wollte die Gardens by the Bay mir anschauen. Das Wetter war so la la. Aber wir haben wie immer das Beste draus gemacht.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Singapore sind auch super. Sauber, pünktlich und schnell. Aber wir mussten immer umsteigen und das ist ganz schön nervig gewesen. Für 3 Stationen.

Die Gardens by the Bay sind…sehr künstlich. 😀 Ja gut, mein weiß es ja, aber man stellt es sich dann doch noch ein bisschen anders vor. Außerdem hatte es mich echt geärgert, dass man für das „Flower Dome“ und „Cloud Forest“ einen ziemlich hohen Eintritt zahlen musste. Ganz geschweige von dem Skyway.Da wir aber ohnehin etwas spät unterwegs waren und noch etwas essen wollten, bevor wir uns das Qualifiying ansehen wollten, haben wir auch diese typische Touriattraktion ausgelassen.

Also wir reden hier in der Tat von Beträgen, die unser ganzes Tagesbudget für Essen & Unterkunft gewesen wären. Und wir hatten ohnehin auch für das Hotelzimmer fast mehr als das doppelte unseres eigentlichen Budgets bezahlt. Es war auch klar, wegen dem Event, aber deshalb haben wir auch darauf dann verzichtet.

Marina Bay

Gesagt getan, wir haben etwas gegessen und sind dann eben wieder in Richtung Rennstrecke. Haben uns die Marina Bay genauer angeschaut, sind herum gelaufen und dann fing nach dem Carrera Cup schon das Qualifying an. Wir hatten auch super Plätze. Direkt am Bay Grandstand. In der Kurve von Emirates, genau dort, wo die Autos langsamer fahren mussten und unter der Tribüne durchgefahren sind.

Der Bay Grandstand
Aber oh man, was uns die Holländer auf die Nerven gegangen sind mit ihren Jubelschreien für den Verstappen. Umso mehr und lauter haben wir dann für unseren Vettel gejubelt. Zumal er ja dann auch das Qualifying gewonnen hat. Ach war das schön.

Nach dem Rennen haben wir uns noch den Bay Grandstand und seine Ständchen und Attraktionen angeschaut.

Der Merlion ein weiteres Wahrzeichen von Singapore

Singapore kann man wirklich super zu Fuß erkunden. Wir haben einiges an Kilometer zurück gelegt. Aber auch Abends durch die Straßen kann man ohne Bedenken gehen. Es war für mich als blonde Frau auch zum ersten Mal wieder angenehm durch die Straßen zu laufen. Denn in Malaysia wurde ich ständig angeschaut und regelrecht angegafft. Es hat mich zwar niemand angefasst, aber dem hätte ich dann auch schon was erzählt.

 

Dieses stachlige Gebäude erinnert an eine Durian – die Stinkfrucht

Zurück zum zweiten Tag in Singapore. Er ging super schnell zu Ende. Wir sind zurück ins Hostel und wollten uns ordentlich ausruhen, damit wir am nächsten Tag auch super fit sind. Und ehrlich gesagt, waren wir auch von unserer Sightseeing Tour echt geschafft.

Zum Glück funktionierte das Internet nicht so gut, denn somit war die Ablenkung auch nicht so groß 😀