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Die längste Anreise

Wir haben es geschafft, wir sind zurück in Neuseeland und es war die längste Anreise überhaupt.

Am Mittwoch morgen wurden wir um 4 Uhr Ortszeit in Patong Beach (Deutsche Zeit Dienstagabend ca. 10 Uhr abends) abgeholt und zum Flughafen gefahren. Das Hotel war sehr hellhörig und irgendwas hat mich wachgehalten. Ich konnte einfach nicht schlafen. Die Fahrt war wieder nicht gerade günstig. 950 THB haben wir für 45 Minuten gezahlt.

Zudem dass mir ohnehin schon schlecht war und ich hundemüde war hat es in dem Taxi nach kaltem Rauch gestunken.

Wir haben eingecheckt und unser Gepäck wird bis Auckland durchgecheckt – juhu! Denn das bedeutet wir könnten evtl. in Kuala Lumpur raus in die Stadt.

Am Flughafen wurde es dann noch einmal nicht ganz so toll. Ich selbst habe kein Problem mit Menschen die etwas stämmiger sind. Manche reden auch von Fettleibigkeit. Man weiß nie, welches Schicksal dahinter steckt oder ob sich die Person selbst überhaupt unwohl fühlt oder nicht. Jeder darf mit seinem Körper selbst entscheiden, was er damit tut und kein anderer Mensch sollte ihn deshalb verurteilen. ABER! Wer morgens um 7 Uhr zum Frühstück ein fettes Brot mit einem Leberknödel isst (was ja bekanntlich stark riecht) und keine Rücksicht nimmt auf andere, das ist schon nicht schön. Der Mann kam aus Deutschland und saß im Rollstuhl. Und dann das. Und es war nicht nur ein solch streng duftendes Brot. Ein Brot nach dem anderen. Uns und vor allem mir wurde richtig schlecht. Der Mann hatte auch zwei Sitzplätze gebraucht.

Von dem Flug von Phuket nach Kuala Lumpur an sich habe ich nicht viel mitbekommen. Noch vor dem Start bin ich eingeschlafen und erst kurz vor der Landung wach geworden.

Aber das war auch erst der Anfang. Die längste Anreise hatte nämlich einen fast 13 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur.

Wir durften auf jeden Fall raus aus dem Transitbereich. Solange man uns lässt. Dieses Mal hatte man auch eine Zahlenfolge unter unserem Stempel geschrieben. Naja innerhalb von 7 Wochen dreimal einreisen ist ja auch etwas seltsam. 😀

Schnurstracks sind wir zum Geldautomaten und haben uns noch ein paar Ringit geholt und dann ab zum Busterminal, Ticket gekauft und dann ging es auch schon los in Richtung KL.

Eine Stunde sind wir reingefahren. Haben bei unserem Lieblingslokal noch einmal so richtig gut malaiisch gegessen. Eine Portion Putu Bamboo für den Flug. Einen frischen Smoothie zum erfrischen und dann sind wir wieder in die Shopingmall zurück.

Leider hatten wir es während unserer Asienreise nicht geschafft eine Durian zu essen. In Malaysia hatten wir es beim ersten mal nicht gemacht, weil wir es uns für Thailand aufheben wollten. Und in Thailand gab es die nur eingepackt und man konnte sie nirgends auf der Straße kaufen und essen. Und in den Hotels ist die Stinkfrucht verboten. Wir hatten gehofft noch einmal die Chance in KL zu bekommen, aber leider war jetzt die Saison vorbei. Beim nächsten Mal dann.

In der Shoppingmall sind wir noch einmal zu unserem Lieblingsdrogeriemarkt und haben ein paar Kleinigkeiten gekauft und sind durch die Gegend gebummelt. Danach ging es wieder zurück zum Flughafen.

Während dieser einen Stunde Fahrt haben wir ein abbrennendes Auto gesehen, ein letztes Mal die Palmenwälder bestaunt und die verrückte Fahrweise belächelt.

Am Flughafen selbst haben wir nicht mehr viel gemacht. Wir waren noch ein bisschen im Internet, haben uns einen total witzigen Kaffee bei Starbucks gegönnt und haben gechilled. Aber diese Starbucks-Konversation (auf englisch, ich habe es euch übersetzt) möchte ich euch nicht vorenthalten.  Vorneweg, bei Starbucks werden immer die Namen auf die Becher geschrieben.

Ich: Zwei kleine, frisch gekochte Kaffee bitte.

Sie: Was?

Ich: habe das ganze wiederholt.

Sie: Kenn ich nicht.

Ich: Da oben auf dem Schild steht es.

Sie: Oh okay. Der Name.

Ich: Sandy. S A N D Y

Sie: schreibt sehr langsam SALLY

Ich: Nein. SANDY. S A N D Y

Sie: streicht Sally durch und schreibt noch langsamer aber dafür richtig Sandy. Und für den anderen.

Ich: Den gleichen Namen (same name). Der andere ist zu kompliziert. (Mein Freund hat einen langen, italienischen Namen 😀 )

Sie: schreibt SAM.

Wir haben uns nicht mehr einbekommen vor lachen. So saßen also Sam und Sally bei Starbucks und haben 20 Minuten auf den frisch gekochten Kaffee gewartet. Aber wir hatten ja Zeit.

Zum ersten Mal wurden das Handgepäck gewogen. War ja klar, zum ersten Mal hatten wir ja  auch zu viel. Aber die Mitarbeiter schienen nur Asiaten mit Trolleys zu kontrollieren, denn wir wurden verschont. Zum Glück.

Der Duty Free ist dann für uns auch ausgefallen. Aber besonders war da eh nichts dran. Aber blöd war, dass wir dort kein Internet mehr hatten. Denn hier musste man wieder sämtliche Daten angeben. Also habe ich lieber kein Internet.

Die Zeit ging einfach nicht um. Die längste Anreise hatte sich hier an dieser Stelle gezogen wie Gummi.

Irgendwann wurde dann geboarded und wir durften in den Flieger. Es schien gerade das alle Pärchen (wir inklusive) hintereinander und keiner zusammen saß. Danke Air Asia! Nicht nur, dass eine unserer Lieblingstassen kaputt gegangen ist, wir konnten noch nicht einmal nebeneinander sitzen.

Letzten Endes war es auch nicht so schlimm, denn ich habe wieder nichts mitbekommen. Beim Start schon geschlafen und kurz vor der Landung bin ich wach geworden. Zwischendurch wurde ich mal Sekundenweise wach. Beim Essenverkauf – will ich nicht. Müll – hatte ich nicht. Arzt? Bin ich nicht. Der Flug war um wie nix.

Dann mussten wir wieder in Australien raus und durch die Sicherheitskontrolle. Mein Freund wurde zur besonderen Kontrolle ausgesucht beim Scanner. Und ich dann danach noch wegen keine Ahnung was. War aber alles gut.

Der Flug von Australien nach Neuseeland hingegen hat sich dann aber wieder gezogen wie Gummi. Dieses Mal wurde meinem Freund schlecht. Ich konnte nicht schlafen und ach alles doof. Vier Stunden später kamen wir dann endlich wieder in Auckland an.

Seit unserer letzten Einreise hatte sich einiges getan und es ging super schnell, denn es gab die Passkontrolle-Automaten. Yay! Unser Gepäck kam auch ganz schnell. Und war ja klar, meins wurde doppelt gecheckt, zumindest war ein Aufkleber drauf.

Dann sind wir auf Mietwagensuche.

Kleiner Tipp: es gibt die großen und bekannten Mietwagenanbieter direkt am Flughafen. Die haben aber auch ihren Preis. Wir sind dann mit einem Shuttle 10 Minuten (wegen dem Stau) raus gefahren und haben über $200 gespart bei zwei Tagen Anmietung.

Wir hatten ein Auto und los ging es. Die längste Anreise war noch nicht vorbei. Noch eineinhalb Stunden Autofahrt standen uns bevor. Es war mittlerweile Donnerstag Abend 18 Uhr (in Deutschland 8 Uhr morgens). Gegen 20 Uhr kamen wir dann in der Unterkunft an. Gepäck abgeliefert. Zu Pizza Hut gefahren, TV an, geduscht und gechilled.

Die längste Anreise war überstanden. Und wir waren endlich wieder in Neuseeland. Die Menschen haben uns freundlich empfangen, sie sprachen alle englisch, die Unterkunft (ein Motel) ist super sauber und total schön und alles ist perfekt.

Die längste Anreise unserer Weltreise über 36 Stunden on tour. Dreimal umsteigen. 4 Zeitzonen haben wir durchquert. Das sollte reichen. Und für uns war es das letzte Mal, dass wir solch eine Anreise gemacht haben.

 

Khao Lak

Weniger früh und weniger stressig ging es dann von Bangkok Don Mueang nach Phuket bzw. Khao Lak.

Unsere Airpass Flüge waren komplett aufgebraucht und somit haben wir mit Gepäck ca. 45 Euro für den Flug von Bangkok nach Phuket bezahlt. Eigentlich wollten wir nach Koh Samui, aber da der Rückflug von Koh Samui nicht so oft geht wie von Phuket und wir unsere Weiterflüge auf die Cook Islands nicht riskieren wollten, haben wir uns doch für Phuket entschieden.

Aber weil wir weniger Trubel wollten und einfach ein bisschen mehr Erholung und Entspannung suchten, sind wir ins nördlich gelegene Khao Lak gefahren.

Nach einer guten Stunde Flug durften wir dann noch zwei Stunden mit dem Van fahren. Wir haben den Transfer im Vorfeld gebucht. (Wegen der aktuellen Debatte wegen Werbung oder nicht Werbung, warte ich jetzt noch die Antwort des Unternehmens ab! Spätestens in dem Roomtour Bericht zum Hotel werde ich es dann evtl. namentlich erwähnen.)

Wir sind recht spät im Hotel angekommen und haben deshalb auch dort gegessen.

Das Essen war okay, nicht so mega lecker wie in Bangkok und die Portionen waren auch nicht so groß, aber für ein Hotel war es gut.

Die nächsten Tage verliefen wirklich immer und immer wieder gleich ab:

  • Aufstehen
  • Kaffee trinken
  • Blogbericht schreiben
  • frühstücken gehen (war weniger spektakulär)
  • eincremen
  • Pool/Strand (wobei eher Pool wegen mir und weil am Strand keine Liege und vor allem kein Schatten war)
  • Blogbericht schreiben / Bilder bearbeiten (am Pool 😀 )
  • duschen
  • umziehen
  • Essen gehen
  • Blogbericht schreiben
  • Tatort gucken

Wir haben aber diese eine Woche in diesem Rhythmus wirklich gebraucht. Einfach mal die Batterien wieder aufladen. Sachen aufarbeiten und die Seele baumeln lassen.

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, habe ich sehr viele Berichte in dieser einen Woche hochgeladen und ich habe auch alle Bilder bearbeitet bekommen. Auch diese habe ich hochgeladen und wieder heruntergeladen. Noch mehr hatte ich mich gefreut, dass ich noch per Zufall einen weiteren USB Stick gefunden habe. Somit hat sich das Thema Speicherplatzproblem endgültig für diese Reise erledigt. Denn ich konnte mein Handyspeicher leeren und auch von der Cloud.

Ich war aber auch total motiviert einiges abzuarbeiten, weil ich ja weiß, dass ich nicht gerade viel Zeit habe in Deutschland mich wieder einzuleben. Und diese Zeit möchte ich wirklich mit der Familie und Freunden verbringen und dann nicht viel über die Reise nachdenken und schreiben. Also ich mache das ja gerne, aber wir werden am 30.11.2017 in Frankfurt landen und am 1.12.2017 werde ich wieder anfangen zu arbeiten. Also das meine ich mit nicht viel Zeit. Bei mir geht es lückenlos weiter. Was sehr schön ist und ich auch sehr glücklich darüber bin. Ich war es schon als ich quasi über den Wolken den Arbeitsvertrag unterschrieben habe. Das war ein unbeschreiblich schönes Gefühl.

So nun aber zurück zu Khao Lak. Die Tage vergingen super schnell. Khao Lak an sich ist ein sehr touristischer Ort. Viel zu entdecken gibt es hier direkt nicht. Man kann aber wie immer verschiedene Tagesausflüge machen.

Jetzt hatten wir aber unsere tolle Diamond noch immer im Hinterkopf und wir wollten Batterien aufladen, also stand für uns fest: keine Ausflüge.

Wir sind einmal zum Markt gelaufen. Das war heftig. dreieinhalb Kilometer ist ja nicht viel, aber in der staubig trockenen Luft und vor allem bei der Hitze war das schon anstrengend. Auf dem Markt selbst war es nicht so super spannend. Frisches Obst und Gemüse, aber auch frisches Fleisch und frischer Fisch. Und mit frischem Fisch meine ich so frisch, dass der noch lebte.

Außerdem gab es hier die tollen Insekten.

Probiert haben wir sie nicht – keine Angst. Wir sind zwar kulinarisch bisher ohne Scheu an viele Dinge heran, aber so was- nein danke. Ich habe mich schon für ein Bild überwinden müssen.

Es hätte ja sein können, dass so ein Vieh nicht ganz fritiert wurde und mich anspringt oder so. 😀

Es gab auch wieder die Tischdecken für das Thairestaurant. Also haben wir wieder nach dem Preis gefragt, Bilder gemacht und weitergeleitet an Neuseeland. Denn eine Antwort hatten wir noch immer nicht. Und siehe da, sie wollten es auch nicht mehr wegen der Versandkosten. Mir war es schon klar, als wir tagelang nichts von ihnen hörten, aber naja.

Mehr spannendes haben wir in Khao Lak nicht erlebt. Aber böse drum waren wir auch nicht. Wir haben ein bisschen Urlaub auf der Weltreise gehabt. Und ob ihr es glaubt oder nicht, das viele Reisen strengt mehr an, als arbeiten gehen.

Weiter ging es dann mit dem Taxi von Khao Lak zurück nach Phuket, mehr dazu im nächsten Bericht.

 

Pattaya

Nach einer kurzen Nacht ging es morgens um 6 Uhr Richtung Flughafen und somit Richtung Pattaya.

Sorry für die schlechte Qualität, aber es war zu früh, kein Kaffee und zu viel Gepäck 😀

Wieder einmal die Transferfrage. Taxis sind teuer, sagte man uns in der Unterkunft. Am besten morgens auf die Straße und ein Tuk Tuk oder diese roten Transportmittel nehmen. (Ich habe keine Ahnung wie man diese Transportmittel nennt, in anderen Orten werden sie auch als Tuk Tuk verkauft).

Wir sind also morgens um 6 Uhr zur Straße gelaufen und noch nicht richtig an der Ecke angekommen, da fuhr auch eben genau so ein Geschoss entlang. Perfekt. Also sind wir wieder für 150 THB zum Flughafen gefahren.

Der Flughafen in Chiang Mai ist wirklich süß. Aber immerhin gibt es viele Internationale Restaurantketten, als auch lokale Geschäfte. Wir haben unsere Rucksäcke aufgegeben und sind dann zu Subway etwas frühstücken.

Die Sicherheitskontrolle war ratzfatz durch, wir sind ganz schnell geboarded worden und alles ging super easy. Aber es war ja auch nur ein Inlandsflug.

Nach knapp eineinhalb Stunden sind wir dann in Pattaya gelandet. Und was soll ich sagen, der Flughafen war noch kleiner.

Der Flughafen Pattaya (Utapao) liegt nicht gerade in der Nähe der berühmten Promenade und wir hatten schon mit dem schlimmsten für die Transferpreise gerechnet. Aber immerhin sind wir relativ günstig (für 500THB) und vor allem gut nach Pattaya gefahren. Vielleicht hatten wir aber auch wieder ein bisschen Glück, weil wir mit einem Domestic Flight kamen.

Denn was wir hier festgestellt haben, dass man als Thai vielleicht ein Drittel wenn nicht noch weniger zahlt, als ein Tourist.

Fair finde ich das nicht. Wir haben schließlich in Deutschland auch für alle die selben Preise oder? Das einzige was vielleicht auch so ist, dass eins, zwei extra Runden mit dem Taxi gedreht werden, wenn man sich nicht auskennt. Aber naja.

Wir sind in Pattaya angekommen und ich hatte wieder eine Bedingung gestellt. Aufs Budget war gepfiffen, ich wollte ein sauberes Hotel. Aber es hielt sich noch in Grenzen. Das Hotel war wirklich sauber und auch recht modern. Das Internet funktionierte ohne Probleme – jedoch auf Geräte beschränkt und wir hatten Frühstück dabei. Denn eins ist sicher. Die Thais frühstücken nicht so wie wir und ich mag kein Curry zum Frühstück. Und weil wir kein Ei essen fällt das typische Omelett mit Reis auch aus.

Für eine Nacht hatten wir Pattaya gebucht und die sollte auch reichen. Definitiv. Ich hatte im Reisebüro schon vieles von Pattaya gehört und auch schon öfters gebucht.

Aber trifft das Vorurteil Sextourismus  in Pattaya wirklich zu?

Oh ja! Mein Freund war glaub noch geschockter als ich. Die Bars und Restaurants reihten sich an der Promenade wie eine Perlenkette. Die Männer (jeden Alters!) mit ihren neuen Errungenschaften liefen Händchen haltend und mit voller Stolz durch die Straßen. Und was mich so wunderte, selbst junge Männer, also ab 20 Jahren waren dabei. Aber gut. Hier und da sah man auch ein paar Ladyboys und es war einfach nur witzig.

Wirklich was gutes zu Essen haben wir in Pattaya nicht gefunden. Entweder sah es nicht einladend aus oder aber es war sau teuer. Also sind wir wieder einmal zu Subway. Dieser eine Mann (Rentenalter!). Pfui. Da hatte er seine neue Freundin auf einen Kaffee zu Subway eingeladen und erklärte ihr dann ganz stolz von seinem little Monkey. Bäh. Zum Glück waren wir da schon fertig mit dem Essen und ready to go.

Wir wollten für die Walkingstreet am Abend fit sein und deshalb ein powernap einlegen. Aber was war – ich konnte nicht schlafen. Dementsprechend kurz ist dann auch unser Besuch auf der berühmten Promenade ausgefallen.

Generell finde ich, dass Pattaya sehr heruntergekommen aussieht. Und die berühmte Walkingstreet…die hat gestunken. Wie es halt in so einer Sex-Kneipenstraße riecht, wenn tagsüber die Sonne mit 40 Grad drauf scheint. Ich erspare euch mehr Details.

Schön ist anders. Überall war Happy Hour, hier und da standen die verrücktesten Gestalten und wollten einen in die Bars und Restaurants holen. Aber auch Streetfood ein paar Künstler und Marktständchen mit Souvenirs durften auch nicht fehlen. Essen konnten wir dort nun wirklich nichts. Also gingen wir weiter.

Aber so groß war diese Walking Street in Pattaya gar nicht und so waren wir schneller wieder durch als uns lieb war. Worüber ich aber auch gar nicht böse war.

Eines muss man aber sagen, der Strand war wirklich ganz toll. Würde ich deshalb dorthin zurück? Eher nicht.

Pattaya ist ein must-see. Man muss es mal miterlebt haben, aber dann ist auch gut. Genauso wie auch unsere Reeperbahn. Ich habe sie gesehen, aber dass ständig dorthin zurück müsste? Nein nicht wirklich.

Am nächsten Tag ging es für uns in Richtung Bangkok zur Schwester meines ehemaligen Arbeitskollegen aus dem Thairestaurant in Neuseeland. Mehr dazu im nächsten Bericht…

Chiang Rai und das Goldene Dreieck

Meine Bedingung war es, wenn wir schon in die nördlichere Region reisen, dass wir uns auch Chiang Rai und das Goldene Dreieck anschauen.

Gesagt, getan haben wir einen Tagesausflug dort hingebucht. Ursprünglich geplant war eine Übernachtung in Chiang Rai zu machen. Gott sei Dank, hatte ich mich schnell von diesem Gedanken verabschiedet. Einfach aus Bequemlichkeit.

Wir wurden morgens um 7 Uhr an der Unterkunft abgeholt. Und nach uns noch viele weitere. Ich hatte gerade zu meinem Freund gesagt, dass sich die „Reiseleitung“ ja ruhig mal hätte vorstellen können. Als wir die letzte Mitreisende abholten.

Das englisch der Reiseleitung war bombastisch…schlecht. Ihr name: Diamond. Oh mein Gott. Zuerst hatte ich Dämon verstanden- was durchaus zu ihr gepasst hätte. Aber als sie dann sagte: „yea, shine blite like a diamon“ wusste ich was sie meinte. Die Thailänder verschlucken gerne die Endungen und sie hatte noch dazu ein „R“ Problem.

Nun gut, sie erklärte uns dann den Tagesablauf für nach Chiang Rai und das Goldene Dreieck.

 Der erste Halt waren die Hot Springs. Da wir in Rotorua waren, war das für uns keine Neuheit. Aber dass sie dort Eier kochten und eben Eier in Körbchen verkauften, das war mir neu.

Danach ging es weiter zum „White Tempel“. Und wisst ihr warum der weiße Tempel, weißer Tempel genannt wird? Wegen der weißen Farbe. Wow! Uns wurde in diesem Moment klar, wir haben die beste Reiseführerin überhaupt. Mehr hatte sie auch dazu nicht erklärt. Außer dass die Toiletten dort ein Highlight sind. Und warum? Diese sind nicht weiß, sondern gold.

 

Vorneweg ist zu sagen, dass man auch in Thailand angemessen Kleidung tragen muss, um in einen Tempel gehen zu dürfen. Ich hatte mir extra dafür eine Aladdin Hose für umgerechnet 3€ geholt, wie sie hier an jeder Ecke zu kaufen gibt.

Keine Ahnung was das darstellen sollte, denn unsere tolle Reiseleitung wusste es auch nicht.

Es waren massen vor diesem Tempel. Bilder machen war eine Katastrophe. Im Tempel selbst durfte man keine Bilder machen. Aber es war wirklich atemberaubend schön. Eben ganz anders auch zu unseren Kirchen.

 

 

 

Wir haben uns dann noch die Toiletten angeschaut und die Anlage und sind dann wieder zum Treffpunkt. Denn wirklich viel Zeit hatte man nicht.
Hellboy und Gollum waren wohl auch schon da 😀 Im Hintergrund sieht man auch das stille Örtchen…

Danach gab es Lunch. Ich hatte mich gerade von der Lebensmittelvergiftung erholt und angefangen „normal“ zu essen. Und das Essen war so ekelhaft. Mir war schlecht nur vom hinsehen und ich habe einen Löffel von meinem Fried Rice probiert und habs gerade stehen lassen. Mein Freund hatte sich eine Nudelsuppe geholt, die mindestens genauso eklig war. Aber das schlimme war einfach, dass es dort zuging wie in einer Irrenanstalt. Massen die alle fressen wollten. Sorry für diesen Ausdruck, aber es gibt dafür keine bessere Beschreibung.

Die Sitzreihe vor uns, aus unserer kleinen Gruppe, kam aus Myanmar. Naja eigentlich aus New York City 😀 Sie haben dort auch nichts gegessen und haben sich einfach nur geärgert.

Weiter ging es dann zum Blue Tempel. Und jetzt kommts. Wisst ihr warum man den blauen Tempel, blauen Tempel nennt? Ja richtig, wegen der grünen Farbe. Spaß beiseite. Wir kamen uns echt veräppelt vor. Mehr gab es wieder nicht zu diesem Tempel. Außer dass er wohl recht neu ist.

Hier durfte man auch Fotos drin machen. Nicht ganz so schön wie der andere, aber trotzdem auch noch schön.

 

Es war glühend heiß und wer war natürlich nicht eingecremt? Richtig, mein Freund und ich. Da kamen Erinnerungen an Mexiko auf. Aber zum Glück waren wir die meiste Zeit irgendwo drin oder aber vor allem im Auto. Denn auch für den Blue Tempel hatten wir nur 15 Minuten maximal Zeit.

Die Fahrt dauerte dieses Mal etwas länger und der nächste Halt war das Black House. Ich erspare euch jetzt die Frage, denn wir sind aus allen Wolken gekippt als sie das wieder mit der Farbe erklärte.

Ich fand es gar nicht toll und es hat mir überhaupt nicht gefallen. Für mich war das keine Kunst. Mein Freund fand es ganz toll. Er findet aber auch Krokodilleder ganz toll. Aber keine Angst – sowas kommt mir nicht ins Haus.

Man kann sich das so vorstellen. Es soll eine Kunstausstellung sein. In dieser Kunstausstellung sieht man Gebeine eines Elefanten, Geweihe und eben keine Ahnung wieviele gehäutete Schlangen und Krokodile. Ganz toll. Kann ich gerne drauf verzichten. Und als ich dann noch das Wolfsfell mit Kopf auf dem Tisch gesehen habe, war mir schlecht und ich wollte nur noch weg. Pfui.

War aber klar, dass wir dort dann ausnahmsweise 45 Minuten Zeit hatten oder? Oder es lag vielleicht daran, dass es dort auch ein Café gab…wer weiß.

Den nächsten Halt haben wir abgelehnt. Es ging zu einem Dorf in dem die sogenannten „Long Necks“ leben. Einem Stamm die sich zig Ringe um den Hals legen und damit dann verlängern. Wir hätten dafür extra zahlen müssen und vor allem waren wir schon bedient, als wir die Gegend gesehen hatten. Die erinnerte uns zu stark an Indonesien. Überall kranke, verkrüppelte und heruntergekommene Streuner. Müll lag überall herum, es hat bestialisch gestunken und wir waren einfach bedient.

Zum Glück aber hatten wir uns am Vortag in unserem Supermarkt selbst ein Lunchpaket zusammen gestellt. Man könnte meinen, ich hätte es geahnt.

Wir blieben also im Auto. Es war heiß und das Auto musste ausgemacht werden. Das macht gar nichts so lange ich nicht da raus muss. Wir hatten uns ein Bananenbrot gekauft und dieses war in einer Papierschale. Ich hatte dann diese leere Papierschale, an der wirklich nur noch Krümel waren, in einen Müllsack geworfen. Wir fuhren los als ich sah wie ein Streuner diese Papierschale gefressen hat. Papier? Und die anderen haben zugesehen und sich darüber noch köstlich amüsiert. Mir wurde schon wieder schlecht. Warum gibt man solchen Tieren dann nicht einfach einen Gnadenstoß, wenn man sich einen Dreck drum kümmert?

Jetzt hatten wir eine Weile zu fahren. Dann kamen wir endlich am Goldenen Dreieck an. Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Früher gab es wohl auch Tagestouren, wo man nach Myanmar durfte. Aber diese haben sie vermutlich wegen des Schmuggels raus genommen. Wir sind dann dort entlang haben uns die Gegend angeschaut. Sind unter dem Elefant durchgelaufen, damit wir ein langes Leben vor uns haben und haben uns zum Glück noch ein Eis gekauft. Man nennt es das Goldene Dreieck weil hier Myanmar, Laos und Thailand aufeinander treffen und nur durch den Mekong getrennt werden.

Und nach 20 Minuten ging dann auch die Fahrt wieder zurück. Man hätte auch noch eine Bootsfahrt auf dem Mekong machen können, aber dann wäre man länger unterwegs gewesen oder wie auch immer unsere Diamond hatte auch nicht wirklich danach gefragt, also war es eh egal.

Unser Tipp: schaut bei solchen Tagesausflügen nicht unbedingt auf den Preis. Eine gescheite Reiseleitung ist Goldwert. Wir wussten nach der Tour genauso viel wie vor der Tour und mussten uns alles selbst heraussuchen. Und vor allem wurden wir mehr durch die Gegend gescheucht, als das wir uns in Ruhe die Sehenswürdigkeiten anschauen konnten. Das war wirklich sehr schade.

Wir saßen dann noch 5 Stunden in dem extrem klimatisierten Van und sind wieder nach Chiang Mai gefahren. Um kurz vor 9 waren wir wieder in der Unterkunft. Zu kaputt um noch was essen zu gehen sind wir einfach nur noch in unser Zimmer, haben die Rucksäcke fertig gepackt und ins Bett. Denn am nächsten Tag ging es früh morgens für uns weiter  nach Pattaya.

Pandawa Beach Bali

Der erste Stopp in Indonesien war Pandawa Beach Bali.

Wir haben uns für ein Homestay entschieden und das war auch wirklich nett. Wir konnten dort von morgens bis abends sehr günstig etwas zu Essen bestellen und in der Nähe sind auch zwei Supermärkte.

Banana Pancakes in Pandawa Beach Bali

Nach dem Frühstück haben wir uns fertig gemacht und sind in Richtung Strand. „Laufen? Sicher? Das sind locker 8 Minuten!“

8 Minuten vielleicht mit dem Auto oder dem Roller. Wir waren locker eine halbe Stunde unterwegs. Es gab natürlich keinen gescheiten Fußgängerweg und die Luft ist nicht nur heiß sondern auch sehr staubig.

Die Aussicht hat aber dann wieder alles gut gemacht. Wir mussten einen Berg hinutergehen, um an den Strand zu gelangen. Dementsprechend atemberaubend war die Aussicht. Das einzige was störte waren die unzähligen Touris. Deshalb sagte ich zu meinem Freund, dass wir später versuchen ein Bild zu machen… leider war später Ebbe – muss ich noch mehr sagen?

Also sind wir weiter Richtung Strand. Es gab Sonnenschirme und Liegen und man wurde ständig danach gefragt. Aber wir wollten keinen. Außerdem war rote Flagge. Na ganz toll. Mein Freund ist trotzdem ins Meer und kam aber relativ schnell wieder raus. Die Strömung war wohl sehr stark und es waren sehr viele Felsen unter Wasser, die man so nicht gesehen hatte.

Der Strandtag hatte sich dann nach ca. 2 Stunden erledigt. Ins Wasser konnte man nicht, der Strand war überfüllt mit Menschen, ständig wurde man angesprochen und wir waren genervt. Mal wieder. Ich wurde an diesem Tag zur „Miss Umbrella“ und mein Freund zum „Mister Beer“ gekürt. So ein bisschen englisch oder ein bisschen mehr englisch wäre gleich nur halb so nervig.

Wir haben die Heimreise angetreten und bergauf in der prallen Sonne haben wir uns dann noch ein bisschen mehr Zeit genommen. Unterwegs sind uns einige Straßenhunde entgegen gekommen. Noch harmlos.

Als wir an einem der Supermärkte vorbei kamen, haben wir uns ein Eis gegönnt. Fataler Fehler – wieder einmal. Ich hatte die Schnorchelausrüstung von meinem Freund und zum Glück die Flossen in der Hand. Nichts ahnend sind wir mit dem Eis 200m Richtung Homestay gelaufen. Denn weiter weg war der Supermarkt nicht. Die letzten hundert Meter ist uns einer der vielen, ausgehungerten Straßenhunde hinterher. Ich habe keine Angst vor Hunden, aber der sah seltsam aus. Ich hatte mit den Flossen geklatscht, in der Hoffnung, dass er weggehen würde. Fehlanzeige. Als ich mich dann wieder herumdrehte sah ich ihn nur auf meinen Freund zu rennen und nach ihm schnappen. Die Flosse traf ihn direkt auf der Schnauze und ganz bewusst auf der Nase. Mir hat es das Herz zerrissen, noch nie habe ich einen Hund derart geschlagen, aber bevor dieser meinen Freund gebissen hätte…

Der Hund ist uns zwar mit etwas mehr Abstand aber trotzdem noch hinterher. Bis wir im Homestay waren.

Ich hatte keine Lust mehr auf nichts. Offensichtlich waren die Straßenhunde hier nicht ganz so harmlos, der Strand war mir eindeutig zu voll, mein Freund konnte nicht ins Wasser. Also haben wir uns kurzer Hand einen Termin bei der Massage gemacht. 200 Meter in die andere Richtung.

Die ersten hundert Meter war alles in Ordnung. Plötzlich kam aus dem Gebüsch wieder dieser olle Streuner. Mein Freund blieb stehen – ganz blöd. Ich bin auf dem heißen Asphalt Barfuß gelaufen und habe die Flip Flops wieder zum klatschen genommen. Ich sagte meinem Freund, dass er schnell an dem Mistvieh vorbei sollte während ich ihn ablenke. Bis zum Eingang der Massage ist er uns gefolgt. Danach wurde er von dem Besitzer des Supermarktes schwer beschimpft und dann suchte er endlich das Weite.

Eineinhalb Stunden waren wir bei der Massage. Eine Stunde Massage und eine halbe Stunde Bodypeeling. Und es war so herrlich. Bis auf das Bodypeeling. Es fühlte sich eher an, also würde sie mir die Haut abziehen und das Peeling selbst hatte einen strengen Geruch nach Maggi und Curry.

Für die traditionelle Balinesische Massage mit Bodypeeling haben wir umgerechnet vielleicht 7€ pro Person gezahlt. Unglaublich aber wahr. Wenn wir diese Preise in Deutschland hätten, würde ich sicherlich einmal pro Woche auf einen Starbucks Coffee verzichten und dafür einmal mehr zur Massage gehen. 😀

Was wir jedoch vergessen hatten war die Zeit. Draußen war es schon dunkel und plötzlich kam uns der Hund wieder in den Sinn. Ich glaube so schnell waren wir noch nie gelaufen und viele Rollerfahren waren auch erstaunt, dass sie noch jemand auf der Straße gesehen haben. Es ist zum Glück nichts passiert. Wir haben in der Unterkunft noch etwas gegessen, haben uns noch einmal versucht den Curry gestand abzuduschen und sind nach einem weiteren anstrengende Tag in Pandawa Beach Bali ins Bett gefallen.

Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos

Der Tag war gekommen und wir mussten Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos.

Wir sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen. Das ist echt super einfach und super günstig in Singapore. Und ich würde auch behaupten die schnellste Variante. Nicht unbedingt die bequemste. Denn die Züge sind kontinuierlich brechend voll, obwohl sie alle 2 Minuten fahren.

Changi Airport ist mit Abstand der beste Flughafen, an dem ich jemals abgeflogen bin – natürlich neben Frankfurt 😛

Wir hatten absolut keine Probleme gehabt. Wir haben wie immer unser Gepäck vorher gewogen, umgepackt, haben dann unsere Bordkarten am Self-Check-In Automaten drucken lassen und auch unsere Bagtags. Da wir mit Air Asia fliegen haben wir uns für den billigsten Anbieter entschieden und Null Service.

Unser erster Flug mit dem Asean Air Pass. Ich werde hierzu einen weiteren Bericht zu Airpässen verfassen. Aber zunächst kommen die eigentlichen Länderberichte.

Wir haben an einem Automaten das Gepäck aufs Band, eingescanned und tschüss lieber Rucksack. Eine Dame stand noch dabei uns hätte uns helfen können, aber es hatte alles super funktioniert.

Gut gestärkt sind wir dann durch die Passkontrolle und hinein in den schönsten Shoppingflughafen. So tolle Geschäfte und wirklich gute Preise. Aber wir wollten uns ja nicht wieder vollstopfen, also sind wir hart geblieben.

Wer einen längeren Aufenthalt hat, ja der kann sich auch in die Liegen legen und schlafen. Oder er läuft durch die verschiedenen Grünanlagen und und und. Langweilig wird es in Changi sicherlich nicht.

An jedem Gate ist eine Sicherheitskontrolle. Das geht mega schnell, keine unnötigen schlangen und ach es war alles super. Wir haben dann nur noch unsere Wasserflaschen aufgefüllt und dann wurde auch schon geboarded.

Der Flug war super und alles war perfekt. Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos. Jap und jetzt kommt der Chaos Teil.

Wir sind aus dem Flieger raus – Außenposition. Ein Bus kam, die ersten Passagiere sind rein. Wir standen in der prallen Sonne und mussten auf einen anderen Bus warten. locker 15 Minuten. Unglaublich. Dann kamen wir in einer Halle an und man hat überhaupt nicht verstanden, wo welche Reihe eigentlich ist und für wen diese ist. Egal, es sah überall gleich viel aus, wir stellen uns in der Mitte an.

Eine Stunde später haben wir viele an uns vorbei gehen sehen und es war in der Tat so, dass unsere Schlange einfach nicht schneller voran kam. Nach eineinhalb Stunden sind wir dann in eine andere gewechselt und dann hatte es noch eine halbe Stunde gedauert, bis wir durch waren. Also so etwas habe ich noch nicht erlebt. Obwohl die Schlange unendlich weiter ging und immer mehr Leute ankamen, haben manche Mitarbeiter einfach den Schalter zu gemacht und Feierabend gemacht. Ersatz oder Schichtwechsel schien ein Fremdwort.

Selten war ich so genervt wie bei dieser Ankunft. Der Beamte hatte mich noch nicht einmal angeschaut.

Das Gepäck wurde schon vom Band geholt, denn es hatte alles zu lange gedauert. Bei manchen wurde das Gepäck aufgebrochen. Anscheinend war das aber bei uns zu kompliziert, weil wir ein Travelcover um die Rucksäcke drum haben. Zum Glück!

Draußen angekommen sah man nur eine Menschenmasse die einem zuschrie „TAXI – MISS TAXI – SHEEP SHEEP“ Also ich wurde zur Miss Taxi gewählt oder wie? Oder eher zum Schaf? Oder sollte das ein günstiges Taxi sein? 😀

Am Geldautomaten hatte uns dann eine Deutsche angesprochen, wie das mit den Taxipreisen so wäre und weil wir ungefähr unsere Strecke kannten und ihr unseren Preis sagten, wusste sie in etwa, wie weit sie runter handeln müsste. Ja nicht nur wir sind unvorbereitet mal irgendwo angekommen.

Mittlerweile war es spät und wir waren mal wieder hundemüde. Der Fahrer war aber sehr nett und hatte sich total gefreut, dass wir gerne die Musik anhaben wollten.

Es war schon fast dunkel als wir im Homestay angekommen sind. Zum Glück konnten wir aber dort auch noch etwas essen. Denn auf Erkundungstour wollten wir nicht mehr. Raus aus der Ordnung und rein ins Chaos, das trifft es für die Reise von Singapore nach Bali wirklich am Besten.

Der letzte Tag in Singapore

Der letzte Tag in Singapore war eindeutig zu schnell da. Das ganze Wochenende war trotz dem weniger schönen Ausgang des Rennens grandios und unvergesslich.

Für Singapore hatten wir noch eine ganz wichtige Sache vor: Ballast abwerfen. Eigentlich eher nach Hause schicken. Wir hatten im Internet gelesen, dass es von Singapore aus am günstigsten ist ein Paket nach Deutschland zu schicken.

Wir haben 5kg Winterklamotten und Dinge, die wir als Souvenir unterwegs gekauft hatten und nicht mehr herumschleppen wollten nach Hause geschickt. Eigentlich hätten wir auch locker 10kg schicken können.

5kg leichter und ca. 80 Singapore Dollar ärmer sind wir dann noch durch die Stadt und ihre tausende Malls geschlendert. Und nein wir haben nichts neues gekauft. 😀

Der letzte Tag in Singapore war sehr gechilled. Das Wetter war aber grauenvoll. Es hatte den ganzen Tag geschüttet wie aus Kübel. Das war echt weniger schön.

Das einzig wirklich produktive, neben dem verschicken, wir hatten es geschafft unsere Unterkunft für Bali (am nächsten Tag!!!) zu buchen. Mittlerweile sind wir mit gemischten Gefühlen in Richtung Indonesien weiter gereist. Wir haben oft gehört, dass Touris dort sehr gerne über den Tisch gezogen werden und und und. Deshalb hatte ich mich auch direkt um den Transfer gekümmert und der Besitzer des Homestays in das wir uns gebucht hatten, wird uns am Flughafen abholen. Na immerhin.

Singapore in a nutshell: Wir fanden Singapore echt schön. Für meinen Freund ist es vielleicht ein bisschen zu organisiert, aber für mich perfekt. Die meisten Menschen waren freundlich, es war überall sauber und man kommt mit englisch sehr gut voran. Ja das ist leider nicht selbstverständlich in asiatischen Ländern. Eine Frau hatte mir sogar beim überqueren der Straße einen Platz unter ihrem Regenschirm angeboten. Das war echt schön. In Singapore leben die unterschiedlichsten Kulturen zusammen. Es ist bunt und friedlich. Und das fasziniert mich so an dieser Stadt.

Marina Bay Sands

Singapore Grand Prix Formel 1

Es war soweit, das große Rennen: Singapore Grand Prix Formel 1. Ganz am Anfang unsrer Beziehung haben wir mal über ein paar Dinge gesprochen, die wir unwahrscheinlich gerne tun würden.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass eines der ersten Dinge, die mein Freund sagte „Singapore Grand Prix Formel 1 das tolle Nachtrennen“ war. Jetzt war es soweit.
Es war gar nicht einfach Bilder zu machen – aber Videos 🙂

Kurioserweise kommt man im Ausland ziemlich günstig an Formel 1 Tickets ran. So habe ich damals für Melbourne vielleicht 50€ für den Renntag gezahlt und jetzt haben wir für das ganze Wochenende und mit Sitzplätzen 200€ pro Person gezahlt. Das einzige was übertrieben teuer ist, sind die Trikots, Mützen und andere Mitbringsel. Aber nun ja.

Das Wochenende verlief für unseren Sebastian echt gut und für uns auch. Wir hatten einigermaßen Glück mit dem Wetter und haben tagsüber die Stadt erkunden können. Wir brauchen nicht darüber reden wie kaputt wir abends dann ins Bett gefallen sind. 😀

Und dann kam der Regen. Nein kein Regen, es war ein riesen Schutt. Wir hatten öfters tagsüber mal eine Gewitterwolke gehabt und die hatte sich dann meistens nach einer Stunde verzogen. Aber dieses Gewitter hatte es mehr als in sich.

Schon auf dem Weg zur Rennstrecke hatte es geschüttet wie aus Kübel. Weshalb wir uns doch noch einen weitere Regenschirm kauften. Der hatte $3 gekostet. Bei der Rennstrecke kostet ein Plastikponcho $4 – also von daher hatte sich jemand im Hostel über einen neuen Schirm freuen können, denn $4 zum Einmal verwenden von Plastik – das geht gar nicht.

Und weil wir keine Taschentücher mehr dabei hatten, habe ich mir kurzerhand die Handtasche vollgestopft mit Toilettenpapier. Der Blick von dem Security war Goldwert 😀

Fakt ist, wir hatten keinen nassen Hintern, haben den Herrschaften in der Umgebung noch etwas abgeben können – die waren auch happy und die Stühle wurden auch mal sauber gemacht. 😀

Es hatte sich wieder etwas beruhigt und nur gefusselt. Die Aufwärmrunde ging los und alles schien super. Dann kam der Start. Wir sind fast aus allen Wolken gefallen, als wir gesehen haben, dass beide Ferraris aus dem Rennen waren. Und das noch in der ersten Runde. Unglaublich.

Dementsprechend waren wir auch nur noch halbherzig dabei. Das Wetter wurde aber zum Glück besser und so konnten wir noch das Feuerwerk am Ende sehen. Wäre das auch noch ausgefallen, wäre ich super traurig gewesen.

 

Singapore

Ich war bereits bei meiner ersten Weltreise für ein paar Tage in Singapore und es hatte mir damals schon sehr gut gefallen.

Marina Bay Sands
Der eigentliche Grund warum wir auch die Reise verlängert haben war die Asienplanung und eben ganz explizit wegen dem Formel 1 Rennen in Singapore.

Wir haben es zwar nie wirklich geschafft eine ordentliche Bucketlist aufzuschreiben, aber so manches haben wir auf dieser Weltreise abgehakt. Vielleicht schaffen wir es aber auch irgendwann sie mal ordentlich zu führen.

Das Frühstück in der Unterkunft war inklusive – na immerhin. Aber wirklich besonders war das nicht. Erdnussbutter und Marmelade oder Haselnussaufstrich 😀

Relativ gut gestärkt sind wir dann Richtung Marina Bay Sands. Denn ich wollte die Gardens by the Bay mir anschauen. Das Wetter war so la la. Aber wir haben wie immer das Beste draus gemacht.

Die öffentlichen Verkehrsmittel in Singapore sind auch super. Sauber, pünktlich und schnell. Aber wir mussten immer umsteigen und das ist ganz schön nervig gewesen. Für 3 Stationen.

Die Gardens by the Bay sind…sehr künstlich. 😀 Ja gut, mein weiß es ja, aber man stellt es sich dann doch noch ein bisschen anders vor. Außerdem hatte es mich echt geärgert, dass man für das „Flower Dome“ und „Cloud Forest“ einen ziemlich hohen Eintritt zahlen musste. Ganz geschweige von dem Skyway.Da wir aber ohnehin etwas spät unterwegs waren und noch etwas essen wollten, bevor wir uns das Qualifiying ansehen wollten, haben wir auch diese typische Touriattraktion ausgelassen.

Also wir reden hier in der Tat von Beträgen, die unser ganzes Tagesbudget für Essen & Unterkunft gewesen wären. Und wir hatten ohnehin auch für das Hotelzimmer fast mehr als das doppelte unseres eigentlichen Budgets bezahlt. Es war auch klar, wegen dem Event, aber deshalb haben wir auch darauf dann verzichtet.

Marina Bay

Gesagt getan, wir haben etwas gegessen und sind dann eben wieder in Richtung Rennstrecke. Haben uns die Marina Bay genauer angeschaut, sind herum gelaufen und dann fing nach dem Carrera Cup schon das Qualifying an. Wir hatten auch super Plätze. Direkt am Bay Grandstand. In der Kurve von Emirates, genau dort, wo die Autos langsamer fahren mussten und unter der Tribüne durchgefahren sind.

Der Bay Grandstand
Aber oh man, was uns die Holländer auf die Nerven gegangen sind mit ihren Jubelschreien für den Verstappen. Umso mehr und lauter haben wir dann für unseren Vettel gejubelt. Zumal er ja dann auch das Qualifying gewonnen hat. Ach war das schön.

Nach dem Rennen haben wir uns noch den Bay Grandstand und seine Ständchen und Attraktionen angeschaut.

Der Merlion ein weiteres Wahrzeichen von Singapore

Singapore kann man wirklich super zu Fuß erkunden. Wir haben einiges an Kilometer zurück gelegt. Aber auch Abends durch die Straßen kann man ohne Bedenken gehen. Es war für mich als blonde Frau auch zum ersten Mal wieder angenehm durch die Straßen zu laufen. Denn in Malaysia wurde ich ständig angeschaut und regelrecht angegafft. Es hat mich zwar niemand angefasst, aber dem hätte ich dann auch schon was erzählt.

 

Dieses stachlige Gebäude erinnert an eine Durian – die Stinkfrucht

Zurück zum zweiten Tag in Singapore. Er ging super schnell zu Ende. Wir sind zurück ins Hostel und wollten uns ordentlich ausruhen, damit wir am nächsten Tag auch super fit sind. Und ehrlich gesagt, waren wir auch von unserer Sightseeing Tour echt geschafft.

Zum Glück funktionierte das Internet nicht so gut, denn somit war die Ablenkung auch nicht so groß 😀

 

Die Einreise nach Singapore

Die Einreise nach Singapore war echt anstrengend.

Wir wollten ursprünglich um 9Uhr morgens mit dem Bus fahren. Der war aber leider ausgebucht. Deshalb mussten wir echt früh raus und hatten auch nichts wirklich gefrühstückt außer zwei Donuts, die wir am Tag zuvor gekauft hatten.

Der Bus fuhr pünktlich ab und die Sitze waren groß, bequem und hatten eine Massagefunktion. Perfekt. Also sind wir gefahren. Und gefahren. Ich hatte keine Bilder zu bearbeiten, denn der Aufenthalt in Malakka war recht unspektakulär und vor allem ungewollt kurz. Also haben wir nur gechilled. Es hat auch geschüttet wie aus Kübel und wirklich schön anzusehen war die Landschaft auch nicht.

Dann kam die Ausreise aus Malaysia.

Der Busfahrer erklärte uns auf Nachfrage, dass wir alle Sachen nehmen mussten und dass wir nicht mit diesem Bus weiter fahren würden. Wenn wir durch die Kontrolle gehen würden, würde auch schon ein anderer Bus auf uns warten.

Die Beamten haben uns den Ausreisestempel in den Pass gedrückt, wir sind herum geirrt und haben dann unseren neuen Bus gefunden. Mist, keine Massagefunktion mehr.

Naja. Manche kamen mit einem Zettel in der Hand und andere eben nicht. Vor uns eine sichtlich nervöse Gruppe Asiaten – vermutlich Chinesen.

Ich bin als wieder zu dem neuen Busfahrer und habe nachgefragt, ob wir irgendwas ausfüllen müssen. JA natürlich. Pff. Und natürlich ist er just dann auch direkt losgefahren.

Gerade fertig geworden, haben wir auch schon wieder angehalten. Wir mussten wieder alle Sachen nehmen und aussteigen.

Dieses Mal : die Einreise nach Singapore.

Also mit Sack und Pack standen wir da, haben unsere Einreisekarte abgegeben, einen Einreisestempel bekommen und dann mussten wir unser Gepäck scannen lassen.

Mein Freund hat immer ein Feuerzeug dabei. Fatal für die Einreise nach Singapore. Denn JEDE EINZELNE Zigarette wird versteuert. Also musste er alles ausräumen, weil sie vermutlich nach den Zigaretten suchten.

Mein Vater hatte mir mal ein Allzweckwerkzeug geschenkt und das ist auch auf jeder Reise dabei, es hat mir damals beim Kofferaufbruch in Las Vegas geholfen und auch auf der Weltreise war es immer mal wieder nützlich.

ABER: für die Einreise nach Singapore fatal. Wieso braucht man sowas? Wieso reist man damit herum? Weil darum. Immerhin haben die Beamten ein gutes Englisch gesprochen. Witzig war jedoch, als wir sagten, dass wir von Neuseeland aus gereist sind kam als erstes die Frage, ob wir schon in Thailand waren. Nein, noch nicht, aber steht noch auf dem Plan 😀

Es ging bei uns Relativ flott. Also haben wir uns dann wieder in den Bus gesetzt. Und haben gewartet. Und gewartet. Die Busse haben neben uns geparkt und sind mit alle Mann weiter gefahren und wir standen noch immer da. Wo waren die Chinesen – dachten wir uns.

Jap unsere asiatischen Mitfahrer kamen relativ spät und sichtlich genervt zurück. Haben viel diskutiert und waren danach irgendwie verstummt.

Ich hatte glücklicherweise vorher geschaut, wo wir ankommen und wo wir lang gehen mussten, um ins Hostel zu kommen. Denn Geld gewechselt hatten wir noch nicht und hier sollte es definitiv noch ein ANZ ATM geben.

Fix und fertig kamen wir im Hostel an. Es war nicht wegen der Hitze, sondern wegen dem Schwülen. Wir sind dann auf Futter- und vor allem ATM Suche. Natürlich gab es keinen mehr. Aber immerhin hatten wir sehr viele schöne Malls dadurch entdeckt. Und unsere Formel 1 Tickets abgeholt.

Die Tickets für das Wochenende – darauf erst einen Kaffee 😀

Am Abend sind wir dann noch zum freien Training und es war einfach nur toll. Vor allem mit dem grandiosen Blick auf die Marina Bay.

Unser Ausblick <3

Mehr dazu gibt es im nächsten Bericht.